Der SPD-Vorsitzende im Verbandsgemeinderat, Herbert Baum, hat in einem Schreiben an Verbandsgemeinde-Bürgermeister Udo Rau (CDU) Kritik an der gegenwärtigen Situation auf der Baustelle in der Bachgasse und Schlossstraße in Nassau geübt. An Pfingstsonntag habe sich inmitten der Stadt eine „absurde Situation“ abgespielt, schreibt Baum. Wörtlich heißt es in dem Brief an Rau: „Fahrzeuge, welche durch die Schlossstraße u.a. die Nassauische Sparkasse angefahren haben, waren dort regelrecht eingeschlossen. Die Bachgasse war mit einer Baustellenabsperrung versehen. Eine Durchfahrt war nicht möglich. Die Schlossstraße nach unten war durch Poller versperrt, sowohl an der Einmündung in die Emser Straße wie am Eingang des Schlosses. Die Ausfahrt durch die Schlossstraße nach oben wurde durch das Zeichen 267 Durchfahrt verboten blockiert. Es kam zu einem hin und her Rangieren der eingeschlossenen Fahrzeuge. Eine völlig absurde Situation inmitten der Stadt an einem Pfingstsonntag.“

Baum lässt außerdem durchblicken, dass die SPD-Fraktion unzufrieden damit ist, wie die Verwaltung das Baustellenproblem in Nassau handhabt. „Dieses neuerliche Erlebnis als eines von vielen bestärkt mich in meinem Urteil, dass der Baumaßnahme in der Innenstadt einschließlich der Verkehrslenkung weder die notwendige Beachtung durch die Amtsführung noch die erforderliche Sorgfalt in der Ausführung entgegengebracht wird.“

Zugleich fordert der Fraktionsvorsitzende den Bürgermeister auf, sechs Fragen zu beantworten, die die SPD-Fraktion bereits am 22. Mai gestellt habe. „Ich möchte Ihnen mitteilen, dass wir angesichts der Dringlichkeit unserer Anfrage die Dauer, welche die Beantwortung Ihrerseits benötigt, für völlig unangemessen halten. Wir möchten Sie noch einmal nachdrücklich ersuchen, Ihrer gesetzlichen Pflicht zur Beantwortung unserer Fraktionsanfrage endlich nachzukommen“, so Herbert Baum.

 

Es war einfach genial

Biberherrmann

Biber Hermann, zu Gast im Limeskastell Pohl, ein äußerst sympathischer und bodenständiger Mensch und dazu ein ausgesprochen begnadeter Bluesgitarrist und -sänger. Ortsbürgermeister Thomas Steffen begrüßte die Besucher, und was die Gäste sich erhofften, ist auch eingetreten. Sie durften ein exzellentes Blueskonzert mit einem wahrlich großen Könner erleben.

Was Biber Herrmann mit seinen Gitarren, seinen Mundharmoniken und seiner rauchigen Stimme bot, konnte sich hören lassen, es war einfach genial. Als Solist ahmte er fast ein ganzes Orchester mit Leadgitarre, Bassgitarre, Schlagzeug, Mundharmonika und Gesang nach. Die meisten der begeisterten Zuhörer wippten im Takt mit und spendeten reichlich Applaus und Beifallskundgebungen. Er brachte Anja Sachs mit, die ihn bei einigen Songs gesanglich begleitete. Sie sang auch ein Solostück ganz ohne Begleitung. Beide zusammen präsentierten mit dem Song „Hard Times“ ein schönes Duett, einer der ältesten Folksongs der Welt.
Das fast dreistündige Konzert war geprägt von jeder Menge Bluessongs, teilweise von ihm auch selbst geschrieben. Zwischen den Songs plauderte er toll über sein Leben und seinen Werdegang.
Biber Herrmann heißt so, weil seine beiden älteren Brüder ihm schon mit vier Jahren den Spitznamen „Biber“ gaben, eigentlich heißt er Matthias. Er wuchs in Lorchhausen am Rhein in einer musikalischen Familie auf. Alle Kinder erlernten mindestens ein Musikinstrument. Mit zehn Jahren bekam er seine erste Gitarre. 1999 erschien sein Debütalbum. Inzwischen tourt er durch Deutschland und die angrenzenden Staaten von einem Konzert oder Gitarrenfestival zum anderen. Da sind Stationen wie Dresden, Wuppertal, Lüneburg, Krefeld, Karlsruhe, Münster dabei, aber auch jede Menge Orte wie Geisenheim, Eltville, Hattenheim, Rüdesheim, Königstein und Wiesbaden, wo er jetzt zu Hause ist.
Biber Herrmann bedankte sich beim Limeskastell-Publikum und sagte: Es ist wichtig, dass ihr zu solchen „Kleinkunstbühnen“ wie hier in Pohl kommt. Denn nur so kann so etwas funktionieren und das Engagement der Initiatoren und Helfer wird unterstützt. Diese Kleinkunstbühnen stellen damit einen beachtlichen Gegenpol dar zu den vielen niveaulosen Fernsehsendungen.

Das Limeskastell Pohl sucht ehrenamtliche Helfer für das Freilichtmuseum, den Nachbau eines römischen Holz-Erde-Kastells aus dem Jahr 100 nach Christus. Das Limeskastell ist ein Ort der Wissensvermittlung und kulturellen Begegnung. Vor allem an Wochenenden werden noch ehrenamtliche Helfer zur Besetzung der Eintrittskasse gebraucht. Hier kommt der Erstkontakt mit den Besuchern zustande, eine freundliche Begrüßung und kurze Einweisung in die Örtlichkeit sind die Tätigkeiten des Kassenpersonals. Es gibt zwei Schichten zu besetzen: von 10 bis 14 Uhr und von 14 bis 18 Uhr.

Weiterhin bietet das Limeskastell eine ehrenamtliche Mitarbeit in seinem Museumsbistro an. Hier sind das Zubereiten einfacher kleiner Gerichte und die Bedienung der Gäste an der Theke sowie das Aufräumen und Sauberhalten der Küche die Haupttätigkeit.

Gearbeitet wird im Team, das heißt, es ist immer ein Gästeführer da, eine Kassenbesetzung und eine bis zwei Küchenkräfte. An Wochenenden und bei Veranstaltungen wird das Personal verstärkt. Die Tätigkeit wird mit einer Ehrenamtspauschale vergütet.

Interessenten melden sich unter Tel. 06772-963199 oder E-Mail cl.w@gmx.de, Ansprechpartnerin ist Claudia Steffen.
Nur durch die ehrenamtliche Mitarbeit vieler ist es dem Limeskastell möglich, jedem Gast das Gefühl eines einzigartigen kulturellen Erlebnisses zu bieten.

Warum in die Ferne schweifen? Es gibt doch bei uns selbst und in unserer unmittelbaren Nachbarschaft viel zu entdecken. Davon ist der Geschichtsverein Nassau überzeugt. Und so zieht es ihn, nach seinen letztjährigen Exkursionen nach Bad Ems und Villmar ins nächstgelegene Dausenau. Jetzt, wo der Ortskern nicht mehr im Verkehr erstickt, kommen die Sehenswürdigkeiten dort ganz neu zur Geltung. Das wird Gerhard Schäfer vom Verein „Historisches Dausenau“ den Nassauern bei einem Rundgang zeigen.

Manch einer wird erstaunt sein, was Dausenau an gut erhaltenen Türmen, Toren, Mauern, Bau- und Naturdenkmalen zu bieten hat. Entsprechend lebendig wird das historische und kulturelle Erbe der Gemeinde erhalten. Erinnert sei an die Ausstellung über Gerda Dürrbaum in ihrer Dausenauer Zeit, welche kürzlich in der St. Kastorkirche zu sehen war.

Der Geschichtsverein Nassau lädt alle Interessierten zu der Führung ein. Treffpunkt ist am Sonntag, 11. Juni, um 14 Uhr am Parkplatz unterhalb des Dausenauer Bahnhofs. Die Teilnahme ist frei, jedermann kann sich gerne dazu gesellen. Als krönender Abschluss am Ende der Führung steht eine Bierverkostung in der Hausbrauerei „Duzenowe“. Hier wird von einer Bierbrüderschaft die mittelalterliche Tradition des häuslichen Brauens gepflegt. Das Bier der Dausenauer brüderlichen Braukunst ist eine rare Spezialität, die es nur zu besonderen Anlässen zu genießen gibt.

Im Rahmen des Festivals „Gegen den Strom“ findet am Samstag, 10. Juni, 18 Uhr, die 178. Obernhofer Vollmondnacht im Restaurant Faustino da Toni statt.  Das Thema lautet: „O Mädchen, mein Mädchen – Goethe und seine Frauen“. Die Texte haben Kirsten Hampel und Gaby Fischer verfasst, für die Musik sorgen Alex­ander Kreß (Cello) und Kirs­ten Hampel (Geige).
Die Gäste begegnen an dem heiteren Abend unter anderem Christiane von Goethe, geb. Vulpius, die wartend im Vor­zimmer zum Salon von Frau von Stein sitzt. Da die frü­here Putzmacherin aus ärmlichen Verhältnissen von der Weimarer Gesellschaft – wenn überhaupt – nur widerstrebend und nase­rümpfend akzeptiert ist, wird sie wohl auch hier nicht empfangen. Sie nutzt die Wartezeit und eine Karaffe Portwein, um auf ihr – meist glückliches – Leben mit Goethe zurückzublicken und mit „den Weimarern“ abzurechnen.
Die zweite Hälfte des Abends ist bekannten und beliebten Goetheballaden und -gedichten (z.B. Erlkönig, Zauberlehrling…) gewidmet.
Heiter umrahmt werden die Texte von den beiden Vollblutmusikern Alexander Kreß und Kirsten Hampel. Im Verlauf der Veranstaltung wird als Krönung ein leckeres 3-Gänge-Menu serviert…

Der Eintritt inklusive 3-Gänge-Menu „Goethe in Italien“ kostet 28 Euro. Baldige Anmeldung wird empfohlen, da die Plätze begrenzt sind.
Kartenvorverkauf/Reservierungen unter 02604/943 277 oder gaby.fischer@obernhofer-vollmondnacht.de.

Alle, die sich noch im Unklaren sind, was sie am Pfingstsonntag, 4. Juni, unternehmen können, sind herzlich eingeladen, das Pohler Limeskastell wieder einmal zu besuchen. Der im vergangenen Jahr errichtete römische Backofen wird um  angeheizt, um leckeren Flammkuchen zu backen, den die Besucher verköstigen können. Wer lieber Kaffee und Kuchen oder lukanische Bratwurst haben möchte, wird natürlich auch zufriedengestellt. Außerdem lohnt es sich, im Rahmen einer interessanten Führung die Nachbildung der historischen Stätte zu besichtigen und sich erklären zu lassen. Auf die Kinder wartet die bestens eingerichtete „römische Kinderstube“ mit allerlei römischen Spielen.

Silke Funk.

Silke Funk.

Silke Funk wird am Pfingstsonntag, 4. Juni, als neue Gemeindepfarrerin für die Kirchengemeinde Becheln, Dornholzhausen und Schweighausen von Dekanin Renate Weigel in ihr Amt eingeführt. Die Theologin tritt dort die Nachfolge von Pfarrer Martin Ufer an, der im vergangenen Sommer als Schulleiter ans Leifheit-Campus in Nassau wechselte.

Seit 2004 ist Funk als Pfarrerin in der Kirchengemeinde Dienethal mit Misselberg und Sulzbach tätig, die sie auch weiterhin, dann als Vakanzvertreterin, betreut. Mit halber Stelle wirkte sie außerdem in der Stiftung Scheuern, ab September 2007 in den Außenorten der evangelischen Kirchengemeinde Braubach in Kamp-Bornhofen, Filsen und Osterspai. Dienst tat sie auch im Rhein-Taunus-Krematorium in Dachsenhausen, wenn dort kirchliche Beisetzungsfeiern gewünscht wurden.

  • Der Einführungsgottesdienst in der evangelischen Kirche von Dornholzhausen beginnt um 14 Uhr.
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Inge Noll (M.) taufte den neuen Wander-Einer des NKC auf ihren Namen.

Eine Bootstaufe war der Höhepunkt während des Kanutags des Nassauer Kanu-Clubs (NKC) an Christi Himmelfahrt. Bei strahlendem Sonnenschein und warmen Temperaturen wurde der im vergangenen Jahr neu erworbene Wander-Einer des Vereins auf den Namen Inge Noll getauft.

Der NKC, so Vorsitzender Kalli Wiemann, würdigt damit sein ältestes Mitglied, denn Inge Noll (Jahrgang 1934) gehört dem Verein bereits seit 1951 an, seit 66 Jahren also und damit sogar ein Jahr länger als ihr Ehemann Edmund Noll, seit einigen Jahren Ehrenvorsitzender des Vereins. Mit dem frischgetauften Wander-Einer besitzt der Nassauer Kanu-Club nunmehr zwei Boote, die den Namen Noll tragen: Schon seit längerem „hört“ der Holz-Zehner-Canadier, das Schmuckstück des NKC, „auf den Namen Edmund Noll.  Dieses mächtige Boot wurde, wie Kalli Wiemann berichtete, vor genau 60 Jahren in einer Wiesbadener Werft angefertigt und vom Nassauer Kanu-Club erworben.

Unter dem Applaus vieler anwesender Gäste, unter ihnen auch Verbandsbürgermeister und NKC-Mitglied Udo Rau, wurde der Schriftzug des jüngsten Bootes der NKC-Familie feierlich enthüllt und nach alter Bootsfahrer-Sitte mit Sekt begossen. „Allzeit eine Handbreit Wasser unter dem Kiel“, wünschte Vereinsvorsitzender Wiemann, der abschließend ankündigte, dass es auch im kommenden Jahr aller Voraussicht nach wieder eine Bootstaufe geben wird. Soviel verriet er bereits: Es soll ein größeres Boot sein…

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Ehrung im Bad Emser Kreishaus: (v. li.) Ortsbürgermeister Christoph Linscheid, Landtagsabgeordneter Matthias Lammert, Verbandsbürgermeister Udo Rau, Brigitte Gilberg, Artur Gilberg, Sabine Gilberg-Schliemann, Staatssekretär Günter Kern, Landtagsabgeordnete Monika Becker, Landtagsabgeordneter Jörg Denninghoff, Landrat Frank Puchtler, Berthold Schuck.

Viele Menschen sind ehrenamtlich engagiert, und gleich sechs von ihnen hat Staatssekretär Günter Kern gemeinsam mit Landrat Frank Puchtler in einer Feierstunde im Kreishaus Bad Ems die Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz überreicht.
Ausgezeichnet mit der von Ministerpräsidentin Malu Dreyer verliehenen Ehrennadel wurde unter anderem der Weinährer Bürger Artur Gilberg. „Es sind Menschen wie Sie, die das Gesicht unseres Landes, der Städte, Kreis und Gemeinde geprägt haben“, sagte der Staatssekretär im Beisein von Ehefrau Brigitte und Tochter Sabine. Auch Verbandsbürgermeister Udo Rau, Ortsbürgermeister Christoph Linscheid sowie der 2. Beigeordnete Berthold Schuck nahmen an der Verleihung teil. Dem Lob und Dank des Staatssekretärs schloss sich Landrat Frank Puchtler gerne an und bezog auch die Familienmitglieder in seinen Dank ein. Michael Schnatz, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Diez, dankte im Namen der kommunalen Familie ebenfalls für das jahrzehntelange, beispielhafte Engagement der Geehrten.
Ehrennadel_Gilbert_3Artur Gilberg blickt auf über 25 Jahre Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr Weinähr zurück und wurde 1998 zum Ehrenmitglied ernannt. In seiner Heimatgemeinde Weinähr übernahm er die Pflege des Dorfplatzes, des Ehrenmals und des Kirchenvorplatzes. Seit über 15 Jahren übernimmt er darüber hinaus die Spendensammlung für die Kriegsgräberfürsorge und engagiert sich als Küstergehilfe in der katholischen Kirche. Auch für seine Nachbarn und Freunde ist er stets da, wenn Fahrten zum Einkaufen oder zum Arzt anstehen.
„Unsere Gesellschaft braucht Menschen wie die heute Geehrten. Wir brauchen Menschen, die Zugezogenen Hilfestellung leisten, die den Nachbarn auch mal unter die Arme greifen oder zur Stelle sind, wenn es im wahrsten Sinne des Wortes einmal brennt. Die Auszeichnung mit der Ehrennadel des Landes ist der Ausdruck des Dankes und der Anerkennung für die Zeit und Leidenschaft, die jeder einzelne aufgebracht hat.“, betonte Günter Kern.
Den Dankesworten schlossen sich anschließend im kleinen Kreis auch Verbandsbürgermeister Udo Rau und Ortsbürgermeister Christoph Linscheid an und überreichten dem Geehrten jeweils ein Präsent. Für Ehefrau Brigitte gab es von Ortsbürgermeister Christoph Linscheid auch einen Blumenstrauß als Dank für die Unterstützung ihres Mannes bei den vielseitigen und zeitraubenden Tätigkeiten für die Ortsgemeinde Weinähr.

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Völlig unerwartet ist ein 37-jähriger Mann aus Koblenz am Dienstag, 12.40 Uhr, gegenüber der Polizei ausgerastet. Der Mann hatte in einem Einkaufsmarkt in Bad Ems Alkoholika und Duschgel gestohlen, woraufhin die herbeigerufene Polizei ihn kontrollierte. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,13 Promille. Nachdem die Beamten die Personalien des Mannes festgestellt und diesen bereits aus den polizeilichen Maßnahmen entlassen hatten, schwang dessen Stimmung urplötzlich um.
Er schlug sich, offenbar völlig von Sinnen, mit einer leeren Bierflasche mehrfach gegen den eigenen Kopf, trat gegen den Streifenwagen und wehrte sich gegen die eingreifenden Beamten. Während des Transportes zur Polizeiinspektion trat und spuckt der Beschuldigte um sich. Auf der Dienststelle wurde ihm eine Blutprobe entnommen. Nach Untersuchung durch einen Arzt wurde er ins Krankenhaus nach Lahnstein gebracht.

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Die Innenstadt, die unter zahlreichen Baustellen leidet, braucht wieder mehr Impulse durch konkrete Maßnahmen, meint die SPD-Fraktion im Stadtrat. Foto: SPD Nassau

Der Nassauer SPD-Stammtisch zum Thema „Stadtentwicklung mit Plan und Ziel“ verlief kritisch, aber im Ergebnis konstruktiv. Ausführlich kamen die Baustellen in und um Nassau zur Sprache. Die anhaltende Situation im Bereich Obertal, Schlossstraße und Bachgasse, so die Gesprächsrunde im „Nassauer Löwen“, sei eine außerordentliche Belastung. Die SPD-Vertreter versprachen, sich verstärkt um eine zügige Beendigung der Baustelle zu bemühen. Dazu fand jetzt zeitnah eine Begehung von Mitgliedern der Stadtratsfraktion statt.

Der Fraktionsvorsitzende im Verbandsgemeinderat Herbert Baum wurde beauftragt, in einer Anfrage an Bürgermeister Udo Rau (CDU) zu klären, wie der weitere Ablauf der Baustelle geplant ist. Der Fraktionsvorsitzende Lothar Hofmann wird einen Antrag im Stadtrat einbringen. Dieser wurde bereits in Grundzügen erarbeitet. Der Vereinsvorsitzende Manuel Liguori hob hervor, dass der Bereich Obertal und Unterer Bongert dringend eine Aufwertung braucht. Der Beigeordnete Ihsan Kiziltoprak schlug eine Anlieger und Fußgänger-freundliche Gestaltung vor. Das Ratsmitglied Adolf Kurz hält Gespräche der Stadt mit den Gewerbetreibenden, den Anwohnern und dem Landesbetrieb Mobilität darüber, wie das Obertal in Zukunft genutzt werden soll, für dringend erforderlich. Peter Schuck sieht in einer Aufwertung des Obertal einen positiven Effekt für die gesamte Innenstadt.

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An Pfingsten erinnert die Kirchengemeinde Hömberg-Zimmerschied an den Bau ihrer Kapelle, der dem Gemeinschaftsgeist der Einwohner vor 60 Jahren zu verdanken ist.

60 Jahre sind für einen Kirchenbau nicht wirklich eine lange Lebensdauer, Grund zum Feiern aber schon: Die evangelische Kirchengemeinde Hömberg-Zimmerschied erinnert mit einem Kirchweihfest am Pfingstsonntag, 4. Juni, an den Bau ihrer Kapelle im Jahr 1957. Diese ist seither nicht nur Treffpunkt für die Christen der Ortschaften, sondern auch ein Symbol für den großen Gemeinschaftsgeist der Einwohner, die damals allen auch kirchlichen Widerständen zum Trotz ihr Vorhaben verwirklichten.

„Siehe, ich mache alles neu“, heißt es in einem Fenster des Glaskünstlers Reiner Eul.

„Siehe, ich mache alles neu“, heißt es in einem Fenster des Glaskünstlers Reiner Eul.

„Der Wunsch der Hömberger, an Pfingsten in ihrer Kapelle einen Gottesdienst zu feiern, blieb ungebrochen“, schreibt Hennemann. Auch die Zivilgemeinde forderte kurz vor der Einweihung ihren zuvor gewährten Zuschuss wieder zurück, weil wie ursprünglich geplant keine Leichenhalle ins neue Gotteshaus integriert war. Aller finanziellen Widrigkeiten zum Trotz konnte am 9. Juni 1957 Einweihung gefeiert werden. Einer Predigt hätte es an diesem Pfingstsonntag eigentlich gar nicht mehr bedurft, denn die Einwohner von Hömberg und Zimmerschied hatten ihr „Pfingstwunder“ sichtbar vor sich. Kunstvolle Fenster bereichern das kleine Gotteshaus heute zusätzlich. Symbole des alten und des neuen Bundes zwischen Gott und den Menschen werden in den vom Glaskünstler Reiner Eul geschaffenen Werken dargestellt. In Anlehnung an das von dem Dozenten an der Glasfachschule Hadamar bereits 1994 entworfene Noah-Fenster kamen vor zehn Jahren noch zwei alttestamentliche Geschichten von Abraham und Mose sowie aus dem neuen Testament Abendmahl, Taufe und die Verheißung aufs Ewige Leben hinzu, die dort dargestellt werden.

Der symbolreiche Kirchenbau mit seinen Fenstern steht auch während des Kirchweihfestes gebührend im Mittelpunkt, wenn sich die Tür der Kapelle am Pfingstsonntag um 11 Uhr zu einem „Gottesdienst für Urgestein und Junggemüse“ öffnet. Im Anschluss daran erwartet die Jubiläumsgäste der Kirchengemeinde Hömberg-Zimmerschied um 12 Uhr ein Fest rund um die Kapelle mit Mittagessen, Kaffee, Kuchen und einem unterhaltsamen Programm für Kinder.

Der Nassauer Kanu-Club (NKC) lädt für Christi Himmelfahrt (Vatertag), Donnerstag, 25. Mai, zum Kanutag ans Bootshaus in Nassau ein. Von 14 bis 18 Uhr hat der Verein verschiedene Aktivitäten geplant, unter anderem eine Bootstaufe. Der bisher namenslose neu erworbene Wander-Einer soll feierlich nach alter NKC-Tradition getauft und offiziell in die Flotte des Kanu-Nassauer Clubs aufgenommen werden. Name und Taufpatin bleiben eine Überraschung. Ein weitere Besonderheit ist die Ernennung eines Ehrenmitglieds, das dem Verein seit 65 Jahren die Treue hält. Auch dieser Name bleibt bis zum „Vatertag“ geheim. Der Kanutag findet nur bei trockenem Wetter statt.

Besucher des Kanutages haben die Möglichkeit, alle Boote des NKC zu testen und unter Aufsicht der sportlichen Leitung Probefahrten zu machen, sei es mit Wanderbooten, Rennkajaks, Canadiern, Stand-up-Paddelboard, Kanupolo, ja sogar mit dem Drachenboot.

  • Ab sofort findet jeweils montags von 17 bis 19 Uhr das Jugendtraining statt. Das Drachenboottraining beginnt nach Terminvereinbarung ab Juni.

Der Verein Peregini lädt ein für Donnerstag, 18. Mai, 19.30 Uhr, zum traditionellen Arnsteiner Kulturstammtisch ins Weingut Arnsteiner Hof in Weinähr ein. Vereinsmitglieder, Freunde von Kloster Arnstein und natürlich auch alle anderen Kulturschaffenden und -interessierten haben Gelegenheit, sich zu einer vergnüglichen Ideenschmiede rund um das Kloster und die Region zu treffen. Ein besonderes Thema wird – außer dem gerade angelaufenen Lahnfestival „Gegen den Strom 2017″ – die Vorplanung der Obernhofer Vollmondnächte 2018 unter dem Motto des Kultursommers Rheinland-Pfalz „Industriekultur“ sein.
Wer zu den bereits geplanten – oder für neue Projekte – noch Ideen hat oder mitmachen möchte, ist herzlich willkommen. Willkommen sind aber auch alle Gäste, die einfach nur mal „hineinschnup­pern“ und sich an der leckeren Küche von Anne Scherer (samt Lahnwein) erfreuen möchten.

Unfall_Nassau

Zu einem ungewöhnlichen Verkehrsunfall kam es am Montag gegen 18.15 Uhr, in der Lübener Straße in Nassau. Ein 20-jähriger Pkw-Fahrer aus dem Rhein-Lahn-Kreis stellte sein Auto in der Gefällstrecke ab, vergaß aber offensichtlich, die Handbremse anzuziehen. Das Fahrzeug rollte daher kurz darauf los.
Nachdem der führerlose Wagen zunächst einen am Fahrbahnrand geparkten Transporter touchierte, rollte er auf den Gehweg und prallte auf einen ebenfalls geparkten Pkw. Schließlich kam das Verursacherfahrzeug auf einer Mauer zum Stillstand. Es entstand ein Sachschaden in niedriger fünfstelliger Höhe. Glücklicherweise wurde bei dem Unfall niemand verletzt.

vortrag_oldenhage_2017

Der Historiker Dr. Klaus Oldenhage (li.) „diente“ 38 Jahre im Bundesarchiv, einer Schatztruhe voll einmaliger Dokumente. Im Vortrag und Gespräch mit seinen Zuhörern wurden 200 Jahre deutsche Geschichte lebendig.

Wie sich der preußische Staatsminister Stein der Eroberung Europas durch Napolen in den Weg stellte, so taten dies die „Lützower Jäger“. Als Freikorps hatten sie sich 1813 eigens zu dem Zweck gegründet. Der Freiherr hinterließ seiner Heimatstadt Nassau zum Andenken immerhin den markanten Freiheitsturm im Stein’schen Schloss, das Lützower Freikorps legte hingegen mit seinen Uniformfarben den Grundstock für ein nationales Symbol höchster Ordnung, die deutschen Nationalfarben. Dr. Klaus Oldenhage, den der Geschichtsverein Nassau als profunden Kenner zum Vortrag geladen hatte, spannte den schwarz-rot-goldenen Bogen von den „Lützowern“ bis hin zum Grundgesetz des Jahres 1949, das festschreibt: „Die Bundesflagge ist schwarz-rot-gold.“
Den großen Linien folgend vermittelte Oldenhage ein differenziertes Bild, wie die Farbsymbolik und die politischen Inhalte der Zeit miteinander verknüpft waren. Von den „Lützowern“ sprang Schwarz-Rot-Gold auf die Jenaer Urburschenschaft von 1815 und die neu entstehende Burschenschaftsbewegung über. Die Farben standen für das Streben nach Freiheit und Einheit in Deutschland. Als legendär für das öffentliche Zeigen sind das erste Wartburgfest von 1817 und das Hambacher Fest von 1832 anzusehen. Die Ideale von Freiheit, Volkssouveränität und deutscher Einheit wurden in Hambach durch den Gedanken der europäischen Völkerverständigung ergänzt. In der Frankfurter Nationalversammlung von 1848 taucht die schwarz-rot-goldene Trikolore ebenfalls auf.
Der Siegeszug der Lützower Farben Weiterlesen »

Seniorenausflug17

Zum Nürburgring und an die Mosel führte der 20. Ausflug der Pohler Senioren. Die Ortsgemeinde Pohl hatte die über 60-Jährigen eingeladen, einige Selbstzahler schlossen sich an. Am Nürburgring wurde ein Boxenstopp gemacht, bei dem Interessierte auf der BMW-Schnuppertribüne ein Teilstück der Rennstrecke mit gegenüberliegendem Fahrerlager und Boxengassen einsehen konnten. Leider raste kein Renner über die Piste. Andere sammelten Eindrücke auf dem geräumigen Ring-Boulevard mit Cafés und Geschäften. Vor dem Info-Center sammelten sich alle Ausflügler zu dem obligatorischen Foto, auf dem diesmal dank der freundlichen Bereitschaft eines englischen Motorradfahrers alle Teilnehmer zu sehen sind.
Danach fuhr der Bus die Ausflügler zum Mittagessen ins Restaurant Hüllen nach Barweiler. Nach dem Essen wurde noch die Sehenswürdigkeit des Ortes, die Wallfahrtskirche St. Gertrud mit der Muttergottes mit der Lilie, besichtigt. Danach ging es hinunter ins Moseltal nach Cochem. Wegen zeitaufwendiger Umleitungen fiel die geplante Führung durch die noch heute senfproduzierende Mühle von 1810 aus.
In Alken an der Mosel im schönen Burg-Café ließen es sich die umleitungsgestressten Pohler bei der abschließenden obligatorischen Kaffee-, Wein- oder Vesperpause dennoch gut gehen. Gut gelaunt und voller Dankbarkeit an die Ortsgemeinde, die die Kosten für Bus und das Mittagessen übernahm, an Ortsbürgermeister Thomas Steffen und insbesondere an den bewährten Reiseleiter Lothar Heinz, der wieder keine Kosten und Mühen gescheut hat, um den Pohler Senioren einen schönen Tag zu bereiten, landete man wohlbehalten um kurz nach 19 Uhr wieder in Pohl.

ChristianDolkeEine neue Gesprächsreihe über theologische Themen bietet der stellvertretende Dekan des Dekanats Nassauer Land Pfarrer Christian Dolke in Zusammenarbeit mit der regionalen evangelischen Ehrenamtsakademie Rhein-Lahn an. „Wie stellen wir uns Gott vor?“ ist die Reihe überschrieben, die am Freitag, 19. Mai, in Nassau Christen wie Atheisten, Zweiflern und Gläubigen, Agnostiker und anderen Nachdenklichen ein Gesprächsforum bietet.

Nach einem einführenden Vortrag Dolkes kann nach Herzenslust diskutiert werden über die Frage des Gottesbildes. Vorstellungen aus der Kindheit, prägende Darstellungen aus Kunst und Kirche, eigene spirituelle Erfahrungen oder auch grundsätzliche Anfragen finden Raum. Das Treffen in Nassau dauert von 19 bis etwa 21 Uhr.

Mehr Informationen und Anmeldung bei der regionalen Ehrenamtsakademie Rhein-Lahn, Bildungsreferentin Claire Metzmacher, Telefon 02603-509-9244 oder E-Mail claire.metzmacher.dek.nassauer.land@ekhn-net.de.

tonArt kids 2017 Infozettel.pdf

Steuerleute

Sie sind nun zertifizierte Steuerleute: (v. li.) NKC-Chef Kalli Wiemann, Larissa Eitschberger, Sascha Hermann, Philipp Wiemann und Tobias Maxeiner.

Die sportlichen Vorbereitungen auf die Jubiläumsregatta des Nassauer Kanu-Clubs 1950 laufen bereits auf vollen Touren. Vier Steuermänner und eine Steuerfrau haben jetzt an einem Lehrgang in Wiesbaden-Schierstein teilgenommen, um dort unter anderem ihre Kenntnisse über Sicherheit auf dem Wasser und Paddeltechniken zu vertiefen. Der Lehrgang wurde vom Wiesbadener Wassersportverein (WVS Schierstein) angeboten und wird vom Deutschen Kanu Verband sowie vom Deutschen Drachenbootverband anerkannt.

25 Steuerleute aus ganz Deutschland nahmen an dem interessanten Kurs teil, der auch wichtige Themen wie das Befahren einer Bundeswasserstraße, Strömungsverhältnisse, Wind und Wetter, Kommunikation an Bord, Versicherungsfragen, Unfallverhütung, Kenterung und vieles mehr vermittelte. Die vielen unterschiedlichen Baureihen von Drachenbooten, das richtige Besetzten des Teams im Boot, Trimmung und Steuertechniken wurden den Steuerleuten des NKC ebenfalls umfangreich dargestellt.

Plötzlich tauchte eine Tante Ju auf

Nach einem deftigen Essen ging es auf Wasser. Zwei sogenannte BUK- Boote wurden mit den Teilnehmern besetzt, und dann ging es bei herrlichem Wetter rund um den Schiersteiner Hafen, mit der “Nasenspitze“ auch mal auf den Rhein. Rund zwei Stunden wurden die Steuerleute mit praktischen Übungen vertraut gemacht. Kunststoffpaddel, Holzpaddel und auch ein nur 350 Gramm leichtes Carbon-Paddel kamen zum Einsatz. Letzteres kostet rund 200 Euro, was den Drachenbootsport bei einer 20-köpfigen Mannschaft zu einer recht kostspieligen Angelegenheit machen kann.

Einen besonderen Moment erlebten die Kanufahrer, als plötzlich eine alte „Tante Ju“, Weiterlesen »

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