Singhofen hebt Geld vom “Sparbuch” ab
11. März 2010
Höhere Ausgaben bei fallenden Einnahmen, das ist die Tendenz des Haushalts 2010 in Singhofen, mit dem sich die Mitglieder des Gemeinderats am Montag auseinanderzusetzen hatten. Um Einnahmen und Ausgaben in der Waage halten zu können, muss die im Vergleich zu anderen “reiche” Gemeinde Geld von ihrem “Sparbuch” abheben: 360.000 Euro, berichtet die Rhein-Lahn-Zeitung heute.
Besonders krass fällt das Minus bei der Gewerbesteuer ins Gewicht, die um 220.000 Euro schrumpft, ebenso die Einkommensteuer — minus 64.000 Euro. Die Umlagezahlungen an Kreis und Verbandsgemeinde betragen demgegenüber 1,206 Millionen Euro — mehr als 2009. Bei den Investitionen stehen 251.000 Euro Gemeindeanteil für den Ausbau der Steinstraße ganz oben. Für die bereits in Auftrag gegebene Erneuerung der Straße “Am Sportplatz”, ein Wirtschaftsweg zwischen Schulstraße und Erich-Kästner-Straße, sind 18.500 Euro im Haushalt eingestellt. Ein Betrag, der allein zu Lasten der Kommune geht, weil die Anlieger keine Beiträge zu zahlen haben. für die keine Anliegergebühren fällig werden.
Der Gemeinderat sah weiter Diskussionsbedarf, zumal der Haushalt erst kurz vor Sitzung vorgelegen hatte. Mehrere Ratsmitglieder erklärten, dass bis zur Verabschiedung des Haushalts nach Einsparmöglichkeiten gesucht werden müsse. Genannt wurden in diesem Zusammenhang 10.000 Eurofür die Planung eines neuen Campingplatze, aber auch 7200 Euro Energie- und Wasserkosten für die Mehrzweckhalle, die als sehr hoch erschienen.




