Bei einem Verkehrsunfall heute, Sonntag, um 12.50 Uhr auf der B 260 zwischen Nassau und Singhofen ist eine eine 23-jährige Kradfahrerin aus Koblenz schwer verletzt worden. Sie war in einer Linkskurve aus bisher ungeklärter Ursache in den Gegenverkehr geraten und dort mit einem Pkw zusammengestoßen. Die Kradfahrerin musste wegen der Schwere ihrer Verletzungen mit dem Hubschrauber in ein Krankenhaus nach Koblenz geflogen werden. In dem entgegenkommenden Pkw wurde der Beifahrer leicht verletzt. Die B 260 war wegen der Verkehrsunfallaufnahme für mehrere Stunden voll gesperrt.

Kultur im Kastell geht weiter

Foto: Veranstalter

Das Limeskastell Pohl setzt seine Reihe „Kultur im Kastell“ nach sechs Monaten Corona-Pause fort, wenn auch unter besonderen Bedingungen. Während dieser verordneten Zwangspause mussten die Konzerte mit Michael Raeder, Ulla Meinecke, Sofia Talvik, Lulo Reinhardt, der Open-Air-Music-Brunch mit Hanne Kah und The Limpets und auch die Tage für lebendige Geschichte mit Limes Live leider abgesagt werden. Am Samstag, 5. September, um 20 Uhr gilt es, die Band Jeanine Vahldiek mit der Harfe und ihrer „Gute-Laune-Tour“ im Kastell zu erleben.

Im September 2018 waren sie schon einmal zu Gast im Limeskastell. Jetzt kommen sie mit ihrem neuen nunmehr fünften Album »Kitschig Wunderbar« wieder und treffen genau ins Herz und in die Seele. Durch ihre besondere Musik und die erfrischende Art wird sofort klar: egal wie der Tag war, diese Gute Laune-Tour wirkt. Nähere Einzelheiten zur Band unter www.jeanine-vahldiek.com

Auszüge aus Presse-Berichten:

»Das gesamte Konzert entpuppte sich als musikalisches Plädoyer für positives Denken, Fröhlichkeit, Mut, Ehrlichkeit und Lebenslust.«

»Es ist immer wieder ein schönes Gefühl, wenn man nach einem Konzert nicht nur rundum zufrieden mit dem Erlebten war, sondern sogar überzeugt ist, an diesem Abend Zeuge von etwas ganz Besonderem gewesen zu sein.«

Corona-bedingt sind folgende Besonderheiten zu beachten, insbesondere AHA – Abstand, Händedesinfektion, Atemschutzmaske

Das Konzert findet mit 30 Sitzplätzen statt, die möglicherweise schon im Vorverkauf vergriffen sind. Telefonische Kartenbestellungen sind zu den Öffnungszeiten im Kastell oder jederzeit per Mail möglich. Die Karten werden bis 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse reserviert. Falls der Auftritt wegen veränderter Pandemie-Bedingungen abgesagt werden muss, wird der Eintrittspreis in den Vorverkaufsstellen erstattet. Alle Besucher müssen sich vor dem Konzert registrieren. Am zugewiesenen Sitzplatz kann die Mund-Nasen-Maske abgenommen werden. Beim Verlassen des Platzes ist eine Maske zu tragen. In der Pause sowie vor- und nach dem Konzert ist für ein angemessenes Catering gesorgt.

Eintritt: 14 EUR (für Schüler*innen, Studierende, Auszubildende: 12 EUR). Bestuhlt (freie Platzwahl). Einlass ist ab 19.15 Uhr. Die Abendkasse öffnet um 18.45 Uhr. Tickets gibt es im Vorverkauf bei Bücherland, Römerstraße 35-37, 56355 Nastätten (Tel.: 06772 960097) und Buchhandlung Jörg, Amtsstraße 13, 56377 Nassau (Tel.: 02604 356). Sie sind auch im Kastell an der Abendkasse erhältlich oder unter www.eventim.de (kleine Gebühr möglich). Vorherige Kartenreservierungen sind möglich im Kastell zu den Öffnungszeiten persönlich bzw. telefonisch (06772 9680768) oder jederzeit per Mail (officium@limeskastell-pohl.de).Reservierte Karten werden bis 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse bereitgehalten. (Text: Heinz Pfeifer)

Biber Hermann. Foto: Veranstalter

Nach 2017 spielt Biber Herrmann am Samstag, 19. September, um 20 Uhr zum zweiten Mal im Pohler Limeskastell und bringt als Special Guest Anja Sachs mit. Biber Herrmann ist einer der authentischsten und wichtigsten Folk-Blues-Künstler in Deutschland und darüber hinaus. Den traditionellen Blues spielt er mit einer Lebendigkeit, die Herz und Seele berührt. Der Musiker zählt mit über 100 Konzerten pro Jahr zum festen Kern der europäischen Gitarren-Szene. Er steuert mit rauchiger Stimme und Gitarre auf die verborgenen Winkel der Seele zu, erzählt von Liebe und Brüchen, von Neuanfängen und dem unbedingten Drang, seinen eigenen Träumen zu folgen. Dabei richtet er den Blick ebenso auf die politisch-soziale Weltbühne und bezieht Stellung.

Konzertbesucher erleben Biber Herrmann als einen Geschichten-Erzähler, der, mit einer guten Prise Humor ausgestattet, im Leben „On The Road“ seine Bodenhaftung behalten hat. Greift der Saitenzauberer zur Blechgitarre, zelebriert er einen leidenschaftlichen Blues, bei dem die Zeit stillzustehen scheint. Biber Herrmann vereinigt Singer/Songwriter-Poesie, virtuose Fingerstyle-Gitarre und akustischen Blues zu einer exquisiten Mischung. Weitere Informationen unter www.biber-herrmann.de.

Pressestimme zu Biber Herrmann:

«Das Publikum reagiert begeistert. Diese Euphorie hält über das ganze Konzert an und verwandelt sich dann und wann in andächtige Stille, wenn Biber Herrmann eine seiner Balladen vorträgt.« (Wiesbadener Tagblatt)

Für die Veranstaltung gelten Corona-bedingt folgende besondere Vorgaben, um deren Beachtung gebeten wird. Das Konzert findet mit 30 Sitzplätzen statt, die möglicherweise schon im Vorverkauf vergriffen sind. Telefonische Kartenbestellungen sind zu den Öffnungszeiten im Kastell oder jederzeit per Mail möglich. Die Karten werden bis 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse für Sie reserviert. Falls der Auftritt wegen veränderten Pandemie-Bedingungen abgesagt werden muss, wird der Eintrittspreis an den Vorverkaufsstellen erstattet. Alle Besucher müssen sich vor dem Konzert registrieren. Am zugewiesenen Sitzplatz kann die Mund-Nasen-Maske abgenommen werden. Beim Verlassen des Platzes ist eine Maske zu tragen. In der Pause sowie vor und nach dem Konzert ist für ein angemessenes Catering gesorgt.

Eintritt: 15 EUR (für Schüler*innen, Studierende, Auszubildende: 13 EUR). Bestuhlt (freie Platzwahl). Einlass ist ab 19.15 Uhr. Die Abendkasse öffnet um 18.45 Uhr. Tickets gibt es im Vorverkauf bei Bücherland, Römerstraße 35-37, 56355 Nastätten (Tel.: 06772 960097) und Buchhandlung Jörg, Amtsstraße 13, 56377 Nassau (Tel.: 02604 356). Sie sind auch im Kastell an der Abendkasse erhältlich oder unter www.eventim.de (kleine Gebühr möglich). Vorherige Kartenreservierungen sind möglich im Kastell zu den Öffnungszeiten persönlich bzw. telefonisch (06772 9680768) oder jederzeit per Mail (officium@limeskastell-pohl.de). Reservierte Karten werden bis 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse bereitgehalten.  (Text: Heinz Pfeifer)

Bei einem Verkehrsunfall am Mittwoch gegen 18.15 Uhr auf der Obernhofer Straße in Seelbach ist ein Autofahrer so schwer verletzt worden, dass er mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden musste. Wie die Polizei berichtet, war der Unfallverursacher auf ein abgestelltes Wohnmobil aufgefahren. Die Beifahrerin des abgestellten Wohnmobils wurde ebenfalls leicht verletzt. Die Ermittlungen der Verkehrsunfallursache dauern noch an. Hierzu wird ein Verkehrsunfallgutachten erstellt, so die Polizei.

Pkw fährt gegen Hauswand

Ein Pkw ist am heutigen Montag gegen 11.35 Uhr in der Amtsstraße in Nassau zunächst über zwei Absperrpoller gefahren und im Anschluss gegen eine Hauswand gekracht. Nach ersten Ermittlungen vor Ort verwechselte die 79-jährige Fahrzeugführerin den Vorwärts- mit dem Rückwärtsgang des Automatikgetriebes. Bei dem Unfall wurde niemand verletzt. Des Weiteren entstand nur relativ geringer Sachschaden.

Foto: Thomas Steffen

Am vergangenen Wochenende war Premiere. Das Limeskastell Pohl zeigte im Innenhof um den gebauten Lehmbackofen und Brunnen römisches Handwerk in einem Soldatenkastell. Angie Bender alias Silvana und Thomas Ochsmann alias Gajus Octavius haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Kleinigkeiten im Hintergrund zu zeigen, die eine gut geölte Militär- und Verwaltungsmaschinerie erst ermöglichen. 

Er als römischer Schmied repariert alles, was niet- und nagelfest sein muss und stellt vom Schwert über das Kettenhemd, Nägel, Haken, bis zur Beleuchtungsschale alles her, was dringend benötigt wird. Sie stellt Wolle her und webt Stoffe, denn fachgerecht verarbeitete Wolle ist spätestens im Herbst und Winter von unschätzbarem Wert. Nebenbei backen die beiden nach römischen Rezepten Brot im Lehmofen und lassen die Besucher gerne davon probieren.

Da im Jahr 2020 aus bekannten Gründen keine Großveranstaltungen im Kastell stattfinden können, will das Limeskastell mit einer kleineren Nummer die Römerwelt präsentieren, und zwar an jedem zweiten Wochenende im Monat im Innenhof des Kastells. Wie Nägel geschmiedet und Socken hergestellt werden, erklären die beiden Re-Enactors noch einmal an den Wochenenden 12./13. September und am 10./11. Oktober und an einem Sondertermin am 26./27. September zu den Kastell-Öffnungszeiten von 10 bis 18 Uhr.

Heinz Pfeifer

Spendenübergabe beim NKC Nassau: Links Vereinschef Kalli Wiemann, rechts Stadtbürgermeister Manuel Liguori zusammen mit den vier spendablen Campern. Foto: NKC

Am Bootshaus des Nassauer Kanu Club (NKC) 1950 ist es jetzt zu einem Treffen der besonderen Art gekommen. Eine vierköpfige Delegation der Drachenbootmannschaft „Nassauer Camper“ hatte den Vorsitzenden des NKC Kalli Wiemann um einen Termin gebeten, zu dem sich auch der Nassauer Stadtbürgermeister Manuel Liguori hinzu gesellte. Völlig unerwartet wurde dem Nassauer Kanu Club eine großzügige Spende überreicht, die die eifrigen vier Nassauer Camper bei ihren Campingplatz-Freunden gesammelt hatten.

Nicht nur der Vorsitzende, sondern auch der Stadtbürgermeister waren sichtlich begeistert von dieser großzügigen Geste. Der Campingplatz Nassau stellt seit vielen Jahren ein Team bei der Nassauer Drachenbootmeisterschaft. Als „Nassauer Camper“ gehen sie seit der  erster Stunde an den Start. Die außergewöhnliche Klasse des kampfstarken Teams haben sie im Jahre 2018 mit der Vizemeisterschaft in der Königsklasse „20er Drachenboot“ unter Beweis stellen können. Lediglich gegen den Rekordmeister der Judo Dragons mussten sie sich geschlagen geben.

Neben der außergewöhnlichen Treue zur Regatta zeigten sie sich jetzt als besondere Freunde des NKC. Kalli Wiemann bedankte sich ganz herzlich im Namen des Vorstandes und der Mitglieder mit einer kleinen Aufmerksamkeit.

Beamte der Polizeiinspektion Bad Ems haben am Freitag Motorradkontrollen in Nassau, auf der B 417, Hollerich, und in Fachbach-Oberau, B 260, in beiden Fahrtrichtungen durchgeführt. Ziel war es, die Eignung der Fahrzeugführer und den technischen Zustand der Fahrzeuge zu prüfen. Weiterhin wurde die Möglichkeit genutzt, mit den Zweiradfahrern Präventionsgespräche zu führen.

Aufgrund der guten Wetterlage hatten sich viele Biker auf Tour begeben und die beliebten Strecken des Rhein-Lahn-Kreises aufgesucht. Es wurden 106 Motorräder angehalten und einer Kontrolle unterzogen. Gegen zwei Motorradfahrer und -halter mussten Anzeigen wegen mangelhafter Bereifung vorgelegt werden. Weiterhin wurden zwei Ordnungswidrigkeitenanzeigen aufgrund technischer Veränderungen und damit verbundener Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit bzw. der Umwelt vorgelegt. Der Betrieb wurde untersagt, und die Fahrzeugführer mussten ihr Zweirad von der Kontrollstelle abholen lassen.

Ein Motorradfahrer fiel auf, weil er keine Fahrerlaubnis besaß. Gegen ihn wurde eine Strafanzeige erstattet. Zwei Motorradfahrer trugen verbotenerweise Skihelme. Auch ihnen wurde die Weiterfahrt untersagt. Weitere 18 Zweiradfahrer wurden verwarnt. elf Fahrzeugführer müssen eine Mängelbeseitigung im Rahmen eines Mängelberichtsverfahrens nachweisen.

Die Polizei weist nochmals besonders daraufhin, dass viele technische Veränderungen, insbesondere Veränderungen der Schalldämpferanlagen und Eingriffe in die Brems- und Lenkeinrichtung, zum Erlöschen der Betriebserlaubnis führen. In diesen Fällen wird die Weiterfahrt untersagt. Auf die Betroffen kommt ein hohes Bußgeld, Kosten für ein Sachverständigengutachten und Verwaltungsgebühren zu. Weiterhin steht dem Motorradfahrer für den Zeitraum bis zur Erteilung einer Betriebserlaubnis sein Motorrad für die Ausübung seines Hobbys nicht zur Verfügung.

Der Nassauer Kanu-Club (NKC) lädt alle Mitglieder und interessierte Gäste zu einer Sommerfahrt am Sonntag, 9. August, ein. Gefahren wird eine 18 Kilometer lange Strecke von Runkel nach Diez. Die Teilnehmer treffen sich um 9 Uhr am Bootshaus in Nassau, um die Boote zu verladen und von dort aus gemeinsam mit privaten Pkw nach Runkel zu fahren. Unterwegs ist eine Mittagsrast geplant. Interessenten melden sich an bei NKC-Wanderwart Rolf Goeckel unter Tel. 0160 976 27 495 oder rolfgoeckel@gmail.com.

Ab sofort ist auch das Trainieren im Drachenboot wieder möglich. Foto: Gabi Henke

Nach den Lockerungen der 10. Corona-Verordnung des Landes Rheinland-Pfalz kann der Nassauer Kanu Club (NKC) 1950 e.V. wieder Schnupperkurse und Training auch für Nichtmitglieder anbieten. Da der NKC in den letzten Jahren ein größeres Augenmerk auf den Breitensport gelegt hat, ist es möglich, sich gleich mehrere Paddelsportarten anzusehen oder gleich auszuprobieren. Der NKC stellt folgende Sportgeräte zur Verfügung: Kajaks, Canadier, Drachenboote und SUP – sie alle sind im Bootshaus an der Lahn vorhanden. Jugendwartin Jessica Pebbler und Sportwart Tobias Maxeiner freuen sich auf neugierige Interessenten. Schwimmen ist natürlich Grundvoraussetzung, zusätzlich müssen Jugendliche unter 18 Jahre eine Schwimmweste tragen. Boote, Paddel und Westen stellt der Verein kostenlos zur Verfügung. Das Training ist ab dem 3. August jeweils montags von 17 Uhr bis 19 Uhr und nach Vereinbarung. Neue Mitglieder die sich in diesem Jahr dem Verein anschließen möchten zahlen 2020 keinen Beitrag.

Um den Kontakt zu den Drachenbootteams nicht zu verlieren bietet der Verein vom 3. bis zum 22. August Drachenboottraining an. Dieses Training ist nur nach Terminabsprache möglich. Die Teams können sich unter Info@Nassauer-Kanu-Club.de per E-Mail oder beim Vorsitzenden Kalli Wiemann direkt anmelden. Die bestehenden Hygienevorschriften lassen das Training unter den gültigen Hygienevorschriften sowohl im 10er als auch im 20er-Drachenboot zu. Eine Liste mit den Namen der Teilnehmer inklusive Handynummern ist Pflicht. 

Mit vereinten Kräften wurde der schwere Holzcanadier um die defekte Schleuse Hollerich herumgetragen. Fotos: NKC

Das jüngste Anpaddeln des Nassauer Kanu-Clubs (NKC) werden die teilnehmenden Kanuten so schnell nicht mehr vergessen. Denn erstmals mussten sie den großen Zehner-Holzcanadier „Edmund Noll“ nicht nur mit Stechpaddeln bewegen, sondern auch tragen! Aber der Reihe nach. 

Ein Teil der Anpaddler in der Schleuse Kalkofen.

Der erste Teil des wegen der Corona-Pandemie verschobenen wassersportlichen Auftakts der NKC-Wanderabteilung verlief noch wie gewohnt: Pünktlich um 11 Uhr kamen die insgesamt 15 Paddler in zwei Booten, unter ihnen viele Freunde des Vereins, in Laurenburg aufs Wasser, um von dort aus die acht Kilometer nach Obernhof zurückzulegen. In dem Weindorf kehrte ein Teil der Nassauer Kanuten in die Winzergaststätte von Sabine und Uwe Haxel ein, um sich für die Weiterfahrt mit einem kräftigen Schoppen und einer zünftigen Winzermahlzeit zu stärken. Die dabei gewonnene Kraft konnten die Kanufahrer auch gut gebrauchen, denn wie sich wenige Kilometer weiter herausstellte, hatte die Lahnschleuse Hollerich über Nacht ihren Betrieb eingestellt – wegen eines technischen Defekts. Also blieb den Freizeitsportlern keine andere Wahl, als den rund 250 kg schweren Holzcanadier aus dem Wasser zu holen und um die Schleuse herum zu tragen.

Keine leichte Sache für die zehn Männer und Frauen, doch mit Hilfe von einigen weiteren freundlichen Kanufahrern gelang es schließlich, das mächtige Boot hinter der Schleuse die steile Uferböschung hinab sanft ins Wasser gleiten zu lassen. Von dort aus war es dann ein Leichtes, die verbliebenen zweieinhalb Kilometer bei schönem Sommerwetter bis zum Bootshaus in Nassau zurückzulegen. Das abschließende Radler hatten sich die Kanufahrer an diesem Sonntag mehr als verdient! 

Die Besatzung Zehner-Canadiers „Edmund Noll“ vor der malerischen Kulisse der Obernhofer Weinberge.

Eine Mädchenfreizeit bietet das evangelische Dekanat Nasssauer Land zusammen mit der Stiftskirchengemeinde und der Kirchengemeinde St. Peter zu Diez Zwölf- bis 14-Jährigen von Freitag, 28., bis Sonntag, 30. August, an. Es geht ins Feriendorf Hübingen, wo es um Themen geht, die Mädchen dieses Alters bewegen. Die Freizeit orientiert sich an der Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes.

Sollte die Freizeit bis zu diesem Zeitpunkt aufgrund der Entwicklung nicht möglich sein, würde das Treffen alternativ zur Tagesfreizeit am 29. August in der Stiftskirchengemeinde Diez umfunktioniert.

Mehr Informationen und Anmeldung bei den Gemeindepädagoginnen Ulrike Schaffert (0176-54075048; ulrike.schaffert@ekhn.de) und ab 4. August Sabine Güntner (0170-5485179, sabine.guentner@ekhn.de).

Aufgrund der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Hygienevorschriften und Auflagen muss leider auch in der Ortsgemeinde Seelbach das Kirchweihfest „Anne-Kerb“, das traditionell dieses Jahr vom 24. bis. 26.07.2020 gefeiert worden wäre, ausfallen. Um Beachtung wird gebeten.

Im evangelischen Dekanat Nassauer Land stehen die Gemeinde-Wechsel von zwei Pfarrpersonen bevor. Pfarrer Stefan Fischbach verlässt die Kirchengemeinde Nassau und übernimmt das Kirchspiel in Dausenau, seiner Heimatgemeinde, zu der auch die Kirchengemeinde Hömberg-Zimmerschied gehört. Die Nachfolge steht bereits. Pfarrerin Mariesophie Magnusson wechselt Ende Sommer von Klingelbach in die Kirchengemeinde Nassau.

Der aus Dausenau stammende Pfarrer Stefan Fischbach war vor fünf Jahren von der Pfarrstelle in Oberneisen nach fast 13 Jahren nach Nassau gewechselt. Die Aar-Gemeinde war Fischbachs erste volle Pfarrstelle. Mit seinem Dienstantritt in Nassau stand dem 54-Jährigen gleich ein Großprojekt bevor: die Umsetzung des von der Gemeinde schon in den Jahren zuvor geplanten Neubaus einer Orgel, die der renommierte Orgelbauer West übernahm. Auch in der Johanniskirche selbst musste gebaut werden. Eine neue Heizungsanlage wurde installiert ebenso eine neue Lautsprecheranlage, damit das Wort Gottes in der Johanniskirche sowohl inhaltlich als auch akustisch die Besucher erreicht.

Ganz praktisch wurde die Ökumene gelebt, als die katholische Kirche renoviert wurde und die Johanniskirche sowohl evangelischen als auch katholischen Christen einen Raum zum Feiern bot. Bereichernd fand Fischbach das ökumenische Miteinander, den Austausch und die Kooperationen nicht nur dabei. Sowohl in der Stadt als auch in der Region der Ökumene im Nassauer Land kam die Verbundenheit zudem in gemeinsamen Gottesdiensten wie an Himmelfahrt oder beim Neujahrsempfang im Kloster Arnstein zum Ausdruck.

Freude bereiteten dem Theologen die vielseitigen Kontakte in der Gemeinde, die vom engagierten Kindergottesdienst-Team über die Konfi-Arbeit und den Unterricht am Leifheit-Campus bis hin zu Seniorentreffen und Besuchen im Haus Hohe Lay reichten. Mit der Coronakrise war zuletzt auch Außergewöhnliches gefragt. Fünf Vorstellungsgottesdienste mit Videoclips der jungen Leute wurden gefeiert und eine Woche später acht Konfirmationsandachten. In Dausenau erwartet Fischbach jetzt eine Kooperation in noch größerem Rahmen, denn neben den zwei Kirchengemeinden wird dort der Konfirmandenunterricht gemeinsam mit Bad Ems organisiert.

Seiner Heimat Dausenau und der bemerkenswerten Kastorkirche ist der passionierte Historiker und Liebhaber historischer Baukunst in all den Jahren immer verbunden geblieben. Nach seinem Vikariat in Geisenheim absolvierte Fischbach ein Spezialvikariat im Landesamt für Denkmalpflege und publizierte seine Forschungsergebnisse über Synagogen in Rheinland-Pfalz. Außerdem entstanden über die Jahre Publikationen über die Kirchen in Dausenau, Oberneisen und Burgschwalbach.

In Dausenau sowie in der zum Kirchspiel gehörenden Kirchengemeinde Hömberg-Zimmerschied freuen sich die Christen auf ihren alten und neuen Mitbürger, ist das Pfarramt doch seit einem Jahr vakant. Fischbach wird am Sonntag, 30. August um 10.15 Uhr in Nassau verabschiedet; der Einführungsgottesdienst in Dausenau ist für September geplant.

Ensemble mit Backofen, Brunnen, Abflussrinne sowie Turm mit Pinienzapfen. Fotos: Heinz Pfeifer

Das Limeskastell in Pohl hat den coronabedingten Dornröschenschlaf beendet. Seit Anfang Juli ist wieder freitags, samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr für Tagesbesucher geöffnet. Aufgrund der Corona-Situation werden jedoch einige Abläufe angepasst, die bei einem Besuch eingehalten werden müssen. Notwendig ist wie überall in jedem Falle die Maskenpflicht und die Abstandshaltung. Extra Helfer sind abgestellt, die den Besuchern die Maßnahmen und die Wegeführung noch einmal erläutern und behilflich sind. Desinfektionsstellen sind an mehreren Punkten eingerichtet. Es wird also alles dafür getan, den Aufenthalt der Besucher im Kastell – wie auch bisher schon – zu einem Erlebnis zu machen.

Aufgrund der Vorgaben der Landesregierung und des Gesundheitsamtes des Rhein-Lahn-Kreises hätte das Kastell als Museum bereits zum 1. Mai 2020 wieder für die Besucher freigegeben werden können. Die Verantwortlichen haben sich jedoch entschieden, das Kastell bis zum 30. Juni zur Sicherheit für den Publikumsverkehr geschlossen zu halten, aber auch um Renovierungsarbeiten durchzuführen. 

Das neu eingefasste Kräuterbeet am Wallaufgang.

So waren in den Monaten Mai und Juni die Ehrenamtler nicht untätig und es wurden zahlreiche Arbeiten durchgeführt, die ansonsten während der laufenden Saison nicht geleistet werden können. Es wurde der schindelgedeckte Brunnen fertiggestellt (sehenswert ist er mit Sicherheit!), die wassergebundene Decke im Hof und auf dem Umgang erneuert, die Oberflächenwasserabläufe gereinigt und ein aktueller Stromverteilungsplan erstellt. Weiterhin wurde ein neuer Laserbeamer unter der Basilica-Decke zur Optimierung von Bildvorträgen installiert, die Tonanlage mit Funk-Headsets ergänzt und ein modernes Kassensystem angeschafft. Hier kann zukünftig mit allen Kredit- oder Girokarten und auch kontaktlos mit dem Handy gezahlt werden. Außerdem wurde der Museums- und Selbstvermarkter-Shop neu organisiert. Auch wurde die Möglichkeit zu einer Bildvorführung in der taberna geschaffen. Außerdem wurde die Neuanlage des Kräuterbeetes (ist auch ein Hingucker geworden) mit damals üblichen Küchenkräutern verwirklicht, die Heizungsanlage optimiert, alle Holzteile im Hofbereich wie Fenster, Fensterläden, Stützbalken, Wehrgang auf dem Wall sowie alle Wände gereinigt und neu gestrichen. Ein Wasserablauf von Brunnen und Backofen wurde errichtet.

Das Limeskastell erstrahlt also fast in einem neuen Glanz und wird spätestens im nächsten Jahr 2021 zum zehnjährigen Jubiläum besser aussehen als jemals zuvor.

Worauf viele Freunde des Limeskastells Pohl warten, ist auch eine Aussage zum neben einem Besuch das zweite Highlight „Kultur im Kastell“. Wirklich tolle Veranstaltungen wie die Konzerte mit Michael Raeder, Ulla Meinecke, Emma Langford, Sofia Talvik und Lulo Reinhardt mussten leider ebenso abgesagt werden wie der Music-Brunch mit der heimischen Musik-Künstlerin Hanne Kah und den Limpets.

Weitergehen wird es in jedem Fall aber am Samstag, dem 5. September, 20.00 Uhr, mit der Band mit der Harfe, nämlich der Jeanine Vahldieck Band mit ihrer Gute-Laune-Tour und am Samstag, dem 19. September, 20.00 Uhr mit Biber Herrmann und seiner Grounded-Tour 2020, allerdings weiter noch mit den coronabedingten Vorgaben, nämlich . 

Das als abgespeckte Version geplante LimesLive am August-Wochenende ist leider bereits abgesagt und ob der Genussmarkt „lokal & lecker“ am 11. Oktober stattfinden kann, steht noch nicht fest.   

Infos zu allen Regeln, Vorgaben, Veranstaltungen, Eintritt und Preisen finden sie auf der Homepage www.limeskastell-pohl.de.  Reinschauen lohnt immer. Heinz Pfeifer

Endlich war es soweit!  Am Samstag haben Vertreter der Interessengemeinschaft „Bürgerweinberg Obernhof/Weinähr“ zum ersten Mal aktiv verschiedene Arbeiten erledigt. Sie trafen sich um 9 Uhr, um im Bürgerweinberg Weinähr gemeinsam zu mähen und zu heften. Karl Friedrich Merz als Vertreter der beiden Ortsgemeinden begrüßte gemeinsam mit seinem Weinährer Amtskollegen Christoph Linscheid insgesamt 19 Helfer im ehemaligen Schnepf-Weinberg. Die große Aufgabe bestand darin, die Bestandsreben Riesling und Müller-Thurgau zu heften. Kein leichtes Unterfangen in der alten Drahtanlage. Nach einer Einführung und praktischen Umsetzungs-Tipps konnte es auch schon losgehen. Doch bevor die Heftarbeiten beginnen konnten, musste zuvor die Fläche gemäht werden.

Alle weiteren Helfer teilten sich in mehrere Gruppen auf. Eine über die andere Reihe konnte nun fleißig geheftet und gebunden werden. Vorsichtig wurden die Triebe zwischen den Heft-Drähten fixiert und einige lange Triebe konnten sogar bereits „gegipfelt“ (abgeschnitten) werden. Zusätzlich wurden auch direkt die Triebspitzen und Geiztriebe entfernt.  Besonders der Riesling hat sich in Weinähr prächtig entwickelt. Nach getaner Arbeit und sichtlich stolz mit dem Ergebnis, stießen die Helferinnen und Helfer natürlich auch mit einem Glas Lahnwein auf den Erfolg an.

Die Interessengemeinschaft Bürgerweinberg möchte alle Interessierten auf den kommenden Arbeitseinsatz am Samstag, 11. Juli, um 9 Uhr am Standort Obernhof erinnern. Hier steht ebenfalls ein wichtiger Schritt an. Die frisch gesetzten Reben (Sauvignon Gris und Cabernet Cortis) wachsen so gut, dass sie dringend eine Standhilfe benötigen. Nun müssen ca. 150 cm lange Stahlstangen gesetzt werden. Diese werden in die kommende Drahtanlage mit eingebunden. Sie geben den Reben Halt und sind daher bereits jetzt sehr wichtig für ein gutes Wachstum.

Wer Teil dieses wunderbaren Gemeinschaftsprojektes sein möchte, kann die Interessengemeinschaft unter der folgenden Internetadresse kontaktieren: www.buergerweinberg-obernhof-weinaehr.de. Alle Helferinnen und Helfer sind willkommen!

Bei einem Verkehrsunfall diesen Freitag gegen 11.15 Uhr an der Einmündung der Kreisstraße 6 aus Richtung Dienethal auf die L 332 in Richtung Scheuern ist ein Motorradfahrer leicht verletzt worden. Eine Autofahrerin, die links nach Scheuern abbiegen wollte, Uhr über das Stopp-Schild stieß mit einem in Richtung Schweighausen fahren Motorradfahrer zusammen. Der Zweiradfahrer wurde in ein Bad Emser Krankenhaus gebracht. Beide Fahrzeuge waren infolge des Zusammenstoßes nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Die Einmündung war anderthalb Stunden gesperrt.

Bei einem Unfall auf der abschüssigen Kreisstraße 4 zwischen Winden und Nassau ist am Donnerstag gegen 8.10 Uhr ein Fahrradfahrer gestürzt und schwer verletzt worden. Auf der kurvenreichen Bergstraße querte ein Wild die Straße und brachte den erfahrenen Radsportler zu Fall. Nach einer notärztlichen Erstversorgung an der Unfallstelle wurde der verunfallte Sportler in ein naheliegendes Krankenhaus gebracht. Nach ersten Erkenntnissen verhinderte der getragene Helm schlimmere Kopfverletzungen. Die Unfallstelle war während der Verkehrsunfallaufnahme in beide Richtungen über einen Zeitraum von eineinhalb Stunden gesperrt.

Unbekannte Täter haben in der Nacht zum Donnerstag etwa 100 leere Bierfässer aus dem umzäunten Gelände des Getränkegroßhandels Trinkkontor in Singhofen entwendet. Nach derzeitigem Ermittlungsstand geht die Polizei davon aus, dass die Täter die Fässer über den Zaun geworfen und anschließend auf ein Großraumfahrzeug geladen haben. Die Polizeiinspektion Bad Ems bittet Zeugen, die in dem besagten Zeitraum verdächtige Personen oder verdächtige Fahrzeuge wahrgenommen haben, sich umgehend zu melden.

Karl-Heinz Betz tritt am Freitag, 3. Juli, ab 19.30 Uhr live auf der Hofterrasse im Kunstcafé am Hexenturm auf. Die Adresse lautet: Milchstraße 7, 56377 Nassau. Internet: www.amhexenturm.de. Reservierung ist erforderlich unter Tel. 02604/9529966

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