Der theologische Stiftungsvorstand Pfarrer Gerd Biesgen und Dekanin Renate Weigel würdigten das Wirken von Pfarrer Markus Fehlhaber in der Stiftung Scheuern und für das ganze Dekanat Nassauer Land (von rechts).

Es flossen Tränen, und es gab rührende Worte, als Markus Fehlhaber in einem Gottesdienst als Pfarrer der Kirchengemeinde der Stiftung Scheuern und Ökumene-Referent des Dekanats Nassauer Land verabschiedet wurde. Die Zahl an Teilnehmenden war eingeschränkt und  herzliche Umarmungen unmöglich – die Pandemie machte den Abschied doppelt schwer. Aber immerhin: Fehlhaber wird noch Vertretungsdienste übernehmen. Seine neue Wirkungsstätte ist Wirges im Westerwald. Dort hatte der 58-Jährige schon im Oktober seinen Dienst angetreten.

„Wenn es so etwas gibt, dann war das Liebe mit einer Gemeinde auf den ersten Blick“, sagte Fehlhaber und erinnerte an seinen Start in der Stiftung im September 2015, zuvor hatte er bereits drei Jahre in die Gemeinde „reingeschnuppert“. Gottesdienste habe er gefeiert, wie er sie zuvor noch nie erlebt hatte. „Die waren von solcher Dichte und Strahlkraft, das werde ich vermissen“, so der Theologe, der zusammen mit seiner Handpuppe Gottlieb an schöne Erlebnisse erinnerte, etwa an Ausflüge zu den Kirchentagen nach Berlin und Dortmund oder zur Landesgartenschau in Bad Schwalbach, wo Pannen und Glück nah beinander gelegen hätten; aber das gehöre zum „Abenteuer Leben“ dazu, auch Abschiede.

Mit einem „Schatz in tönernen Gefäßen“, von denen der Korintherbrief in der Bibel erzählt, verglich Fehlhaber die Erfahrungen. Später erzählte er im persönlichen Gespräch, dass er die Abendmahlsgottesdienste immer besonders berührend empfunden habe. Die Aufmerksamkeit und Beteiligung sei da noch getoppt worden. „Da spürt man, dass es um was geht, dass viele empfangen, was den Hunger stillt“, schwärmte der Theologe. Sicher, manche würden sich zwei- oder dreimal anstellen und damit nicht „die Ordnung“ wahren. „Aber wer bin ich, es ihnen zu wehren?“

Sehr herzlich war die Verabschiedungsrede von Dekanin Renate Weigel. Sie blickte auf zwei Herzen, mit denen Fehlhaber seinen Dienst im Dekanat Nassauer Land tat und zitierte den Bibelvers aus dem Buch Samuel: „Ein Mensch sieht, was vor Augen ist, der Herr aber sieht das Herz.“ 2011 übernahm der Pfarrer die neu geschaffene halbe Ökumene-Stelle des Dekanats; die habe ihn da hingehen lassen, wo etwas anders ist, zu anderen Konfessionen und Religionen und zu Flüchtlingen. Andere und Anderes sehen und sich davon berühren lassen, habe dabei im Mittelpunkt gestanden. Mit der Übernahme der Pfarrstelle der Stiftungsgemeinde sei das Herz dann ganz groß geworden. Zusammen leben, arbeiten, spielen und feiern – „das hat froh gemacht“, sagte Weigel in ihrem Dank, bevor sie Fehlhaber für seinen weiteren Weg segnete. Zwei Geschenke gab’s für die zwei Dienste dazu: ein Buch über die „Wa(h)re Herzlichkeit“ und ein kunstvolles Kopfkissen.

Christa Schienmann brachte mit Bewohnervertreterinnen Fehlhaber nach dem Gottesdienst bewegend Worte des Dankes entgegen. Auch Pfarrer Dr. Raimar Kremer vom Zentrum Seelsorge und Beratung der Landeskirche war gekommen, um dem Theologen für seinen Dienst in dem wichtigen Seelsorgebereich für Menschen mit einer Behinderung zu danken. Und schließlich würdigte der theologische Vorstand der Stiftung, Pfarrer Gerd Biesgen Fehlhabers fünfjähriges Wirken, dessen Zuwendung, Einfühlungsvermögen und Sorgsamkeit, mit der er seinen Dienst tat. Auch wenn manches auf einem Weg verloren gehe: Der Weihnachtsstern leuchte als ein bleibendes Licht im Leben.

Pfarrer Julien Kita stammt aus Togo.

Endlich ist es soweit: Mit dem neuen Jahr und der neuen Gottesdienstordnung ist es auch in der Kirche St. Anna Seelbach wieder möglich, Gottesdienste zu feiern. Am Samstag, 9. Januar, um 18 Uhr geht es nach etwa neun Monaten mit einem Vorabendgottesdienst wieder los. Die Kirche wurde coronakonform eingerichtet, Desinfektionsspender stehen bereit, die Sitzgelegenheiten sind so gestaltet, dass genügend Abstand zwischen den Personen gehalten werden kann. Und natürlich herrscht Maskenpflicht während des ganzen Gottesdienstes. Für 26 Personen ist in der Kirche Platz, bei mehreren Personen aus einem Haushalt auch etwas mehr, da diese nicht alleine sitzen müssen.

Da die große Krippe aufgrund der Pandemiebedingungen nicht aufgebaut werden konnte (mehr als fünf Personen aus mehr als einem Haushalt), findet eine Krippe von Organistin Monika Klingelhöfer, gestaltet vom Lahnsteiner Keramiktechniker Hans-Peter Klaedtke, erstmals ihren Einsatz in der Kirche. Ganz ohne Krippe sollte der erste Gottesdienst auf keinen Fall stattfinden.

Und eine weitere Überraschung können die Besucher des Gottesdienstes erleben. Pfarrer Julien Kita, der seit November 2020 dem Pastoralteam der Pfarrei St. Martin Bad Ems-Nassau angehört (neudeutsch Kooperator), wird sich der Kirchengemeinde vorstellen. Pfarrer Kita ist gebürtig aus Togo, Westafrika. Nach Stationen in Münster und Paris kam er 2005 ins Bistum Limburg, wo er in Wirges, Braunfels und Montabaur wirkte.

Wer also die Seelbacher Kirche mal wieder von innen sehen will, sich die Keramikkrippe anschauen oder den neuen Pfarrer kennenlernen will, der ist recht herzlich für den Gottesdienst am 9. Januar eingeladen. Da wegen der Corona-Nachverfolgungsregeln Name und Kontaktmöglichkeiten festgehalten werden müssen, ist eine Reservierung entweder über das Pfarrbüro in Bad Ems (Tel. 02603/93692-0, st.martin@badems.bistumlimburg.de) oder über die Familie Merz (Tel. 02604-4796, stefan.merz1@freenet.de) notwendig. Spontane Besuche sind auch möglich, solange nicht alle Plätze vergeben sind.

Die Stadt Nassau erhält aus dem Bund-Länder-Programm „Wachstum und nachhaltige Entwicklung“ weitere 500.000 Euro an Städtebaufördermitteln für die laufende Entwicklung des Stadtkerns, wie Innenminister Roger Lewentz (SPD) bei der Übergabe des Bescheids mitgeteilt hat. Land und Bund unterstützen seit 2017 die Entwicklung des Fördergebiets und haben seither mehr als 830.000 Euro bereitgestellt.

Die Stadt kann mit den Fördergeldern des Bundes und des Landes städtebauliche Maßnahmen im Fördergebiet „Stadtkern Nassau“ finanzieren. „Nassau will die Mittel für weitere Vorbereitungsmaßnahmen sowie die Herstellung von öffentlichen Erschließungsanlagen einsetzen. Dabei hat sie insbesondere die beiden Straßenausbaumaßnahmen ‚Langenauer Straße‘ und ‚Im Bienengarten‘ sowie die Sanierung von zwei Brückenbauwerken über den Kaltbach im Blick. Daneben will die Stadt weitere private Modernisierungsmaßnahmen unterstützen. Die Maßnahmen stärken die Innenstadt insgesamt und sind Teil einer ganzheitlichen Entwicklungsstrategie, um den Bereich langfristig voranzubringen und für die Zukunft zu stärken“, so Lewentz.

Das Programm „Wachstum und nachhaltige Entwicklung“ unterstützt Städte und Gemeinden bei der Bewältigung des wirtschaftlichen und demographischen Wandels. Damit verbunden geht es in den geförderten Innenstädten und Stadtquartieren häufig um die Bewältigung von Leerständen oder Brachflächen, mit denen eine nachlassende Attraktivität für Bürgerinnen und Bürger einhergeht. Ziel des Programms ist es, diese Gebiete zu zukunftsfähigen und lebenswerten Quartieren zu entwickeln.

Die Städtebauförderung umfasst differenzierte Förderprogramme für unterschiedliche städtebauliche Herausforderungen. Mit den Programmen „Lebendige Zentren“ und „Sozialer Zusammenhalt“ stehen weitere Programme für die Entwicklung von Innenstädten sowie sozial benachteiligten Stadtteilen zur Verfügung. Das Angebot wird durch Investitionsprogramme für soziale Infrastruktur und Sportstätten abgerundet. „Das Fördersystem hat sich bestens bewährt, um Innenstädte aufzuwerten und sie als Quartiere zum Wohnen und Arbeiten attraktiv zu gestalten“, so Minister Lewentz. Er hob hervor, dass das Land den Städten und Gemeinden als Partner für eine attraktive, bürgernahe und zukunftsorientierte Stadtentwicklung zu Seite stehe.

In der Pflegeeinrichtung Haus Hohe Lay in Nassau wurden auf Veranlassung vom Kreisgesundheitsamt alle Bewohner und Mitarbeiter getestet. Die Zahl der Infizierten liegt mit Stand heute bei 61 positiv getesteten Bewohnern und 14 positiv getesteten Mitarbeitern. Leider sind ein 88-jähriger und ein 81-jähriger Bewohner, beide mit Vorerkrankungen, verstorben. Eine abschließende Mitteilung über die Anzahl insgesamt Infizierter ist erst möglich, wenn alle Laborergebnisse vorliegen. Folgende Maßnahmen gelten für das Haus:

– konsequentes Tragen der persönlichen Schutzausstattung

– kontinuierliches Tragen einer FFP 2 Maske

– Besuchsverbot für das gesamte Haus

– Zusammenlegung aller positiv getesteten Bewohner auf einen Wohnbereich

– Positiv getestete Mitarbeiter ohne Symptome können mit einer Legimitationsbescheinigung durch das Kreisgesundheitsamt die positiv getesteten Bewohner versorgen.

Unbekannte Täter haben in der Nacht zum Samstag einen in der Schulstraße in Nassau geparkten Pkw mutwillig erheblich beschädigt. Mittels Steinwürfen wurde die Windschutzscheibe zersplittert, die Motorhaube wurde stark zerkratzt und eingedellt. Die Schadenshöhe dürfte bei etwa 4000 Euro liegen, so die Polizei. Hinweise werden erbeten an die Polizei Bad Ems.

200 Altreifen illegal entsorgt

Unbekannte haben auf einer Wiese an der B 417 zwischen Obernhof und Kalkofen zwei Ladungen mit insgesamt etwa 200 Altreifen entsorgt. Darüber wurde die Polizei Bad Ems am Sonntagnachmittag informiert. Die Bevölkerung wird gebeten, sich bei Hinweisen auf einen Verursacher an die Polizeiinspektion Bad Ems zu wenden.

Westerwälder Landwirte haben am Montagabend vor dem Aldi-Zentrallager in Montabaur gegen aus ihrer Sicht zu niedrige Lebensmittelpreise demonstriert. Zwischen 22 und 1.30 Uhr versammelten sich etwa 13 Traktoren samt Fahrer und etwa 40 weitere Personen vor dem Gebäude im Industriegebiet „Alter Galgen“. Zeitweise wurden die Zufahrten zu dem Zentrallager blockiert, teilte die Polizei mit. Sie begleitete die spontane Versammlung, die nach ihren Angaben friedlich und störungsfrei ablief.

Ein Wohnhaus in Geisig ist am Dienstagabend gegen 20.45 Uhr in Brand geraten. Der 73-jährige Hausbewohner konnte sich nach vergeblichen Löschversuchen ins Freie retten und durch herbeieilende Nachbarn die Feuerwehr alarmieren. Das Gebäude wurde durch Flammen und starken Rauch unbewohnbar beschädigt. Die freiwilligen Feuerwehren aus Geisig, Oberwies, Dornholzhausen, Dessighofen, Nassau und Singhofen waren mit mehreren Löschzügen und 52 Einsatzkräften vor Ort. Vermutlich war der Brand entstanden, als im Wohnzimmer aufgestellte Kerzen umgefallen waren. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.

Der Fahrer eines weißen VW Golf Sportsvan hat am Samstag gegen 18 Uhr auf der B 260 zwischen Dauenau und Nassau ein Auto gefährlich überholt und ist bei Rot über die Ampel an der Koppelheck gefahren. Wie die Polizei berichtet, beschleunigte der Wagen im Kreisverkehr auf der B 260 am Ortsausgang Dausenau in Fahrtrichtung Nassau, als der Fahrer einen Streifenwagen sah. Kurz vor der scharfen Linkskurve in Richtung Nassau überholte er einen Pkw trotz durchgezogener Linie. Der Fahrer des überholten Wagens musste daher stark abbremsen.

An der Ampelanlage auf der B 260 kurz vor dem Ortseingang Nassau fuhr der Raser bei Rot weiter auf der L 330 in Richtung Stadteingang. Ein von rechts aus der Einmündung B 260 Koppelheck in Fahrtrichtung Bad Ems fahrendes Auto musste trotz grünem Ampellicht energisch abbremsen, um eine Kollision mit dem VW Golf Sportsvan zu vermeiden.

Geschädigte oder Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Bad Ems zu melden, Tel.: 02603/970-0.

Einbruch ins Nassauer Freibad

Unbekannte Täter sind zwischen Freitag, 15.30 Uhr, und Samstag, 10.30 Uhr, in das geschlossene Freibad in Nassau eingebrochen, indem sie über die Einfriedung geklettert sind. Dort versuchten sie, ein abgestelltes Drachenboot des Nassauer Kanu Clubs in das mit Wasser gefüllte Schwimmerbecken zu schieben. Hierbei wurde das Drachenboot beschädigt. Zusätzlich wurde eine Ruhebank zum Beckenrand des Springerbeckens hochgetragen und dort ins Wasser geworfen. Dabei wurden der Beckenrand und die Bank beschädigt. Ob auch der Boden des Edelstahlbeckens beschädigt wurde, muss noch geprüft werden. Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei in Bad Ems unter der Telefonnummer 02603-9700 zu melden.

Mit einer kleinen Jubiläumsfahrt feierte der NKC das 15-jährige Bestehen des Drachenboot-Teams 21Pirat.es. Foto: NKC

Das Jahr 2020 wird in den Geschichtsbüchern des Nassauer Kanu Clubs wohl eher als stürmisch in Erinnerung bleiben. Wegen der Coronapandemie konnte die Saison im Frühjahr nicht wie gewohnt Anfang April mit dem traditionellen Anpaddeln beginnen. Erst im Mai wurde es den Kanuten des NKC möglich, mit maximal zehn Personen in einem Boot zu starten. Und erst im Juli konnte das Anpaddeln zwischen Laurenburg und Nassau stattfinden.

Immerhin war es recht früh wieder möglich, individuellen Sport zu betreiben, denn eine Infektion mit dem Coronavirus im Einer- oder Zweier-Kajak oder auch auf dem Stand-Up-Paddel-Board zu war nahezu ausgeschlossen. So betätigten sich viele Sportler des NKC aktiv auf dem Wasser. Voraussetzung dafür war vor allem die Umsetzung und Beachtung der Hygienemaßnahmen im Bootshaus. Private Feiern, große Versammlungen im Clubraum sowie Vorstandssitzungen gab es erst einmal nicht wie gewohnt. Selbst heute dürfen sich nur maximal zehn Personen im Clubraum aufhalten. Dies ermöglicht dem Verein, wenigstens Vorstandssitzungen durchzuführen.

Höhepunkt der Saison war zweifellos die Bootstaufe des neuen 20er-Drachenbootes „Ilse Leifheit“ im Juni. Durch großzügige Unterstützung guter Freunde wurde diese Anschaffung überhaupt erst möglich. Der NKC ist nun mit dem Zehner-Racing-Boot sowie dem 20-er-Racing Boot gut für die Zukunft aufgestellt, um die Drachenbootregatta auch in den kommenden Jahren auszurichten.

Da wegen der Pandemie nur ein kleiner Personenkreis zur Bootstaufe zugelassen war, konnte an diesem Tag auch der 70. Geburtstag des NKC nicht wie gewohnt „zünftig“ gefeiert werden. Dennoch hatten es das Orga Team und die Ehrengäste geschafft, für einen feierlichen Rahmen zu sorgen.

Neben den Einzelsportlern konnten im August auch die Mannschaftssportler für drei Wochen Fahrt aufnehmen. Da es mittlerweile erlaubt war, im Freien mit 30 Personen Sport zu machen war der Weg auch wieder frei für die Drachenboote. Der NKC bot diesen in einem Zeitraum von drei Wochen ein freies Training an. Dies wurde von einigen Teams gerne angenommen, und hier und da hörten die Nassauer mal wieder die Trommelschläge.
So konnte auch eine kleine Jubiläumsfahrt durchgeführt werden, denn das Drachenbootteam „21pirat.es“ feierte in diesem Jahr seinen 15. Geburtstag. Die Fahrt begann in Nassau. Steuermann Kalli Wiemann hielt dann Kurs auf den Hafen am Hollerich. Dort wurde das Team herzlich von den dortigen Kapitänen empfangen, und nach einem kleinen Umtrunk ging die Fahrt wieder zurück nach Nassau. 

Im Spätsommer konnten Jessica Pebler und Tobias Maxeiner das Jugendtraining anbieten. Jeweils montags trafen sich Trainer und Jugendliche zu den Übungsfahrten. Eine besondere Aktion hatten die beiden Trainer dennoch im Blick. Die Jugendlichen und Betreuer der Sozialarbeit Weißenthurm waren zu Gast am NKC-Bootshaus. Dort konnten sie kostenlos einen schönen Tag auf der Lahn verbringen. Die Gäste fühlten sich an diesem Tag sehr wohl, wurden kompetent beraten und betreut — alles ehrenamtlich und mit viel Spaß.

Neben der Absage der 13. Nassauer Drachenbootregatta konnte der Verein an keinen offiziellen Wettkämpfen teilnehmen. Insgesamt war der Vorstand froh, dass der „kleine“ Betrieb aufrecht erhalten bleiben konnte und sich vor allem niemand am Bootshaus infiziert hat. Die Paddelsaison endet sehr leise, da das diesjährige Abpaddeln ebenfalls abgesagt werden musste. „Hoffen und freuen wir uns auf eine neue Saison im Jahr 2021, in der hoffentlich wieder alles etwas lebendiger werden kann“, lautet das Fazit des NKC-Vorsitzenden Kalli Wiemann.

„Bis zum Saisonstart 2021 ist der Fahrplan abgesteckt, weitere Ausbaufragen können dann im Winterhalbjahr wieder mit allen 3KR-Gemeinden diskutiert und abgestimmt werden“, hielten Hans Schmid und Arnd Witzky mit den Aktiven des Heimatvereins fest, als sie bei einem Ortstermin in Singhofen das Thema „Norderweiterung“ angingen.

Seit Frühjahr sind auf verschiedenen Kanälen die Aktivitäten zu weiteren Ausbaustufen des „3 Kastelle Rundweges“ erfolgt, der seit nunmehr über zehn Jahren als Beispiel für erfolgreiche Zusammenarbeit der Limesgemeinden in unserer Region steht. So wurde die geplante digitale Erfassung bestehender Rundwegevorschläge aus dem 3-KR-Netz konzipiert. Ellen Meyer von der „Touristik im Blauen Ländchen“  hat diese Routen in Abstimmung mit dem Ansprechpartner für die 3 KR-Gemeinden erfasst und in das Rad-Wander-Portal „Outdoor-Active“ eingestellt.
„Interessierte aus Nah und Fern können sich somit auch leicht digital vorab informieren und ihre Routen planen. Gerade bei der Corona bedingt verstärkten Urlaubszeit vor Ort ist dies ein zusätzlicher Service für unsere Zielpublikum“ sind sich die Akteure sicher.  

Übersichtsflyer/-karte und Einzelrouten wurde auch im Rahmen der von dem Nastättener VG-Chefs Jens Güllering mitinitiierten Reihe  „Natur nah Rad-Wandern im Blauen Ländchen“ abgedruckt, wobei der QR-Code auf online verfügbare weitergehende Informationen verweist. Die digitale Vernetzung der Limesgemeinden spiegelt sich dann auch im Internet wieder, wo z.B. künftig die Pohler Limesportalseite auf Outdoor-Active-Daten verweisen wird. 

Eine weitere Ausbaustufe zeichnet sich auch bei der Aktualisierung der Übersichtstafeln an den Einstiegsparkplätzen ab, nachdem die geplante Umsetzung zum Saisonstart im Frühjahr zunächst Corona bedingt zurückgestellt wurde.  Bei der letzten Neuauflage 2018 war bereits eine Erweiterung der Kartenübersicht mit Ausweisung der Anschlusswege im Süden in Richtung Nastätten und Westen bis Marienfels erfolgt. Bei der jetzt anstehenden Kartenaktualisierung werden Richtung Norden auch die Anschlusswege bis Singhofen in die Übersicht aufgenommen.

Hans Schmid aus Singhofen, Thomas Steffen aus Pohl und Arnd Witzky aus Bettendorf, als ehemalige Bürgermeister ihrer Gemeinden im Limesförderkreis seit langem mit dem Gesamtthema bestens vertraut, ließen hier die schon länger schlummernde Idee in Abstimmung mit den heute Verantwortlichen Wirklichkeit werden. Dabei wollen sich insbesondere Akteure aus dem Singhofener Heimatverein und den Gemeinden Bettendorf und Marienfels im Herbst-/Winterhalbjahr bei der Umsetzung einbringen. Bei allen Treffen und Aktivitäten werden die Coronavorgaben den Takt bestimmen. 

Erfreulicherweise hat die Wirtschaftsfördergesellschaft des Kreises ihre weitere Unterstützung dieses besonderen (verbands)gemeindeübergreifenen Projektes zugesagt. Sie stellt „im Interesse des Fremdenverkehrs bei der Aktualisierung und Erweiterung der Übersichtstafeln“ die finanziellen Weichen für die Umsetzung. „Von den Anlagen des Limeskastells in Holzhausen bis zu den keltischen Wallanlagen der „Alten Burg“ in Singhofen kann der 3 KR- Rad-Wanderer künftig hier Zeitgeschichte erleben. Dabei laden die vielseitigen sonstigen interessanten Angebote der Region ein,  das Freizeitangebot von  A wie Angeln bis Z wie Zelten zu nutzen“ ist als erstes Fazit der Erweiterung schon festzustellen.

Der Kindergarten Am Kaspersbaum  in Singhofen ist, wie Landrat Frank Puchtler mitteilt, in Abstimmung mit dem Träger, der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau, weiter vorsorglich bis einschließlich Montag geschlossen.  Ein Kind wurde positiv auf Corona getestet, wie bereits berichtet. Es befinden sich 26 Personen in Quarantäne, darunter Kita-Personal und Kinder. Den Betroffenen wurde eine Testung angeboten, die durch den niedergelassenen Arztbereich durchgeführt wird.

Das Gesundheitsamt steht weiterhin im engen Austausch mit der Kita-Leitung und der Trägerschaft.

Aufgrund steigender Corona-Fallzahlen im Rhein-Lahn-Kreis haben sich die Verantwortlichen des Limeskastells Pohl entschließen müssen, die Konzerte von Ulrike Neradt (Freitag, 30.10.20) und Anne Haigis (Samstag, 7.11.20) abzusagen. Für den unterhaltsamen Abend mit Ulrike Neradt und dem Motto „C’est la vie“ bemüht sich das Limeskastell, kurzfristig einen Ersatztermin zu finden, für den bereits erworbene Tickets Gültigkeit behalten würden. Die Karten können aber auch an den jeweiligen Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden. Der Kaufpreis wird erstattet.

Das Konzert mit Anne Haigis am Samstag, 7. November, wird auf den 12. Juni 2021 verschoben. Auch hier können bereits erworbene Tickets an den jeweiligen Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden, wobei ebenfalls der Kaufpreis erstattet wird. Für den neuen Veranstaltungstermin 12. Juni 2021 behalten nicht erstattete Tickets ihre Gültigkeit. Direkt-Reservierungen im Kastell müssen allerdings erneut vorgenommen werden.

Anne Haigis arbeitet gerade an neuem Material und wird – möglicherweise open air – ihre neue CD vorstellen. Informationen gibt es immer auf der Kastell-Homepage www.limeskastell-pohl.de.  

Anne Haigis. Foto: Michael Bahr

Anne Haigis konnte eine restlos ausverkaufte Basilica schon im Februar 2019 vollkommen begeistern. Jetzt gibt es auf vielfachen Wunsch ein weiteres Konzert mit der wunderbaren Künstlerin, und zwar am Samstag, 7. November, um 20 Uhr im Limeskastell Pohl. „Carry on“ steht nicht nur für die aktuelle Tour von Anne Haigis, sondern für ihr Leben, ihr Schaffen, ihren Antrieb und nicht zuletzt für 40 Jahre „on stage“. 15 Studio- und Live-Alben sowie unzählige Solo- und Gemeinschaftsprojekte runden das Leben dieser außergewöhnlichen Sängerin ab.

Mit ihrer unvergleichlichen Stimme werden auch die Publikumslieblinge „Freundin“, „No man’s land“ „Kind der Sterne“, „Geheime Zeichen“ und „Haut für Haut“ zu hören sein. Und der Song „Waltzing Mathilda“ gehört ganz klar zu Annes besten Liedern, die je geschrieben wurden. Mühelos schlägt sie Brücken von US-Southern Rock über Blues bis hin zu Gospel & Folk -Genres, mit denen Anne sich von jeher tief verwurzelt fühlt. 

Die Presse schreibt: „Die ist echt. Anne Haigis singt wie Anne Haigis schon immer gesungen hat – ungebändigt, unaufhaltsam, ungekünstelt, wahrhaftig.“ Heute heißt das »authentisch«. Ein Konzert mit der vielseitigen Musikerin fühlt sich, gerade deshalb, wie ein Abend unter Freunden an. Nähere Einzelheiten unter www.anne-haigis.de.

Eintritt: 20 Euro (für Schüler*innen, Studierende, Auszubildende: 18 EUR). Bestuhlt (freie Platzwahl). Einlass ist ab 19.15 Uhr. Die Abendkasse öffnet um 19.00 Uhr. Tickets gibt es im Vorverkauf bei Bücherland, Römerstraße 35-37, 56355 Nastätten (Tel.: 06772 960097) und Buchhandlung Jörg, Amtsstraße 13, 56377 Nassau (Tel.: 02604 356). Sie sind auch im Kastell an der Abendkasse erhältlich oder unter www.eventim.de (kleine Gebühr möglich). Vorherige Kartenreservierungen sind möglich im Kastell zu den Öffnungszeiten persönlich bzw. telefonisch (06772 9680768) oder jederzeit per Mail (officium@limeskastell-pohl.de). 

Für die Veranstaltung gelten Corona-bedingt folgende besondere Vorgaben, um deren Beachtung gebeten wird: Die Konzerte finden mit 50 Sitzplätzen statt, die möglicherweise schon im Vorverkauf vergriffen sind. Telefonische Kartenbestellungen sind zu den Öffnungszeiten im Kastell oder jederzeit per Mail möglich. Die Karten werden bis 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse reserviert. Falls der Auftritt wegen veränderter Pandemie-Bedingungen abgesagt werden muss, wird der Eintrittspreis in den Vorverkaufsstellen erstattet. Alle Besucher müssen sich vor dem Konzert registrieren. Am zugewiesenen Sitzplatz kann die erforderliche Mund-Nasen-Maske abgenommen werden. Beim Verlassen des Platzes ist eine Maske zu tragen. In der Pause sowie vor- und nach dem Konzert ist für ein angemessenes Catering gesorgt. Heinz Pfeifer

Obernhof. Unbekannte Täter haben zwischen Donnerstag, 8., und Samstag, 10. Oktober, mehrere Schriftzüge an die Betonwand der Bahnunterführung Seelbacher Straße gesprüht. Hinweise auf den oder die Täter existieren nicht. Zeugen, die Angaben zur Sache machen können, werden gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Bad Ems in Verbindung zu setzen. Der Schaden dürfte sich auf rund 500 Euro belaufen.

Singhofen. Unbekannte Täter sind vermutlich am zwischen 9. und 13. Oktober in ein Gartengrundstück am Hausbach eingebrochen. Dort brachen sie die Hütte auf, besprühten diese mit roter Farbe und randalierten. Hinweise werden an die Polizei Bad Ems erbeten: Tel. 02603-9700.

Am Samstag, 7. November, 20 Uhr (Einlass: 19.30 Uhr), präsentiert der Verein KulturWerk Nassau die Kölner Kabarettistin Vera Deckers in der Stadthalle. Der Verein freut sich, nach der Corona-bedingten Programmpause nun unter Beachtung von Schutz- und Hygienemaßnahmen wieder Kultur in Nassau anbieten zu können.

Die Narzissten haben die Macht übernommen. Verpackung ist wichtiger als Inhalt. Aufmerksamkeit ist die globale Währung. Existent ist nur noch, wer online ist – und der Lauteste gewinnt. Das ist einerseits schrecklich, andererseits zum Schreien komisch. Helikoptereltern halten ihre Kinder auf der Schaukel an und Zucker für das neue Heroin. Teenager experimentieren nicht mehr mit Drogen, sondern posieren für Selfies und schuften als Influenzer im Youtube-Tagebau. Selbstverwirklichung ist das Gebot und jeder kann ein Star sein. Aber wenn jeder die erste Geige spielt, wie klingt dann das Orchester? Und wieso kann man Schreihälsen nicht einfach den Twitter-Account sperren? Selbstoptimierer tragen Fitness-Tracker, zählen Schritte, Kalorien, Schweißtropfen, Rülpser und das Geschnarche im Schlaf.

Solche Zeiten erzeugen Selbstzweifel: Kann Kabarett am Puls der Zeit sein, wenn man nicht mal ’ne Pulsuhr hat? Wie soll ich mich selbst verwirklichen, wenn ich als Freiberufler nicht mal eine Wohnung finde? Warum ist ein Vollbart nicht mehr Mathelehrern mit Cordhosen vorbehalten? Seit wann wird nicht mehr auf Begabung hin gefördert, sondern auf Verdacht? Und wieso werden im Flugzeug eigentlich keine Nüsschen mehr gereicht? Den Wahnsinn der heutigen Zeit belegt Vera Deckers anhand von wissenschaftlichen Studien und findet auch Beruhigendes: Gelegenheitstrinker leben länger als Leute, die gar keinen Alkohol trinken. Ist also doch noch nicht alles verloren? 

Vera Deckers bringt Kabarett auf höchstem Niveau nach Nassau – äußerst charmant und treffsicher. Von Beruf ist sie Psychologin, ihre Berufung hat sie aber in der Stand-up-Comedy gefunden. Mit Witz und Intelligenz erklärt sie, wie Kommunikationshürden und Fallen des modernen Lebens überwunden werden können. Die Kölnerin ist eine Meisterin ihres Fachs und spielt sich in Windeseile in die Herzen der Zuschauer. 

Der ursprünglich bereits für März geplante Kabarett-Abend findet nun am 7. November unter Berücksichtigung entsprechender Hygienevorschriften und Schutzmaßnahmen statt. Die Tickets kosten 15 Euro zzgl. Gebühren (Ermäßigung für Schüler/Studenten/Behinderte gegen Nachweis). Der Ticketverkauf erfolgt über www.ticket-regional.de/kulturwerknassau mit nummerierten Plätzen und unter Berücksichtigung von Mindestabstandsregeln. Eine Abendkasse steht nicht zur Verfügung, es können jedoch bis kurz vor der Veranstaltung noch Online-Tickets erworben werden. 

Die für den ursprünglich geplanten Termin erworbenen Tickets behalten ihre Gültigkeit. Besitzer dieser Tickets werden gebeten, sich rechtzeitig vor der Veranstaltung bei KulturWerk Nassau e.V. unter Tel. 0176 628 203 75 zu melden, damit ein nummerierter Platz zugewiesen werden kann. 

Das KulturWerk Nassau e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Kultur in der Stadt Nassau zu fördern. KulturWerk führt selbst Veranstaltungen mit lokalen und überregionalen Künstlern verschiedener Sparten durch, unterstützt Kulturtreibende und will zudem ein Netzwerk etablieren, um das kulturelle Leben der Stadt Nassau zu bereichern. 

Auch in diesem Jahr wurde in Kloster Arnstein wieder der traditionelle Gottesdienst zum Erntedankfest gefeiert. Gerade in eher ländlich geprägten Kirchorten mit weiten Feldern, Obstwiesen und gar Weinbergen ist dieser Gottesdienst stets ein Ausdruck der Dankbarkeit für die Gaben, die Gott immer wieder aufs Neue den Menschen schenkt. Da aufgrund der Corona-Pandemie die anschließende Begegnung leider nicht stattfinden konnte, hatte der Ortsausschuss  von Arnstein eine kleine Aufmerksamkeit vorbereitet: So konnten alle Gottesdienstbesucher selbstgemachte Marmelade und frisch gepflückte Äpfel mit nach Hause nehmen und sich den damit verbundenen Dank an Gottes wunderbare Schöpfung zum Beispiel am Frühstückstisch gewiss machen.

Die Explosion eines Wohnhauses am Dienstag gegen 10.10 Uhr in Arzbach hat Polizei, Rettungsdienste und die Feuerwehren der ganzen Region in Atem gehalten. Sämtliche Zufahrtsstraßen nach Arzbach wurden großräumig gesperrt. Bei der Explosion des Hauses in der Hauptstraße wurde ein 54-jähriger Mann so schwer verletzt, dass er mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen werden musste. Zur Ursache für die Explosion und den nachfolgenden Brand machte die Polizei bisher keine Angaben. Das Haus wurde stark beschädigt. Die weiteren Ermittlungen hat die Kripo in Montabaur übernommen.

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