Über Nutzen und Risiken hat Pharmazierätin Ellen Scheurer Wulf in den Räumlichkeiten des Sozialkompasses in Nassau informiert. Die Tatsache, dass jede Medaille zwei Seiten hat, verdeutlichte Scheurer Wulf anhand von pharmazeutischen Produkten und hob hierbei sowohl den Nutzen als auch die Risiken der Produkte hervor. Wichtige Hinweise dazu, dies zu erkennen und einzuschätzen, könne auch der Beipackzettel liefern, sagte Scheurer Wulf.

Der Vortrag war darauf ausgerichtet, nicht blindlings Medikamente zu konsumieren, sondern vielmehr die Notwendigkeit einer Einnahme zu überdenken und möglicherweise sogar einzuschränken. Ein sehr gelungener Vortrag, bei dem es auch einige Fragen zu beantworten gab und der mit Sicherheit das Bewusstsein des Auditoriums in Bezug auf die Einnahme von Medikamenten sensibilisiert hat.

Privaten Computer ausgespäht

Ein falscher Microsoft-Mitarbeiter hat sich Zugang zu Passwörtern der Computer von zwei Frauen aus Lierschied und Nochern erschlichen. Wie die Polizei Bad Ems berichtet, wurden die Frauen von dem vermeintlichen Microsoft-Mitarbeiter angerufen, der ihnen vorgaukelte, dass ein Virus auf ihrem Computer der Leute sei. Microsoft wolle nun helfen, und dafür solle man sofort das PC-Programm „Team Viewer“ herunterladen. Die Frauen folgten der Anweisung, so dass der Anrufer vollen Zugriff auf den Computer der Geschädigten in Echtzeit bekam und somit jeden Klick und jeden Tastaturdruck mitverfolgen konnte und sogar die Möglichkeit bekam, in eigener Macht den Computer zu bedienen. Zudem wurden die Passwörter der jeweiligen E-Mail-Adressen preis gegeben.

Die Polizei rät: Wenn Sie auf diese Betrugsmasche herein gefallen sein sollten, ändern sie sofort alle Passwörter oder löschen Sie alle Accounts und setzen Sie den betroffenen PC auf Werkseinstellungen zurück. Erstatten Sie zeitnah Anzeige bei ihrer örtlich zuständigen Polizei.

Unbekannte Täter haben In der Nacht zum Freitag in der Ortslage und Ortsrandlage von Singhofen eine Vielzahl von Sachbeschädigungen durch Graffitisprühereien verübt. Mit grüner und schwarzer Farbe wurden die Bushaltestelle in der Ortsmitte, ein unter Denkmalschutz stehendes Windrad, eine Außenwand eines Discounters, zwei Werbetafeln sowie eine Heuballenlagerstätte beschmiert. Außer diverser sexistischer Wörter wurden obszöne Zeichnungen sowie verfassungsfeindliche Symbole aufgesprüht. Die Polizeiinspektion Bad Ems bittet Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, diese unter der Telefonnummer 02603 / 9700 zu melden.

Zwei Brandmeldungen haben am Sonntag Polizei und Feuerwehr im Nassauer Land auf Trab gehalten. Wie die Polizei berichtet, ging um 9.55 Uhr die Meldung ein, dass auf der Landesstraße 332 zwischen Scheuern und Schweighausen Brandgeruch wahrnehmbar sei. Die eingesetzten Kräfte der Feuerwehr und der Polizei konnten unter Hinzuziehung des Polizeihubschraubers allerdings keinen Brandherd feststellen. Zeitgleich teilte die Rettungsleitstelle mit, dass der Dachstuhl der Burg Nassau angeblich brenne. Bei dem vermeintlichen Rauch handelte es sich jedoch um einen Insektenschwarm.

Am Samstag, 14. September, ist es wieder soweit: Die Römer kommen nach Pohl zum 12. Erlebnistag „LimesLive“, und das mit sage und schreibe über 100 Darstellerinnen und Darstellern in römischer Gewandung. Von mittags 12 Uhr bis in die Abendstunden um ca. 21 Uhr wird für die ganze Familie ein umfangreiches Programm geboten. Das Limeskastell Pohl und das große Veranstaltungsgelände rund um das Kastell verwandeln sich in eine Zeit von vor fast 2000 Jahren. Es ist wie immer ein Erlebnistag für die ganze Familie und das bei freiem Eintritt. Falschspieler, Trickbetrüger, Glasbläser, eine Hochzeitszeremonie, der Weltmeister an der Blei-schleuder, Legionärstraining für Kinder: So und noch bunter sieht das Programm des diesjährigen Erlebnistages „Limes Live“ aus.Ausnahmsweise wurde in diesem Jahr als Termin ein Samstag gewählt. Limes Live im Fackelschein wird sicher optisch ein besonderes Spektakel werden.
Unter den 120 „Römern“ sind auch 13 Belgier und 18 Italiener. Letztgenannte kommen aus Sardinien und werden die Fahrt mit viel Gepäck, Kind und Kegel, mit mehreren Kleinbussen auf sich nehmen. Die Gäste aus Sardinien werden auch noch ein paar Tage länger bleiben und diese für Sightseeing nutzen. Die „Spezialität“ dieser Gruppe ist die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Ein Legionärstraining für Kinder ist hierbei eines der Highlights.

Aus der großen „Römerhochburg“ Xanten kommen zwei Römerinnen, die den Besuchern von „LimesLive“ in Pohl zeigen, wie schon zu Römerzeiten Trickbetrüger und Falschspieler die Leute reingelegt haben.

Römische Handwerkskunst steht ebenfalls wieder im Fokus des Geschehens. Zum ersten Mal wird ein römischer Glasbläser vor Ort sein und auch Schuhmacher, Frisuren- und Schmuckherstellung, Lederverarbeitung, Vermessungstechnik, Herstellung von Düften und Salben, Knochenschnitzerei, Schmiede, Medicus, Färberei und Pfeilherstellung werden vorgeführt. Und die Besucher können sogar einer römischen Hochzeitszeremonie beiwohnen. Eine römische Modenschau, ein Blick ins herrschaftliche römische Familienleben und verschiedene militärische Schaudarbietungen mit Soldaten, Geschützen, dem Legionsstab, eine Gladiusausstellung, Bogenschießen und der amtierende Weltmeister an der antiken Bleischleuder runden das vielseitige Tagesprogramm ab. Am Abend schließt eine Weihezeremonie mit Fackeln den diesjährigen Erlebnistag ab. 

Und natürlich kann auch die beeindruckende neue Museumsausstellung mit den römischen Funden aus der Region bestaunt werden.

Für die Kinder wird noch ein weiteres Highlight geboten. Es gibt einen Comic, in dem die neu ausgestellten Fundstücke erklärt werden. Aber so, dass man es lachend erlernt und versteht. Eine Teilnehmerin in einem Freiwilligen Sozialen Jahr in der Landesarchäologie hat ihn gestaltet.

Feststehende Programmpunkte:

  • 12.00 Uhr: Militärischer Morgenappell, anschließend Weihezeremonie
  • 13.30 Uhr: Eröffnung LimesLive XII durch Landrat Frank Puchtler, Prof. Thomas Steffen und weiteren Gästen
  • 15.30 Uhr: Römische Modenschau (basilica)
  • 16.30 Uhr: Moderierte Militärvorführung, Geschützvorführung, Bleischleudern (Außengelände)
  • 19.00 Uhr: Römische Hochzeit (basilica)
  • 20.15 Uhr: Weihezeremonie mit Fackeln

Dass niemand Hunger oder Durst leiden muss, dafür sorgt das Catering-Team des Limeskastells. Parkplätze sind am Veranstaltungsgelände vorhanden.

Finallauf der Judo Dragons (vorne) gegen die Bad Emser Schynsies.

Die „Judo Dragons“ haben zum neunten Mal den Titel des Nassauer Drachenbootmeisters errungen und konnten sich damit einmal mehr den von ihnen selbst gestifteten zweiten Wanderpokal sichern. Das Team des TV 1860 Nassau um Kapitän Peter Schuck bleibt damit unangefochten Rekordmeister der Nassauer Drachenboot-Regatta, die am Samstag vor mehr als tausend Zuschauern und 400 Hobby-Sportlern auf der Lahn „über die Bühne“ ging. 

Riesiger Jubel der siegreichen Judo Dragons um Teamchef Peter Schuck.
Die „Orcas“ waren stolz auf ihren zweiten Sieg bei einer Drachenboot-Regatta in Nassau.

Erfolgreich in der neuen Zehner-Klasse waren zum zweiten Mal die „Orcas“ von Fitness Montabaur, die sich damit ebenfalls den Titel eines Nassauer Drachenbootmeisters holten. Sie besiegten in einem spannenden Finale die 21Pirat.es, ein nach eigenen Angaben „internationales Racing-Team“. Immerhin gelang es den Pirates, erstmals seit 2009 wieder an einem Finalrennen teilzunehmen, wie der Vorsitzende des ausrichtenden Nassauer Kanu-Clubs (NKC) und „Motor“ der Drachenboot-Regatta Kalli Wiemann bei der großen Siegerehrung am Abend anerkennend berichtete. 

Die nunmehr 12. Drachenboot-Regatta erlebte aber auch eine für die Beteiligten eher unliebsame Premiere: Erstmals seit Bestehen der Veranstaltung kenterte ein Boot: Nur wenige Meter nach dem Start schaukelte sich das mit den „Nassauer Campern“ besetzte Drachenboot aus nicht nachvollziehbaren Gründen derart auf, dass der Steuermann das vollbesetzte Wassergefährt nicht mehr unter Kontrolle bekam. Und jeder Paddler weiß: Wenn der Kipp-Punkt erst einmal überschritten ist, gibt es kein Halten mehr – das Boot landet unweigerlich kieloben im Wasser.

Die gegnerische Mannschaft der Camper, die Judo Dragons, erwiesen sich immerhin als faire Sportsleute und boten an, das Halbfinalrennen zu wiederholen. Doch bei den Campern saß der Schrecken über das unfreiwillige Bad in der Lahn offenbar derart tief, dass sie auf ein weiteres Rennen verzichteten. Kleiner Trost: Da die TuS Nassovia Drachen gegen Abend das Rennen um Platz drei absagen mussten, fiel den Campern kampflos die Bronzemedaille zu.  

Großer Bahnhof bei der Siegerehrung am Abend.

Für die größte sportliche Überraschung des Tages sorgte aber das Team „Die Schynsies“ von der Firma Schyns aus Bad Ems: Aus dem Stand heraus erkämpften sich die Regatta-Neulinge im großen Drachenboot, der Königsklasse der Regatta, den Titel eines Vizemeisters — im Finale nur geschlagen von den Judo-Dragons, die Kalli Wiemann als „Messlatte“ für alle anderen Mannschaften bezeichnete. Bei den Judo Dragons deutet sich übrigens ein Wechsel an der Spitze an. Denn Peter Schuck deutete an diesem Abend seinen baldigen Rückzug als Teamkapitän an, eine Funktion, die der Sportsmann seit zwölf Jahren innehat. Auch Stadtbürgermeister Manuel Liguori lobte den wassersportlichen Erfolg des Rekordmeisters: „Das, was ihr hier gezeigt habt, ist der Wahnsinn“, sagte Liguori. Aber auch über den Erfolg der Schynsies freute sich das Stadtoberhaupt: „Wenn Bad Emser nach Nassau kommen, dann wächst die Verbandsgemeinde zusammen. Was kann es Besseres geben?“, meinte Liguori. 

Hier die weiteren Platzierungen der 12. Nassauer Drachenboot-Meisterschaft: Nach den Campern holten die TuS Nassovia Drachen den vierten Platz, den fünften Platz teilen sich das Damenteam „Rewelutions & Friends“, die Twisters von der Firma Leifheit und die La-Ola-Welle der Stiftung Scheuern. Das Team „La -Ola-Welle“ gewann außerdem den „Lauf der Herzen“ gegen ein Auswahlteam aller teilnehmenden Mannschaften der Regatta. Die „Clemies“ aus Koblenz, ein Team aus Holzheim und die Campus Dragons des Leifheit Campus Nassau hatten abgesagt oder waren gar nicht erschienen. 

Die Männer und Frauen vom Grill.

In der kleineren Zehner-Klasse holte sich die erstmals teilnehmende „Schlossberg Padelcrew“ überraschend den dritten Platz, gefolgt von den „Vikings“ (Stiftung Scheuern) auf Platz vier sowie dem Team „Rock it“ (Firma Emde), den „Haihappen“ vom Nassauer Jugendtreff und den „Löwensteinern“ (Löwensteiner Medical) aus Bad Ems auf dem gemeinsamen fünften Platz. Platz sechs wurde ebenfalls dreimal vergeben: an die „DLRG Drachen“, die „Eisbären“ (Firma Lahntechnik Duotemp) und „Die Spartaner „ (Baumarkt Nassau). Als älteste Teilnehmerin des Rennens wurde Lore Arnold (84) vom NKC-Vorsitzenden Wiemann besonders geehrt. Reichlich Applaus und Zugabe-Rufe gab es außerdem für die jungen Frauen der Gruppe „Squad“, die vor der Siegerehrung unter der Leitung von Juliane König zwei tolle Tanzeinlagen präsentierten. 

Legten einen tollen Tanz auf die Bühne: Die Squads aus Nassau.
Rasante Rennen gingen auch im Zehner-Drachenboot über die Lahn.
NKC-Chef Kalli Wiemann in Aktion.

NKC-Chef Wiemann zog am Abend eine positive Bilanz: „Das war die  lebendigste Regatta, die wir jemals hatten. Es gab eine Kenterung, eine Havarie mit Motorbooten, einen verlorenen Drachenkopf und zwischendurch immer wieder Regenschauer. Und doch war es wieder ein unglaublicher Erfolg für den Nassauer Kanu-Club.“ Der Vorsitzende bedankte sich bei allen Helfern und Sponsoren, ohne die dieses sportliche Großereignis nicht durchführbar gewesen wäre. 
Zufrieden zeigte sich Wiemann auch mit dem zum zweiten Mal ausgetragenen „Elefanten-Rennen“ zwischen den vier „Dickschiffen“ des Vereins am Freitagabend. Hier konnte der Renn-Vierer „Erich Bruchhäuser“ vor dem Zehner-Holzcanadier „Edmund Noll“ sowie den beiden Drachenbooten den Sieg sichern. 

Das Elefantenrennen gewann souverän der NKC-Vierer „Erich Bruchhäuser“.
Sie sorgten dafür, dass keine Kehle durstig blieb.
Leckeren Kuchen gab es bei den NKC-Damen.


Afrika-Woche und 40-Jahr-Feier mit praktischem Nutzen: Die Schulleiter Raimund Krämer und Roswitha Zenker von der Grundschule und der Oranienschule in Singhofen überreichten Berthold Krebs und Dietmar Menze vom Arbeitskreis Nassau-Mabira des Dekanats Nassuer Land (von links) einen Spendenscheck in Höhe von genau 4100,75 Euro.

Bildende Nachwirkungen hatten das Schulfest der Grundschule und die Feier zum 40-jährigen Bestehen der Oranienschule in Singhofen: Stolze 4100 Euro, die dabei „erlaufen“ wurden, kommen einem Ausbildungsprojekt in Mabira in Tansania, dem Partnerdistrikt des evangelischen Dekanats Nassauer Land, zugute.

Die Leiter der beiden Schulen Raimund Krämer (Grundschule) und Roswitha Zenker (Oranienschule) übergaben den Spendenscheck an die Vertreter des Dekanats-Arbeitskreises Nassau-Mabira Berthold Krebs und Dietmar Menze. Letzterer hatte im Rahmen der dem Fest voran gestellten Afrika-Woche den Kindern gezeigt, wie deren Altersgenossen in dem tansanischen Gebiet leben. Zwei Informationen beeindruckten insbesondere: Die Klassen haben dort eine Größe um die 80 Schülerinnen und Schüler, und anschließend legen viele noch etliche Kilometer zurück, um Trinkwasser für ihre Familien von verschmutzten Wasserstellen in ihre Familien zu transportieren.„Ich mache solche Vorträge öfter, aber die Aufmerksamkeit und das Interesse der Schüler hier fand ich schon sehr faszinierend“, erinnerte sich Menze während der Spendenübergabe. „Es war wichtig, dass nicht nur das Lehrpersonal über Afrika erzählt“, unterstrich Krämer die Wirkung des Vortrags.

Zenker erinnerte an den erfolgreichen Spendenlauf rund um die Mehrzweckhalle für den Partnerdistrikt, an dem etwa 150 Kinder teilnahmen, die Spendenzwischen fünf und 300 Euro für ihre Runden akquirierten. Das Engagement der beiden Bildungseinrichtungen, von deren Kindern und Angehörigen, für das Beate Bubinger von der Grundschule die Idee lieferte, soll auch der Bildung in Mabira zu Gute kommen. Dietmar Menze stellte den beiden Schulleitern das auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Projekt MAVEC vor, mit dem Dank einer handwerklichen Ausbildung jungen Menschen eine Einkommens- und Lebensperspektive in ihrer Heimat geboten wird anstatt in Europa ihr Glück zu versuchen. „Wichtig ist uns, dass das in der Ausbildung erworbene Know-how im Land und den Heimatdörfern bleibt und dort weiter gegeben wird“, erläuterte Menze das Projekt, das mit der Afrika-Woche in Singhofen und dem Jubiläumfest unterstützt wird. „Wir setzen dabei aufs Gedeihen der kleinen zarten Pflanze des Mittelstandes“, so Menze. „Die wirtschaftliche Entwicklung der Partner muss von unten aufgebaut und entwickelt werden“, ergänzte Berthold Krebs.

Aufgrund der zuletzt zunehmend aufgetretenen Starkregenereignisse mit örtlichen Überschwemmungen und teilweise katastrophalen Auswirkungen hat das Land Rheinland-Pfalz die Erstellung von örtlichen Starkregenvorsorge- und Hochwasserschutzkonzepten veranlasst. Auch für den Bereich der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau soll ein solches Vorsorge- und Schutzkonzept aufgestellt werden. Ziel dieser Konzepte ist es, durch entsprechende Vorsorgemaßnahmen mögliche Schäden bei Sturzfluten und Hochwasserereignissen zu minimieren. Eine wirksame Vorsorge gelingt jedoch nur, wenn die Betroffenen bei der Umsetzung von Maßnahmen beteiligt werden. Um den Inhalt und Umfang von örtlichen Starkregenvorsorge- und Schutzkonzepten grundsätzlich vorzustellen und die Schritte zur Erstellung dieser Konzepte aufzuzeigen, findet am

Dienstag, 3. September, um 19 Uhr im Günter-Leifheit-Kulturhaus in Nassau

eine entsprechende Informationsveranstaltung statt, zu der die Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau alle interessierten Bürger einlädt. Neben dem beauftragten Ingenieurbüro wird auch das Informations- und Beratungszentrum Hochwasservorsorge Rheinland-Pfalz an der Informationsveranstaltung teilnehmen.

Seit Februar im Veranstaltungsplan der Stadt und in intensiver Vorbereitung durch das Awo-Team, startet das Jubiläumsfest der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Nassau am Sonntag, 18. August, um 11 Uhr im und um das Awo-Zentrum in der Schlossstraße 4. Zu Beginn unterhält Nico König die Besucher mit eingängigen Schlagern, bevor vom heimischen Gastronomen ein kräftiges Mahl auf den Mittagstisch kommt. In einer Feierstunde werden dann langjährige treue Mitglieder geehrt und den Abschluss bildet eine Kaffeetafel mit leckerem Kuchen aus der Backstube des heimischen Bäckers. Die Feier wird umrahmt vom Männerchor Nassau und den Sangesbrüdern aus Dienethal.

Bunt soll das Fest zu Ende gehen. Dazu lädt die Awo zum Luftballonwettbewerb ein. Um 16 Uhr werden im Hof des Awo-Zentrums die bunten Ballons aufsteigen. Wer früher kommt, kann seinen Ballon alleine auf die Reise schicken oder im Spiel-, Bastel- und Erlebniszelt mitmachen. Mehr Spaß haben aber alle, wenn um 16 Uhr viele bunte Ballons gemeinsam in den Himmel steigen. Es warten tolle Preise. Karten für das Nassauer Freibad, ein beleuchteter Kosmos-Globus, Memoryspiele zu Wald und Wiese, Awo-Basecaps und als weiterer Clou eine Turmführung im Nassauer Schloss für Kids mit Heike Pfaff.

Zum Fest für die ganze Familie haben sich prominente Besucher angesagt. Immer mehr Teilnehmer kündigen sich zum „Jahrmarkt der guten Taten“ an, der Information zu Vorsorge, Gesundheit, Rente, Gemeindepsychiatrie, Freizeit gemeinsam erleben, Heimat und Natur, Nachhaltigkeit und zu sonstigen Themen bietet. Besonders wichtig ist es der Awo, die bundesweit ihren 100. Geburtstag und in Nassau ihr 30-jähriges aktives Handeln feiert, dass sie die Nassauer für ein paar frohe Stunden zu ihrem Fest im und um das Awo-Zentrum in der Schlossstraße 4 begrüßen kann.

Am Freitag, 6. September 2019 spielt der Amerikaner Gregory McKoy ab 19 Uhr in der Galerie im Kunstcafé am Hexenturm in Nassau.

Blues & Soul – Musik, in der Seele geboren und im Herzen gewachsen. Im Zentrum der Musik der 70er hat er seine Liebe zur Musik gespürt, ein Sohn der Motown Ära- das ist Gregory McKoy aus den USA. Es waren Aretha Franklin und Al Green, die seine Kindheit begleiteten, mit ihm sangen und beeinflussten. Aufgewachsen als Sohn eines Pastors ist es die Harmonie des Gospels, die in großer Emotion auf den Tasten entsteht. Ein Abend, live und unvergesslich. Ein Abend mit Klang und Gefühl.

Der Eintritt ist kostenfrei, um eine Spende wird gebeten. Eine Reservierug wird empfohlen.

„Alles im Fluss“ war eine Paddeltour auf der Lahn überschrieben, zu der das evangelische Dekanat Nassauer Land eingeladen hatte. Religionspädagoge Ralf Skähr-Zöller freute sich, dass trotz angekündigtem schlechtem Wetter fast ein Dutzend Personen dem innovativen Angebot gefolgt war, um nicht nur in Bewegung zu kommen, sondern auch die eigene Achtsamkeit zu schulen.

Neue Perspektiven erschlossen sich den Teilnehmenden zwischen Obernhof und Dausenau sowohl was die Schönheit der Landschaft entlang der Lahn anbelangt als auch die gegenseitige Hilfe und Unterstützung. „Da war Teamwork in den Kanus angesagt“, berichtet Skähr-Zöller, der mit der Gruppe zudem noch eine schöne Pause in Nassau einlegte. Das befürchtete Unwetter blieb aus; Sonnenschein wechselte mit leichtem Regen, was der guten Laune und Freude unter den teilnehmenden Frauen und Männern keinen Abbruch tat. Vielmehr wurde am Ende der Wunsch nach einer Neuauflage einer Kanutour geäußert.

Der Verein Peregini lädt ein für Donnerstag, 15. August, ab 19.30 Uhr, zum traditionellen Arnsteiner Klosterstammtisch, der bei Anne Scherer im Weingut Arnsteiner Hof in Weinähr stattfindet. Vereinsmitglieder und Freunde von Kloster Arnstein haben Gelegenheit, sich zu einem Gedankenaustausch rund um das Kloster zu treffen. Besonders wichtiges Thema wird die letzte „Feinplanung“ zum großen Arnsteiner Klostermarkt am 17. und 18. August sein.
Alle, die bei den Klosterprojekten mitmachen möchten, sind herzlich willkommen – der Verein freut sich aber auch über Gäste, die einfach nur mal „hineinschnuppern“ und sich an den leckeren Lahnweinen und z. B. Annes Winzerhackbraten oder ihren berühmten Gemüse-Bratlingen erfreuen möchten.

Geschäftsbereichsleiter und 2. Beigeordneter Thomas Steffen bei seiner Begrüßung und Moderation. Fotos: Heinz Pfeifer

Die Erweiterung und Neugestaltung der musealen Ausstellung im Limeskastell erfuhr eine würdige Eröffnung. Etwa 100 geladene Gäste und sonstige Interessenten waren zugegen, als der 2. Beigeordnete der Ortsgemeinde Pohl, Prof. Thomas Steffen, die Gäste begrüßte und auf den Werdegang der Ausstellungserweiterung einging.

Steffen führte aus, dass das Limeskastell zwar in Pohl stehe, sich aber als Informationszentrum für alles betrachte, was es rund um den Limes und die römische Geschichte in der Region gebe. Dies zeige sich auch darin, dass inzwischen viele ehrenamtliche Helfer aus den umliegenden Orten sich hier in die Tätigkeitsfelder einbringen, aber insbesondere auch daran, dass nunmehr die Fundstücke aus Holzhausen, Marienfels und Hunzel hier ausgestellt würden und in einer beeindruckend schönen Ausstellung besichtigt werden können. Jedenfalls sei das Limeskastell Pohl mit der neuen professionellen und sehenswerten Ausstellung um eine Attraktion reicher und unbedingt einen Besuch wert. Dies ergebe sich auch für die Schulen, denen man jetzt anhand der Fundstücke die römische Geschichte und insbesondere in unserer Region begreifbarer anbieten könne. Hervorgehoben hat er auch das Engagement der im Limeskastell ehrenamtlich arbeitenden Gästeführer und bedankte sich bei ihnen.   

Viel Lob erntete Pohl, sein Limeskastell und die ehrenamtliche Helferschar auch von Christoph Kraus vom Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur aus Mainz. Landrat Frank Puchtler hob hervor, dass es toll sei, dass Pohl die Nachbargemeinden mit einbeziehe und hofft auf gute Gespräche bei der Mainzer Landesregierung zu der eingereichten Potenzialstudie. Der Leiter der Direktion Landesarchäologie in der Außenstelle Koblenz Dr. Peter Henrich eröffnete dann die neue und erweiterte Museumsausstellung, für die er zusammen mit seiner Co-Kuratorin Dr. Jennifer Schamper verantwortlich zeichnet, und stellte die Funde vor. Er lobte insbesondere die gute Zusammenarbeit mit den regionalen Firmen, die zu der beeindruckenden Ausstellung beigetragen hätten. Ein weiteres Highlight wird an Limes Live am 14. September präsentiert. Es gibt einen Comic, in dem Kindern die Fundstücke erklärt werden, aber so, dass man es lachend erlernt und versteht. Eine Teilnehmerin an einem Freiwilligen Sozialen Jahr in der Landesarchäologie hat ihn gestaltet. Supertoll !

Zum Supercup konnte der BVB-Fanclub „Rhein-Lahn 09“ seinen Mitgliedern insgesamt 52 Karten anbieten. Nachmittags ging es ab den üblichen Haltestellen in Singhofen, Nassau, Dausenau, Bad Ems und Montabaur los zu dem mit Spannung erwarteten Aufeinandertreffen zwischen dem BVB und dem FC Bayern München. 
Die Mitglieder wurden zu Beginn von den Vorstandsmitgliedern Björn Lehmler, Rike Emmel und Daniela Martin begrüßt und auf die Fahrt eingestimmt.  Trotz Staus erreichte der Fanclub frühzeitig und mit guter Stimmung das Ziel.
Nach ausgiebiger Stärkung an den zahlreichen Ständen vor dem Stadion wurden zeitnah die Plätze aufgesucht, die fast alle im Südbereich lagen.
Neben 20 Stehplätzen auf der legendären Südtribüne hatten die Rhein-Lahner auch Sitzplätze auf den angrenzenden Tribünen. Das erste Pflichtspiel 2019/2020 gewann der BVB dann mit 2:0 und konnte so den ersten „kleinen“ Titel der Saison sichern. Entsprechend gut war die Stimmung auf der Rückfahrt, bei der wie gewohnt den Gewinnern des Tippspiels BVB-Fanartikel überreicht wurden.
Ein Dank für die tolle Fahrt geht an den zuverlässigen Partner bei Busreisen, das Unternehmen „Modigell & Scherer“ aus Neuhäusel. 

Wer Interesse an einer Mitgliedschaft hat, schreibt eine E-Mail an info@rheinlahn09.de oder ruft unter 0177/4629142 an. Weitere Infos und News unter www.rheinlahn09.de oder bei Facebook.

Nach den Sommerferien ist es so weit: der tonArt Jugendchor startet mit neuer Spitze voll durch, und das sogar in Doppelbesetzung. Mit Ricarda Belz und Susanne Köhler hat der Chor zwei kompetente Leiterinnen an Bord geholt, die den Jugendchor erneut aufleben lassen wollen. 

Das Repertoire soll gemeinsam mit den jungen Sängern erarbeitet werden, denn der Spaß am gemeinsamen Singen steht an vorderster Stelle.   Jeder darf und soll sich einbringen, zum Beispiel mit entsprechenden Liedvorschlägen. Wer mitsingen möchte, ist bei einem Info-Abend am Freitag, 16. August, um 17.30 Uhr im Leifheit Campus in Nassau willkommen. Auch interessierte Eltern sind dazu herzlich eingeladen. Weitere Informationen im Netz unter www.tonartisten.de oder schriftlich per WhatsApp mit dem Kennwort JUGENDCHOR an 01713338587.

Äbtissin Gerontissa Diodora Stapenhorst : Dankbar für diesen Ort. Foto: Bistum Limburg

Byzantinische Gesänge klingen in der kleinen Kapelle der alten Klosteranlage Arnstein. Dezenter Weihrauchduft erfüllt den Raum, in dem jetzt vor dem Altarraum Ikonen zu sehen sind. Durch die Kapellenfenster scheint die Abendsonne. Eine mystische Atmosphäre. Eins der alten bleiverglasten Fenster ist verziert mit einem Alpha und einem Omega. Wie gut passen die griechische Buchstaben als Synonym für Gott und insbesondere für Christus als den Ersten und Letzten zu dieser Gebetszeit und zu den „Neuen“ im Kloster Arnstein, die Orthodoxe Schwestern sind.

Ihre Äbtissin ist Gerontissa Diodora Stapenhorst. Sie stammt aus Deutschland, hat allerdings mehr als 30 Jahre in Griechenland gelebt. Sie ist seit 1995 Äbtissin und „Gerontissa“, was so viel bedeutet wie geistliche Mutter, zunächst im Kloster des Heiligen Kreuzes in Theben und später im Kloster des Heiligen Georg in Karditsa in Griechenland. „Während meines Kunststudiums in Berlin bin ich über ein Stipendium nach Griechenland gekommen, und die Wärme und die Herzlichkeit der Menschen dort haben mich einfach umgehauen“, erzählt die Äbtissin freimütig. Besonders die Freude am Glauben dort habe sie inspiriert. Die Äbtissin hat neben Kunst auch Theologie und Jura studiert.

Unter ihren bisher 12 Mitschwestern, die aus unterschiedlichen Ländern wie Griechenland, Deutschland, Israel, Georgien, Russland, Zypern oder Frankreich kommen, sind Hochschulabsolventinnen der Philosophie, der Theologie oder auch der Tiermedizin. „Jede Nonne bringt sich mit ihren eigenen Gaben ins Klosterleben ein. Wir sind eine Familie, in der jeder mithilft“, erklärt Gerontissa Diodora. Schwester Louisa beispielsweise wird sich um die Bienenvölker kümmern, die bald kommen sollen. Künstlerisch und musisch begabte Schwestern werden sich um die geplante Ikonenwerkstatt und um Workshops zu byzantinischer Musik kümmern. Und auch über Angebote für Jugendliche oder junge Familien denken die Schwestern nach. Aber zunächst wollen sie „hinschauen und spüren“, was vor Ort gebraucht wird: „Wir wollen hier nicht irgendwas durchziehen, sondern schauen, warum Gott uns an diesen Ort geschickt hat“.

Gastfreundschaft „in Christo“ ist international

Ansprechbar für Besucher sind alle Schwestern, die meisten sprechen deutsch, einige lernen es gerade. „Wir können auf vielen Sprachen ins Gespräch mit unseren Gästen kommen – deutsch, englisch, französisch, griechisch, georgisch, russisch, sogar hebräisch“. Die Gebete wollen sie bald alle auf Deutsch sprechen, mit den Gesängen ist das nicht ganz so einfach, erklärt Äbtissin Diodora, „das muss sich mit der Sprachmelodie vereinen lassen, und zum Teil fehlen uns noch die Übersetzungen.“

Und als Besucher merkt man schnell, dass Gastfreundschaft „in Christo“ eine internationale Sprache ist. Das sind zum einen kleine Gesten, wenn man mit einem Lächeln empfangen wird, die Sorge um das Wohl der Gäste mit Speisen und Getränken und die Selbstverständlichkeit, mit der sie mitbeten dürfen; zum anderen ist es ein Willkommensein, das ohne Worte spürbar ist. „Weil wir glauben und leben, dass Christus im Nächsten ist. Wir erkennen Christus in jedem Besucher“, erklärt die Äbtissin im Gespräch. Ein Moment, der anrührt, weil er ernst ist. Weil es ihr und ihren Schwestern ernst ist mit dem Evangelium, mit der Botschaft von der Liebe Gottes.

Die Klausur stehe dabei nicht im Widerspruch zu Gastfreundschaft: „Die Klausur brauchen wir, um in der Ruhe Gott zu begegnen, aber das schließt nicht aus, offen zu sein, Menschen bei sich zu empfangen und willkommen zu heißen.“ Beides, sowohl Gott im Gebet als auch Menschen in Gesprächen zu begegnen sei eine große Bereicherung.

Dankbar für diesen wunderschönen Ort

Am Gedenktag des Heiligen Dionysios im vergangenen Jahr traf die Äbtissin einen Jesuitenpater. Sie erzählte ihm von ihrer Suche nach einem etwas größeren Kloster. Zu dieser Zeit waren die Nonnen noch in Hildesheim. Zu ihrer Überraschung bekam sie bereits kurz darauf die Rückmeldung, dass bald ein Kloster leerstehen würde, für das es bislang keine Interessenten gäbe. Mit Weihbischof Dr. Thomas Löhr und der Ordensreferentin der Diözese, Schwester Agnes Lanfermann, nahm die Idee dann Gestalt an: „Wir sind allen sehr dankbar. Dankbar für diesen wunderschönen Ort. Inmitten der Natur zu sein, umgeben von Wäldern und dieser Ruhe. Es ist ein großes Geschenk. Wir hatten sofort das Gefühl, hier stimmt es“, beteuert die Äbtissin, die nach wenigen Wochen in Obernhof schon angekommen zu sein scheint. Dabei helfen sicher auch die Rituale der Gemeinschaft. Neben der Arbeit gibt es feste Gebetszeiten. Vor Tagesanbruch um 4 Uhr gibt es eine erste Gebetszeit, das Mitternachtsgebet, von 7 bis 10 Uhr ist die nächste Gebetszeit mit dem Morgenlob und der „Göttlichen Liturgie“, um 17 Uhr wird die Vesper gefeiert und nach dem Abendessen steht noch eine kleine Komplet, ein Abendgebet, an.

Dieser Ort in Obernhof als Ort des Gebets und der Gastfreundschaft, über lange Zeit von den Arnsteiner Patres belebt, ist nun wieder genau das: ein Ort des Gebets und der Gastfreundschaft. Der Name allerdings ist jetzt natürlich ein anderer: Das Kloster ist benannt zu Ehren eines großen Bekenners des Glaubens und Heiligen Menschen und heißt „Heiliges Kloster Dionysios Trikkis & Stagon“.

Geistliche Väter und Glaubenszeugen

Geistliche Väter spielen in orthodoxen Klostergemeinschaften, sogenannten Koinóbien, eine große Rolle. Der aus Thessalien stammende Archimandrit Dionysios, Gründer vieler Klöster in verschiedenen Ländern, von Amerika bis Norwegen, ist beispielsweise der geistliche Vater von Äbtissin Diodora und ihrer Gemeinschaft, ihr Gerontas. Der Titel Archimandrit bedeutet Vorsteher oder Hirte einer klösterlichen Gemeinschaft.

Benannt ist das Kloster hoch über der Lahn zu Ehren des Metropoliten Dionysios Trikkis & Stagon, der während des Zweiten Weltkrieges nach Deutschland ging, um seinen Landsleuten in den Konzentrationslagern beizustehen. Obwohl er mehrfach zum Tode verurteilt wurde, überlebte er das Nazi-Regime. Hier verweist Äbtissin Diodora auf Parallelen zum Glaubenszeugnis von Alfons Spix, dem Superior der Arnsteiner Patres, der polnischen Zwangsarbeitern geholfen hatte und dafür ins KZ Dachau kam, wo er an Hunger und Entkräftung starb.

Das Ego überwinden

Die Spiritualität der zölibatär lebenden Gemeinschaft ist stark geprägt vom Gebet und den Sakramenten. Um dabei eins mit Christus zu werden, gelte es, so der Archimandrit Dionysios, das Ego zu überwinden. In einem veröffentlichen Interview erklärt er, dass es für orthodoxe Christen ein Lebensziel sei, ihren „inneren Feind“ zu überwinden. „Das Ego ist die Blüte, die aus dem Tod der Liebe hervorgeht. Töten wir die Liebe, ist das Ego das Ergebnis“, heißt es dort.  Dabei sei die Versuchung groß, das eigene Ego oder materielle Güter zum Gott zu erheben. Dieser Versuchung zu widerstehen, sei ein Mysterium.  Der Weg dorthin führe über die Liebe. „Liebe macht uns bereit, für die Sünden anderer zu bezahlen, so wie Christus es tat. Das ist Liebe“, heißt es. „Wir sind da, bieten uns allen an, empfangen jeden, lieben, dienen, beten für alle, sind bereit in jedem Augenblick zu sterben, und sind darin vollkommen und hundertprozentig frei. Alles dies sind Früchte der Liebe, weil wir selbst zum Quell der Liebe werden.“ Die Quintessenz dieses Interviews lässt sich vielleicht wie folgt beschreiben: Die Liebe Christi als „das A und O“, das Alpha und das Omega.

DRK-Geschäftsführer Hubertus Sauer (zweiter von rechts) und die verantwortlichen Baustellenleiter erläuterten Landrat Frank Puchtler (ganz rechts) und Stadtbürgermeister Manuel Ligouri (zweiter von links) – hier an der künftigen Desinfektionshalle – den aktuellen Stand der Arbeiten im Neubau der Rettungswache Nassau. Foto: Rhein-Lahn-Kreis

Riesenfortschritte macht der Neubau der neuen DRK-Rettungswache in Nassau. Schon am 25. Oktober könne die Einweihung gefeiert werden, so der Geschäftsführer des DRK-Rettungsdienstes Rhein-Lahn-Westerwald gGmbH, Hubertus Sauer, beim Baustellenbesuch von Landrat Frank Puchtler und Stadtbürgermeister Manuel Ligouri.

Der Rhein-Lahn-Kreis ist Hauptfinanzier der Rettungswache. 75.000 Euro gab es für den Grundstückankauf nahe der Nassauer Sportanlage „Auf der Au“ sowie einen Zuschuss von 825.000 Euro für den Neubau, was 75 Prozent der gesamten Baukosten ausmacht. Die erst 1997 errichtet bisherige Rettungswache war mittlerweile zu klein und entsprach längst nicht mehr den heutigen Anforderungen. Da das Grundstück für eine Erweiterung oder  alternativen Neubau nicht geeignet war, entschloss man sich einmütig für einen Neubau, dessen „Erster Spatenstich“ im Sommer 2018 gefeiert wurde. Derzeit läuft der Innenausbau – Fußböden, Sanitäranlagen, Ausstattung etc. – auf Hochtouren.

Landrat Puchtler zeigte sich beim Rundgang mit dem Baufortgang sehr zufrieden. Die günstige Lage des Gebäudes, der Erhalt des Standorts Nassau, aber auch die Ausstattung der Rettungswache entsprechend der aktuellsten Vorgaben, zeigten, dass hier zum Wohle der Menschen im Rhein-Lahn-Kreis verantwortungsvoll investiert werde. Zur Ausstattung gehören unter anderem eine Wasch- und Desinfektionshalle für die vier Einsatzfahrzeuge oder auch getrennte Schlafräume für die Mitarbeiter.

Der DRK-Rettungsdienst ist auch ein beachtlicher Arbeitgeber: Für insgesamt 16 Mitarbeiter sowie sechs Auszubildende wird die Rettungswache ihre zweite Heimat sein. Rund um die Uhr besetzt, wird künftig von hier aus die rettungsdienstliche Versorgung der Bevölkerung in der Region sichergestellt. Zusätzlich wird dem Betreiber des Notarztstandortes Singhofen (Rescue GbR) ein Notarzteinsatzfahrzeug mit rettungsdienstlichen Fachpersonal der Rettungswache Nassau zur Verfügung gestellt. Übrigens: Die Nassauer DRK-Mitarbeiter haben jährlich rund 5000 Einsätze zu bewältigen.

Mit kräftigen Paddelschlägen durchpflügen die Drachenbootfahrer die Lahn. Foto: Gaby Henke

Rund 450 Sportlerinnen und Sportler nehmen an der 12. Nassauer Drachenbootregatta am Samstag, 17. August, ab 12 Uhr auf der Lahn teil. Jeweils zehn Mannschaften treten im 20er-Drachenboot und im kleineren 10er-Drachenboot gegeneinander an. Damit ist die Meisterschaft erneut ausgebucht. „Dies hatte sich schon beim Treffen der Teamkapitäne im März abgezeichnet“, freut sich der Vorsitzende des ausrichtenden Nassauer Kanu-Clubs (NKC) Kalli Wiemann.

Mit diesem guten Meldeergebnis sieht sich Wiemann darin bestätigt, dass der NKC vor knapp zwei Jahren ein 10er-Drachenboot angeschafft hat. Hintergrund war, dass sich immer weniger Mannschaften in der Lage sahen, die Zahl von 20 Mitfahrern zusammenzubringen. Mit dem kleineren Drachenboot ist es seit dem letzten Jahr möglich, dass auch kleinere Teams an der Nassauer Drachenbootmeisterschaft teilnehmen können. Gefahren werden insgesamt 40 Rennen im Abstand von acht Minuten auf einer 270 Meter langen Strecke, und zwar lahnaufwärts zwischen Kaltbachmündung und Kettenbrücke. Am Abend steht dann fest, wer sich Drachenbootmeister 2019 nennen darf.

Außerhalb des Wettbewerbs bietet der Nassauer Kanu Club auch wieder das beliebte Kinderrennen an. Einer der Höhepunkte wird aber zuvor der Lauf der Herzen sein. In diesem tritt ein All Star Team aus allen Mannschaften gegen das Team der Stiftung Scheuern, die „La ola Welle“, an. Da zu erwarten ist, dass die Bewohner der Stiftung Scheuern wieder all ihre Kraft in das Rennen legen werden, liegt es auf der Hand, dass sie auch in diesem Jahr den Lauf gewinnen könnten.

Der Nassauer Kanu Club erwartet bis zu 2000 Zuschauer, die das in dieser Größenordnung einmalige Spektakel an der Lahn verfolgen werden, dazu gehören jede Menge Freunde und Kollegen der Teams, aber auch unzählige sportlich interessierte Zuschauer. Gegen 20 Uhr ist die feierliche Siegerehrung geplant, bei der jedes Team eine Urkunde und einen Pokal erhält. Die drei erstplatzierten Mannschaften bekommen zusätzlich Medaillen.

Noch ein wenig Statistik: Die teilnehmenden Paddler fahren in den vielen Rennen insgesamt 21.600 Meter und benötigen dafür rund 8000 Paddelschläge. Starke Teams schaffen eine Höchstgeschwindigkeit von 15 bis 18 km/h.

Bereits am Freitagabend, 16. August, um 19 Uhr findet ein weiteres Event auf der Lahn statt: das in Deutschland einzigartige „Elefantenrennen“. Hierbei gehen insgesamt fünf unterschiedliche Bootsklassen mit 54 Sportlern an den Start. Alle Dickschiffe (Elefanten) des Vereins sind im Einsatz: das 20er-Drachenboot, das 10er-Drachenboot, das Vierer-Rennkajak, der 10er-Wandercanadier „Edmund Noll“ und ein 10er-SUP von Alahna Beach Fachbach. Alle zusammen in einem Rennen — das dürfte deutschlandweit einmalig sein. Dazu Vereinschef Wiemann: „Dieses Rennen macht dem Namen des 10er-Drachenboots alle Ehre. Das ist der Spirit of Nassau!“

Wiemann weist außerdem darauf hin, dass die nach seinen Angaben „größte Wassersportveranstaltung auf und an der Lahn“ nur von ehrenamtlichen Helfern rund um den Nassauer Kanu-Club 1950 gestemmt wird. „Nur mit ihnen, den zahlreichen Sponsoren und der Stadt Nassau ist es überhaupt möglich, solch ein Event auf die Beine zu stellen. Als Vorsitzender des Vereins möchte ich mich ganz herzlich bei allen Helfern und Sponsoren bedanken und diese Teamleistung als etwas ganz Besonderes hervorheben. Ohne diese grandiose ehrenamtliche Leistung würde es dieses einzigartige Event in Nassau nicht geben. Der Nassauer Kanu Club freut sich auf eine sportlich faire und schöne Regatta und fiebert dem Moment entgegen wenn es heißt: Are you Ready Attention Go!“

„Ehrenamtliche gewinnen – aber wie?“ heißt ein Seminar der evangelischen Ehrenamtsakademie Rhein-Lahn am Samstag, 10. August ab 9.30 Uhr in Dausenau. „Ehrenamtliches Engagement ist ein wesentliches Element unserer Kirche“, sagt Claire Metzmacher, Bildungsreferentin des Dekanats Nassauer Land und Leiterin der Akademie, und nennt Kirchenvorstand, Gemeindegruppen, Kindergottesdienst, musikalische Gruppen und Besuchsdienste als Beispiele. „Was wären wir ohne Menschen, die sich mit Herzblut einsetzen für ihr christliches Ehrenamt!“

Wie es gelingt, Ehrenamtliche zu gewinnen für neue Aufgaben, als Nachfolge für diejenigen, die aus unterschiedlichen Gründen ausscheiden, dafür beleuchtet das Seminar mit Referentin Ina Wittmeier von der Ehrenamtsakademie der EKHN in Darmstadt Wege und Möglichkeiten. Motivation und eine Kultur der Wertschätzung sind dabei wichtige Faktoren.

Der Vormittag bis 12.30 Uhr ist ganz dem Thema gewidmet; anschließend sind die Teilnehmenden zu einem Mittagessen eingeladen. Danach besteht die Möglichkeit, die historische St. Kastorkirche im Rahmen einer Führung näher kennen zu lernen. Bei der Anmeldung, die aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl erforderlich ist, sollte angegeben werden, ob man am gesamten Tagesprogramm teilnehmen möchte oder etwa ohne Mittagessen oder Kirchenführung. 

Anmeldungen und nähere Informationen bei Bildungsreferentin Claire Metzmacher, Bad Ems, Telefon 02603-5099244, E-Mail claire.metzmacher.dek.nassauer.land@ekhn-net.de

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