lewentz_bruchhäuser

Im Dienethaler Dorfgemeinschaftshaus ging es mit Staatsminister Roger Lewentz (4. v. l.) und Uwe Bruchhäuser (6. v. l.) um das Thema Sicherheit im heimischen Raum, zu der Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste und gute Nachbarschaft ihren Teil beitragen. Foto: SPD-Gemeindeverband

Das legendäre „Dienethaler Thalerfest“ und „Rock im Tal“ hatte Staatsminister Roger Lewentz (SPD) noch in Erinnerung, als er zu Besuch im Dorfgemeinschaftshaus weilte. Doch dieses Mal ging es um ein ernstes Thema, das alle betrifft, nämlich die Sicherheit im heimischen Raum.

Bevor der Minister hierzu Ausführungen machte, galt es zunächst, die Gäste zu begrüßen. Diese Aufgabe fiel dem Beigeordnete der VG Nassau, Dieter Ewert, zu. Neben Roger Lewentz hieß er namentlich den Bewerber für das Bürgermeisteramt, Uwe Bruchhäuser, willkommen. Besondere Freude drückte Ewert darüber aus, das die verdienten Dienethaler Ortsbürgermeister a.D. Florian Annas und Karl-Heinz Wagner sowie Aktive der Ortsgemeinde, unter ihnen Klaus Ochtinger, an der Veranstaltung teilnahmen. Auch Vertreter der Polizeiinspektion Bad Ems bekundeten durch ihre Anwesenheit Interesse an der Versammlung.
Nach Eröffnung der Konferenz durch Gisela Bertram, Beigeordnete der VG Bad Ems, ließ es sich Staatsminister Roger Lewentz nicht nehmen, gezielt die PI Bad Ems anzusprechen. Nachdem er die allgemeine Sicherheitslage und das Ranking von Rheinland-Pfalz im Ländervergleich dargestellt hatte, hob er die Leistungsfähigkeit der heimischen Dienststelle hervor. Immerhin an die tausend Straftaten im Emser Raum und etwas über vierhundert im Nassauer Raum fallen dort jährlich an. Die Aufklärung liege zum Teil erheblich über der durchschnittlichen Quote, teilte Lewentz mit.

Die Vertreter der Polizeiinspektion waren auch in der Aussprache, die von der Vorsitzenden des SPD-Gemeindeverbands Marlene Meyer moderiert wurde, gefragte Gesprächspartner. Die Polizeivertreter unterstrichen ihre hohe Kompetenz durch qualifizierte Aussagen zur Präsenz vor Ort, zu den Einsatzregeln des Streifendienstes und zur Zusammenarbeit mit Nachbardienststellen, dem Jugendamt des Kreises und den Ordnungsämtern der Verbandsgemeinden.
Der Bewerber für das Bürgermeisteramt, Uwe Bruchhäuser, zeigte hohe Achtung vor der Arbeit der Polizei. Er griff auch Aussagen des Staatsministers zur Bedeutung der Feuerwehren für die Sicherheit der Bürger auf. Die notwendige Hilfe bei der Nachwuchsförderung und die bessere Anerkennung des ehrenamtlichen Dienstes sei eine wichtige Aufgabe. Leitende Funktionen müssten von Verwaltungsaufgaben entlastet werden, in den Rathäusern sei Personal mit Feuerwehrsachverstand wünschenswert.

Dies bestätigte Staatsminister Lewentz. Zum Schutz aller Bürger verblieben auch nach der Fusion drei Stützpunktwehren an den Standorten Bad Ems, Nassau und Singhofen. Die Verantwortung der neuen Verbandsgemeinde für Nachbeschaffungen und funktionsgerechte Gerätehäuser werde wachsen.
Im weitesten Sinne biete auch gute Nachbarschaft und Gemeinschaft ein Stück Sicherheit, so Lewentz und Bruchhäuser übereinstimmend. Eine gute Gemeinschaft werde durch die Vereine geprägt. Der Staatsminister hatte, bevor er zur Sicherheitskonferenz nach Dienethal gekommen war, Zuschussbewilligungen für Maßnahmen in Nassau und Bad Ems übergeben. „Es dient der Anerkennung des Ehrenamtes in den Vereinen, wenn wir deren Trainings- und Sportanlagen fördern“, so Lewentz. In Nassau kann jetzt, nach Anregung der Sportvereine vor einigen Jahren, ein Kunstrasenplatz entstehen. Der Platz kommt besonders den Kindern und Jugendlichen zugute. „Das ist gut angelegtes Geld“, so Uwe Bruchhäuser, „denn Sport ist ideal für Integration und Prävention“. Die Aussprache zeigte, dass alle genannten Aspekte zu einem umfassenden Sicherheitsdenken dazu gehören.

AichDie Lollschieder Kriminalautorin Christel M. Aich stellt ihre Bücher als E-Books zum kostenlosen Download ins Internet. Alle Interessierten können sie unter der Adresse https://www.edoweb-rlp.de finden. Ein Reader ist nicht unbedingt erforderlich. Die Krimis können auf jedes Endgerät geladen werden. Aus der Feder der Autorin stammen Bücher wie Internet@mord.de oder zuletzt Das Gift der Dorfschnepfen.

Der BVB-Fanclub Rhein-Lahn 09 feiert am Samstag, 30. Juni, sein fünfjähriges Bestehen. Der Fanclub hat sich in dieser Zeit gut entwickelt und mittlerweile über 200 Mitglieder, die auch regelmäßig zu BVB-Spielen fahren. Die Feier findet auf dem Sportplatz in Hunzel statt. Gemeinsam mit dem SV Hunzel sorgt der Fanclub für ein ansprechendes Programm. Neben einem Hobbyturnier, Hüpfburg, verschiedenen Speisen und Getränken wird auch eine große Tombola angeboten, bei der es viele und tolle Preise zu gewinnen gibt. Außerdem übergibt der Fanclub an diesem Tag zwei Spenden an soziale Einrichtungen aus der Region. Im Anschluss an das Turnier findet noch eine Party mit Musik im Vereinsheim des SV Hunzel statt. Der Fanclub und der SV Hunzel würden sich über viele Besucher sehr freuen.
Egal ob Groß oder Klein, BVB-Fan oder nicht, jeder ist herzlich willkommen.

Als Abschluss des Frühjahrsprogramms „römert“ es im Limeskastell Pohl noch einmal mit ein Highlight für Groß und Klein. Die Gladiatorenschule „Ludus Nemesis“ aus Hamburg kommt am Wochenende 23./ 24. Juni ins Kastell. Natürlich wollen sie nicht nur lagern, sondern auch den Besuchern spannende Duelle und Demonstrationen zeigen und umfangreiche Erläuterungen geben.
Die Gruppe stellt Kämpfer des 1. Jahrhunderts nach Christi dar. Sie zeigen Ausrüstung und die Paarungen der einzelnen Gladiatorentypen, und alles basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die Darsteller demonstrieren und erläutern auch, dass die Gladiatorenkämpfe kein sinnloses Gemetzel waren, sondern ein bei den Römern beliebter Sport, der bestimmten Regeln unterlag und von Profis praktiziert wurde.
Das Wochenende ist also ein MUSS für alle großen und kleinen Römerfreunde und Interessenten. Vorführungen finden am Samstag um 12, 15 und 18 Uhr sowie am Sonntag um 11.30 und 14.30 Uhr statt. Dieses Spektakel an Darbietungen gibt es zum normalen Eintrittspreis. Näheres unter www.ludus-nemesis.de.

Wenn das Kastell am Samstagabend, 23. Juni, dann seine Pforten schließt, gibt es anschließend um 20 Uhr eine Open-Air-Veranstaltung. Es spielt ZigMa (das sind Ziggy Ziegler aus Seelbach und Manuel Bremser aus Pohl) am Lagerfeuer unplugged fetzige Cover-Songs. Für 4 Euro Eintritt gibt es einen schönen unterhaltsamen Abend in romantischer Lagerfeueratmosphäre zu erleben. Fußball-Interessierte werden ebenfalls zufrieden sein.

60 Jahre CDU Seelbach - Attenhausen

Bürgermeisterkandidatin Marion Krätz (Mitte) beim Antrittsbesuch bei der CDU Seelbach/Attenhausen. Foto: CDU

Zum 60-jährigen Bestehen hatte die CDU Seelbach/Attenhausen Mitglieder und Freunde zu einer kleinen Feierstunde in das Seelbacher Bürgerhaus eingeladen. Vorsitzender Stefan Merz hielt einen Rückblick auf die vergangenen 60 Jahre. 1958 geründet, leben von den Gründungsmitgliedern heute nur noch Manfred Abel und Eugen Schuck. Fast alle Gründungsmitglieder waren in politischen Gremien aktiv, so Gerhard Möller als Kreistagsmitglied, im Gemeinderat und als Beigeordneter, Edgar, Antonius und Eugen Schuck und Manfred Abel als örtliche Ratsmitglieder.
Ein weiteres wichtiges Mitglied war Werner Balmert, der seit 1974 als jüngster Ortsbürgermeister von Rheinland-Pfalz die Geschicke der Gemeinde Seelbach leitete und den Ortsverband über viele Jahre führte. Er war auch maßgeblich bei der Gründung der Verbandsgemeinde Nasau beteiligt. Mit ihm erlangte Seelbach seine besten Zeiten, etwa Sieger beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ in der Hauptklasse, der Bau der Landesstraße nach Obernhof, die Ausweisung von vielen Baugebieten, die Dorfsanierung, der Bau und die Umgestaltung des Bürgerhauses, des Tennisplatzes und die Erschließung des Gewerbegebietes Am Weiher. Leider verstarb er 1992 mit 46 Jahren viel zu früh.
Auch in Attenhausen haben Mitglieder wie Ehrenbürger Dieter Ebertshäuser mit 35 Jahren als Ortsbürgermeister und Reinhard Merz mit 25-jähriger Beigeordnetentätigkeit die Geschicke der Gemeinde mitbestimmt.
Auf Werner Balmert folgte die Zeit unter Ortsbürgermeisterin Anneliese Jungwirth, die 2017 im Rahmen des 875-jährigen Jubiläums des Ortes zur Ehrenbürgerin ernannt wurde. Mit Ihr startete Seelbach in das Zeitalter der Rentnerband und der Baugebiete am Windrad. Ihr zur Seite standen die Ratsmitglieder Leopold Jungwirth, Klaus Buttermann und Doris Wagner und in der jüngsten Vergangenheit Rolf Urmersbach, Harald Egert, Eugen Arnold, Manfred Fischer und Carmen Merz.
Nach dem Rückblick des Vorsitzenden erfolgte der mit Spannung erwartete Vortrag von Bürgermeisterkandidatin Marion Krätz, die der Einladung nach Seelbach gerne gefolgt war. Sie informierte die Unionsanhänger über ihren Wahlkampf und die Ziele für die neue Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau. Das Zusammenwachsen der Regionen wird sicherlich eine der wichtigsten Aufgaben sein, so Krätz. Gerne unterstützen die Mitglieder des Ortsverbandes Marion Krätz beim kommenden Wahlkampf, insbesondere Eugen Arnold und Harald Egert, die auch als Kandidaten für den Verbandsgemeinderat bereitstehen.
Mit Hinweisen auf den bevorstehenden Ausflug des Ortsverbandes in die fränkische Schweiz beendete Vorsitzender Stefan Merz den offiziellen Teil des Abends und leitete zu einem gemütlichen Abend bei Essen und Trinken mit angenehmen Gesprächen über.

EuropäischerWettbewerb

Freudige Gesichter gab’s bei den vielen Siegerinnen und Siegern des Europäischen Wettbewerbs, die jetzt im Kreishaus ausgezeichnet wurden.

„Denk mal – worauf baut Europa?“ war das Motto des diesjährigen Europäischen Wettbewerbs, den die Europa Union seit vielen Jahrzehnten – insgesamt ist es bereits der 65. Wettbewerb – auch im Rhein-Lahn-Kreis veranstaltet. Schülerinnen und Schüler waren dabei aufgerufen, sich künstlerisch mit dem Thema „Europäisches Kulturerbejahr 2018“ auseinanderzusetzen. Der Erfolg spricht für sich und dürfte allen Europaskeptikern ein wenig Hoffnung machen: Insgesamt 809 Arbeiten wurden eingereicht. Damit steht der Rhein-Lahn-Kreis auf Platz 2 in Rheinland-Pfalz. Und bei der Zahl der teilnehmenden Schulen, 15 Grund- und Hauptschulen, Realschulen plus, Gymnasien und eine Förderschule – steht der Kreis sogar an der Spitze des Bundeslandes. Dieses gute Abschneiden im Landesvergleich ist fast schon Tradition, dank des aktiven Kreisverbandes der Europa-Union unter Leitung des Vorsitzenden Dr. Michael Monet und der ungebrochenen Teilnahme der Schulen gehört der Rhein-Lahn-Kreis fast alljährlich zur Spitzengruppe im Land.

Zu einem echten Wettbewerb gehört natürlich auch eine Preisverleihung, und so wurde das Kreishaus in Bad Ems von einer riesigen Menge junger Menschen in Besitz genommen, die einen der begehrten Preise entgegen nehmen konnten. Zehn Schülerinnen und Schüler haben auf Kreis-, Landes- und Bundesebene den 1. Preis gewonnen: Milan Brzank und Lina Noetzel von der Grundschule Nassau, Lilly Schöppler von der Grundschule Hahnstätten, Hanna Luß, Jonas Hilpüsch, Jarno Visser und Medea Ellermeier von der Grundschule Dausenau sowie Laijana Heidemann und Lena Jäger vom Johannes-Gymnasium in Lahnstein.

Der Dank der Europa-Union galt zu allererst natürlich den Schülern, die sich eingehend mit Europa beschäftigt hatten, aber auch den Mitstreitern, ohne die ein solches Großprojekt nicht durchgeführt werden könne. Dieser Dank ging zunächst an den Schirmherrn, Landrat Frank Puchtler, und die Kreisverwaltung, insbesondere aber auch an die Nassauische Sparkasse, deren großzügige Unterstützung die Durchführung des Wettbewerbs erst möglich macht.

e1_vortrag_juni

Grünenliste_winkler

Für den VG-Rat kandidieren: (von links) Erika Fritsche, Josef Winkler, Petra Spielmann, Bettina Krauß, Dr. Bernd Paffrath, Dr. Jürgen Gauer und Elfriede Schmidt.

Der ehemalige Bundestagsabgeordnete und aktuelle Landesvorsitzende der Partei Bündnis 90/Die Grünen, Josef Winkler (44) aus Bad Ems, kandidiert für das Amt der Bürgermeister der künftigen Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau. Winkler wurde in einer Mitgliederversammlung der Grünen am Montag zum Kandidaten gekürt — einstimmig.

Josef Winkler bedankte sich für das Vertrauen und sagte: „Ich freue mich auf diese Herausforderung und freue mich auf den demokratischen Wettbewerb mit den Bewerbern und der Bewerberin aus den anderen politischen Parteien bzw. Verbänden um das Amt des Bürgermeisters.“ Leo Neydek stellte fest: „Es ist Zeit für den ersten Grünen Bürgermeister Josef Winkler. Ich freue mich außerdem, dass aus den zwei grünen Ortsverbänden, Bad Ems und Nassau vor kurzem ein gemeinsamer geworden ist. Wenn das Zusammenwachsen der beiden Verbandsgemeinden so gut gelingt wie das der beiden Ortsverbände, dann kann man hoffnungsfroh in die Zukunft blicken. Es war dagegen schwer, aus der nun großen Auswahl guter Kandidatinnen und Kandidaten für die Liste zur Wahl zum Verbandsgemeinderat eine Auswahl zu treffen. Wir hatten die Qual der Wahl und haben es gut gemeistert.“

Die Grüne Liste für die Verbandsgemeinde mit 21 Kandidatinnen und Kandidaten wird von Erika Fritsche aus Winden, Josef Winkler aus Bad Ems, Petra Spielmann aus Bad Ems, Dr. Bernd Paffrath aus Kemmenau, Elfriede Schmidt aus Bad Ems, Dr. Jürgen Gauer aus Kemmenau und Bettina Krauß aus Winden angeführt.

Auf die weiteren Plätze wurden gewählt: Jörg Nett aus Nassau, Irmtraud Wahlers aus Fachbach, Gerhard Fritsche aus Winden, Simone Hobrecht aus Nassau, Michael Spielmann aus Bad Ems, Bärbel Scheibe aus Weinähr, Oliver Herrmann aus Winden, Günter Schmitt aus Bad Ems, Michaela Hirte aus Winden, Peter Nettesheim aus Nassau, Leo Neydek aus Kemmenau, Heinz Heller aus Winden, Annette Heller aus Winden und Hans-Peter Hirte aus Winden.

Bei der Bürgermeisterwahl bekommt es Winkler mit mindestens drei Mitbewerbern zu tun: dem Realschullehrer Claus Eschenauer (32) aus Arzbach, der von den Freien Wählern ins Rennen geschickt wird, der Diplom-Verwaltungswirtin  Marion Krätz (53) aus Siershahn (Westerwaldkreis), die von der CDU nominiert wurde, und dem Bad Emser Kämmerer Uwe Bruchhäuser  (54) von der SPD.

Die Kirchengemeinden Pohl und Niedertiefenbach sowie die Ortsgemeinde Pohl laden alle Gemeindemitglieder und Freunde für Samstag, 23. Juni, um 17 Uhr am alten Friedhof in Pohl zum ökumenischen Gottesdienst ein. Der Gottesdienst wird von Pastoralreferentin Birgit Losacker und Prädikantin Andrea Sommer gestaltet. Ferner wirken der Evangelische Posaunenchor Obertiefenbach, der Männergesangverein Cäcilia 1889 Pohl und der katholische Kirchenchor Pohl mit. Die Freiwillige Feuerwehr Pohl wird wieder für ausreichend Sitzplätze sorgen und nach dem Gottesdienst die Besucher im Pfarrgarten mit kühlen Getränken und Bratwurst vom Grill verwöhnen. Sollte das Wetter nicht mitspielen, findet der Gottesdienst in der Pohler Pfarrkirche statt.

Der nächste Arnsteiner Abend findet am Donnerstag, 14. Juni, um 20 Uhr, im gotischen Pilgersaal von Kloster Arnstein statt. Das Thema lautet: „Wie, der kriegt ein gemästetes Kalb?“ — Das Gleichnis vom verlorenen Sohn.
Dieses Gleichnis ist wohl einer der bekanntesten Bibeltexte: Ein Sohn lässt sich in jungen Jahren sein Erbe auszahlen, verprasst es und kehrt völlig heruntergekommen und voller Reue wieder bei seinem Vater an. Der lässt ein gemästetes Kalb zur Feier seiner Wiederkehr schlachten. Damit hat aber der zweite Sohn, der mit seinem Vater in der Zwischenzeit den Betrieb am Laufen hielt, ein gewaltiges Problem…
Monika Kahm und Gaby Fischer werden drei fiktive Stellungnahmen dazu aus der Feder von Autor Christian Trappe vorlesen, einmal aus der Sicht des verlorenen Sohnes, einmal aus der des daheim gebliebenen Bruders und einmal aus der des Vaters. Jeder hat nachvollziehbare Argumente, aber wer ist im Recht? Die Moderation der anschließenden Diskussion wird Christopher Campbell übernehmen.

Kirmes_Weinähr

Unter Drogen standen zwei Autofahrer, die die Polizei am Samstag in der Braubacher Straße und der Silberaustraße in Bad Ems erwischt hat. In der Nacht zum Sonntag ging den Beamten in der Arzbacher Straße ein weiterer Autofahrer ins Netz: Er war stark betrunken. Allen Pkw-Führern wurde die Weiterfahrt untersagt, die Führerscheine wurden vorläufig entzogen und Blutproben angeordnet. In einem Fall konnten geringe Mengen Betäubungsmittel aufgefunden und sichergestellt werden.

Werbeflyer Floh18

Die Stiftung Anerkennung und Hilfe (errichtet von Bund, Ländern und Kirchen) bietet Bewohnern und ehemaligen Bewohnern, Menschen,  die als Kinder und Jugendliche in der Zeit von 1949 bis 1975 in der Bundesrepublik Deutschland oder von 1949 bis 1990 in der DDR in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe oder Psychiatrie lebten, unter anderem finanzielle Hilfen und Rentenersatzleistungen an.
Bis zum 31. 12. 2019 können entsprechende Anträge bei der zuständigen Landesbehörde gestellt werden.
Das Beratungszentrum innerhalb des Sozialkompass Nassau e.V. hat bereits in den vergangenen Jahren, mehreren ehemaligen Bewohnerinnen und Bewohnern der vorstehenden Einrichtungen zu einer finanziellen Entschädigung verhelfen können. Nach wie vor werden deshalb entsprechende Anträge im Beratungszentrum ausgegeben, zusammen mit den Antragstellern ausgefüllt und an die zuständige Anlaufstelle der Stiftung Anerkennung und Hilfen weitergeleitet. Die entsprechenden Vorschriften nach der neuen Datenschutzverodnung (DATGVO) werden dabei eingehalten.

  • Die Sprechstunden des Beratungszentrums im Sozialkompass Nassau e.V., Gerhart-Hauptmann-Straße 1, 56377 Nassau selbst sind: montags von 9 bis 13 Uhr, mittwochs von 13 bis 17 Uhr und freitags von 10 bis 15 Uhr.

Eine Wespe hat am Dienstagmittag auf der Kreisstraße 9 zwischen Schweighausen und Dessighofen einen Unfall verursacht. Die Wespe flog durch das geöffnete Fenster in ein Fahrzeug und setzte sich bei der jungen Fahrerin auf den Oberkörper unterhalb ihres Halses. Aus Angst vor einem Stich versuchte die junge Frau, die Wespe zu verjagen. Dabei kam sie bei mäßiger Geschwindigkeit nach rechts von der Fahrbahn und streifte einen Baum. Ihr Pkw kippte um und blieb quer zur Fahrbahn liegen. Da zunächst das Ausmaß des Unfalls nicht bekannt war, wurden neben der Polizei die Feuerwehr und das DRK mit Notarzt alarmiert. Der geringen Fahrgeschwindigkeit und etwas Glück war es zu verdanken, dass die junge Frau das Krankenhaus nach einer ambulanten Behandlung sofort wieder verlassen konnte.

Unbekannte Täter sind zwischen Samstag und Montag in die Werkstätten für Behinderte der Stiftung Scheuern und in die Firma Lahntechnik in Scheuern eingebrochen. Wie die Polizei Bad Ems berichtet, wurden in den Werkstätten mit teils brachialer Gewalt Türen und Getränkeautomaten aufgehebelt. Die Täter entwendeten einen niedrigen vierstelligen Euro-Betrag. Aus einem Büroraum der Fa. Lahntechnik wurde ein zweistelliger Euro-Betrag entwendet. Ein Tatzusammenhang zwischen den beiden Einbrüchen kann nicht ausgeschlossen werden. Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise zu den Taten oder Tätern geben können, sich unter der Telefonnummer 02603/9700 zu melden.

Anne+Olbrich

Der Vorsitzende des Geschichtsvereins, Dr. Meinhard Olbrich, zollt wie das Publikum der jungen Naturfotografin Anne Neidhöfer, der er zum Dank einen Blumenstrauß überreicht, seine Anerkennung und spricht diese ebenso an die heimischen Naturforscher Manfred und Ursula Braun aus.  Foto: Geschichtsverein Nassau

Die „gräflichen Hinkel“, wie sie im Volksmund genannt wurden, haben es einst Manfred Braun angetan. Als er im Alter von vier Jahren mit seinem Vater den Burgberg in Nassau bestieg, hatte er sein Schlüsselerlebnis. Die dort schlafenden Rabenkrähen, er schätzt den damaligen Bestand auf etwa viertausend Vögel, weckten seine Begeisterung. Inzwischen sind die Krähenschwärme, die einst über Nassau zogen, nur noch Erinnerung. Das ist bei weitem nicht die einzige Veränderung, wie Braun beim Vortrag des Geschichtsvereins im AWO-Zentrum feststellte. „Solange ich denken kann, nistet der Turmfalke in der evangelischen Kirche, doch dieses Jahr guckt eine Nilgans aus dem Loch“, zeigte sich der erfahrene Ornithologe überrascht.

Blaumeise 20

Den Blaumeisen geht es in naturnahen Gärten sichtbar gut. Foto: Anne Neidhöfer

 

Woanders geht es beständiger zu. So hat der Waldkauz seinen Brutplatz im Park seit 50 Jahren inne. Anhand nüchterner Zahlen wie aus seinem unerschöpflichen Erfahrungsschatz berichtend zeigte Braun den Wandel in der Vogelwelt im heimischen Raum auf. Systematisch zog er Bilanz aus 50 Jahren Vogelbeobachtung, die er mit seiner Ehefrau Ursula Braun durchgeführt hat. Anschaulich unterlegt wurden die Ausführungen durch beeindruckende Naturfotos von Anne Neidhöfer.

Einblick erhielten die zahlreichen Zuhörer in die verschiedenen Lebensräume. Menschliche Siedlungen, Wälder, Gewässer sowie Wiesen und Felder wurden einer Bewertung unterzogen. Das traurigste Kapitel, so der Referent, eröffnet der Blick in die Wiesen- und Feldflur. Die Landwirtschaftspolitik fördere die Entstehung einer „Kultursteppe“. Wiesen werden früh gemäht, Felder mit Gift und Gülle belastet. Dies führe zum Insektenrückgang und zum Artensterben. Am Beispiel des „Nassauer Berg“ wurden die Folgen in Wort und Bild dargestellt. Von der Feldlerche, die dort mit ehemals 15 Paaren brütete, sind nur 2 Paare übrig geblieben. Ausgeglichener ist die Bilanz für die menschlichen Siedlungsräume. Sogenannte „Kulturfolger“ wie die Kohlmeise und Blaumeise fühlen sich in der Umgebung des Menschen wohl. Voraussetzung sind naturnahe Gärten. Anderen Kulturfolgern geht es hingegen schlecht. Die Rauchschwalbe verliert durch Veränderung in der Stallhaltung ihre Nahrungsquelle, der Mehlschwalbe fehlt das Nistmaterial. Zumindest für die Mehlschwalbe gibt es eine Perspektive. Wo Vogelfreunde geeignete Nistkästen installieren, können sich sogar Großkolonien halten. Dies ist durch privates Engagement in Bergnassau und auf einem Firmengelände In der Laach gelungen.

Waldkauz 2

Seit 50 Jahren brütet der Waldkauz im Park und beobachtet von dort interessiert seine Umgebung. Foto: Anne Neidhöfer

Wie reagieren andere Vogelarten auf die Veränderungen? Der Star, Vogel des Jahres 2018, war früher ein ausgesprochener Zugvogel. Als Folge des Klimawandels bleiben bereits etliche im Winter im heimischen Raum. Auch den Spechten geht es gut. „Fast alle Spechtarten haben zugenommen“, stellt Manfred Braun fest. Unsicher ist allerdings die Zukunft des Schwarzspechts, der wie eine Reihe anderer Vogelarten von der Fichte abhängt. „Wenn die Fichte durch den Klimawandel verschwindet, wissen wir nicht, wie sich das auf die betroffenen Arten auswirkt“. Der Blick in die heimischen Wälder stimmte den Ornithologen weitgehend optimistisch, wenngleich einige Wünsche an die Forstwirtschaft bestehen. Positiver noch war die Bilanz für einen weiteren Lebensraum: „Die Gewässer sind unser Juwel“. Selbst entlang der Lahn zeigen Langfristzählungen eine eher zunehmende Tendenz auf. Dies schließt nicht aus, dass es weniger begrüßenswerte Entwicklungen gibt. Die Nilgans auf dem Kirchturm ist nicht die einzige Überraschung. Sie macht sich auch in Storchennestern und selbst im Nest des Uhus breit. So ist es wohl aus ornithologischer Sicht kein Problem, dass es Schusszeiten für die Nilgans zur Regulierung des Bestandes gibt.
Neben dem natürlichen Wandel der Vogelwelt erhielten die Besucher Einblick in ein kleines „Drama“, welches sich am Ufer der Lahn abgespielt hat. Konnte man bei der Exkursion vor zwei Jahren in den Bäumen an der Mühlbachmündung noch dem Graureiher bei der Fütterung seiner drei Jungen zusehen, so ist die Kolonie dieses Jahr verwaist. Offenbar konnte ein Uhu den Futterrufen der jungen Graureiher nicht widerstehen. Der Uhu, der im Gemäuer der Burg Nassau brütete, hat die Jungtiere aufgefressen, und damit war die Kolonie zu unsicher geworden. Der faszinierende Vortrag des Naturforschers Manfred Braun und die beeindruckenden Naturaufnahmen seiner Nichte Anne Neidhöfer waren für die Teilnehmer und den Veranstalter ein Erlebnis der besonderen Güte, das sicher eine Fortsetzung finden wird.
Von Gewinnern und Verlierern
Über 50 Jahre beobachten die heimischen Ornithologen die Entwicklung der Brutvögel. „Ich habe schon früh jeden Tag alles aufgeschrieben“, erklärt dazu Manfred Braun. Seine aussagekräftige Statistik belegt, dass anstelle von 105 Brutvogelarten des Jahres 1965 noch 92 Arten im Jahr 2018 erfasst werden konnten. Nicht mehr feststellbar im heimischen Raum sind beispielsweise der Teichrohrsänger, die Nachtigall und das Braunkehlchen. Als Gewinner sind unter anderem hinzugekommen der Graureiher, Schwarzstorch, Uhu und die Nilgans. Erfreulich verläuft die jährliche Zählung der Vogelarten am Lahnufer. Hier ist über den Zeitraum von 17 Jahren eher eine Zunahme zu verzeichnen. Auch bei der Wintervogelzählung, sie wird seit 18 Jahren in Hömberg vorgenommen, ist keine Abnahme der Vogelarten festzustellen. Beeindruckend sind die Ergebnisse der Zugvogelzählung, welche von Juli bis November 2017 in Oberwies stattgefunden hat. An 33 Tagen wurden in nahezu einhundert Beobachtungsstunden 74 Zugvogelarten gezählt. Jede einzelne Vogelart ist akribisch festgehalten, so dass unter dem Strich die imposante Zahl von 65.742 ziehender Vögel erfasst wurde. Neben den Ergebnissen traf auch die Schilderung der Methoden und des immensen Umkreises, der von dem Zählort Oberwies beobachtet werden konnte, auf das ungeteilte Interesse der Zuhörer.

Das beherzte Eingreifen von Passanten hat am Donnerstagabend womöglich eine größere Schlägerei in der Bleichstraße in Bad Ems verhindert. Wie die Polizei berichtet, waren zwei junge Erwachsene gegen 19.50 Uhr miteinander in einen handgreiflichen Streit geraten, nachdem sie bereits am Nachmittag noch gemeinsam dem Alkohol zugesprochen hatten. Der Einkauf neuer Alkoholika mündete zunächst in einer Schubserei, dann in einer handfesten Auseinandersetzung, die aber rasch durch mehrere Passanten unterbunden wurde. Einer der Aggressoren wurde bis zum Eintreffen der Polizei von insgesamt sieben zunächst unbeteiligten Personen am Boden fixiert. Die Polizei Bad Ems dankt ausdrücklich den Passanten für deren couragiertes Einschreiten, welches letztlich schlimmere Verletzungen bei den Beteiligten verhinderte.

standup_nkc

Der Nassauer Kanu-Club (NKC) hat einen neuen Bootshauswart, eine neue Steganlage, eine frisch gepflasterte Fläche vor dem Bootshaus und ein neues Sportgerät.

steg_philippPhilipp Wiemann (23) wird die Aufgabe des Bootshauswartes auf Wunsch des Vorstands künftig wahrnehmen. Sein Vorgänger Wilhelm Klaudy musste sein Amt aus privaten Gründen abgegeben. Eine der ersten Tätigkeiten des neuen Bootshauswarts war die Erneuerung der in die Jahre gekommenen Steganlage vor dem Bootshaus. Philipp Wiemann war federführend bei Planung und Umsetzung des Neubaus und stellte zugleich sein handwerkliches Geschick unter Beweis. Nach vielen ehrenamtlichen  Stunden wurde der neue Steg jetzt in Betrieb genommen (Bild rechts). Die Anlage dient nicht nur den Mitgliedern des Vereins, sondern auch den Mitgliedern des Deutschen Kanuverbandes. Auch Gäste sind herzlich willkommen. Und selbst für kleinere Motorboote findet sich nach Anmeldung stets ein Liegeplatz für eine Übernachtung. Einzige Ausnahme sind Leihkanus: Diese dürfen dort weiterhin nicht anlegen. Anlegeplatz für die Leihkanus ist die in Fließrichtung gesehen linke Uferseite direkt hinter der Kettenbrücke.

Von einem heimischen Unternehmen erledigt wurden außerdem Pflasterarbeiten am Bootshaus. Wegen einer unklaren Abwassersituation hatten sich die notwendigen Arbeiten an der Schwimmbadseite über einen sehr langen Zeitraum verzögert. Doch Ende März konnten die Arbeiten beginnen. Das Gebäude wurde abgedichtet, der Abwasserschacht und der Treppenaufgang erneuert. Auch die Dachentwässerung wurde angepasst. Zum Schluss wurde der gesamte Bereich vor dem Bootshaus neu gepflastert. Die Baumaßnahme wurde vom NKC nahezu vollständig finanziert. Unterstützt wurde der Verein mit einem Zuschuss durch den Sportbund Rheinland.

Die beliebte Trendsportart Stand-Up-Paddeling (SUP) hat schon im vorletzten Jahr Einzug beim NKC gehalten, als der Verein seinerzeit von einer Spende der Drachenbootmannschaft 21Pirat.es ein Paddelboard anschaffte. Jetzt konnte der Verein sich ein weiteres Board zulegen. Möglich wurde dies durch Unterstützung von Markus Casper, der in Fachbach an der Lahn einen SUP-Verleih (Alahna) betreibt und diese Sportart an der Lahn gesellschaftsfähig gemacht hat. Das neue SUP ist ein so genannter Allrounder, kann für Trainingsfahrten und gleichermaßen für Touren genutzt werden. Es hat eine Tragfähigkeit von bis zu 120 kg und eine Länge von 3,50 m.

  • Trainingszeiten für alle die sich am Wassersport interessieren: Dienstag und Donnerstag von 17 Uhr bis 19 Uhr. Das Drachenboot-Training beginnt am 1.Juni nach Absprache mit dem Vorsitzenden Kalli Wiemann. Weitere Informationen unter www.Nassauer-Kanu-Club.de.

Der 2. Beigeordnete der Stadt Nassau, Ihsan Kiziltoprak, ist aus der SPD ausgetreten. Dies berichtet die Rhein-Lahn-Zeitung. Kiziltoprak hat sich politisch neu orientiert und FWG Forum angeschlossen. Die Freien Wähler stellen damit im Stadtrat künftig neun Mitglieder (CDU: 6, SPD: 5). Ihsan Kiziltoprak erklärte seinen Wechsel damit, dass er die anhaltende Kritik an Stadtbürgermeister Armin Wenzel (CDU) nicht länger mittragen wolle. Auch vermisse er laut dem Bericht konstruktive Vorschläge und Alternativen. Kiziltoprak will auch für den künftigen Verbandsgemeinderat Bad Ems-Nassau kandidieren.

Ältere Beiträge »

anzeigen
Wetter
daswetter.org