Turnverein wählt und ehrt

Der Turnverein Geisig 1907 lädt zur Jahreshauptversammlung für Freitag, 8. März, um 20 Uhr in der Hombachhalle in Geisig ein. Neben den üblichen Berichten stehen Vorstandswahlen, Ehrungen und Zuwendungen auf der Tagesordnung.

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Die Weinprobe im Limeskastell gibt es nun schon seit sieben Jahren. 2013 war es eine normale Weinprobe ohne Beiprogramm, 2014 wurde es eine Schlenderweinprobe, 2015 war sie geprägt von kleinen Intermezzos mit einem Tavernentratsch, 2016 füllte die Gruppe „Blenz“ die Pausen, und ab 2017 war die Weinprobe närrisch. 2017 und 2018 war die Nachfrage so groß, dass noch einmal eine zweite Auflage geboten wurde. Herausragendes Merkmal aller Weinproben war, dass sie immer ausgebucht waren. Viele Gruppen kommen schon seit Jahren ständig zu Besuch und buchen schon relativ früh ihre Plätze.

weinprobe4Für die 2019er Weinprobe war noch nicht einmal eine Ausschreibung notwendig und trotzdem wurde die Halle voll besetzt. Großer Dank gilt an dieser Stelle insbesondere Friedel Becker von der Winzergenossenschaft Loreley in Bornich, der das Angebot im Limeskastell mit initiiert und von Anfang an die Weinproben moderiert hat. Die jüngste närrische Weinprobe war bei voller Hütte wieder ein Highlight.

Ortsbürgermeister Thomas Steffen begrüßte die närrischen Weinverkoster. Fortan übernahm Friedel Becker die Moderation. Zunächst besangen Gabi Bindczeck und Lia Kaufmann die Situationen in einer Anwaltskanzlei, und dann behaupteten sie, im Winter wäre es kalt und im Wald würden die Heidelbeeren wachsen. Nach dem Genuss des köstlichen Imbisstellers berichtete Christa Schwarz weinprobe3von einem Essen in einem feinen Lokal anlässlich des 30. Hochzeitstages, was natürlich chaotisch verlief. Anschließend trafen sich Judith Schleimer und Birgit Crecelius auf einem Bahnsteig vor einer Fahrt nach Weimar und kamen ins Gespräch. Der flotte Dialog über Schiller und Schaller war herrlich lachhaft.

Christa Schwarz kam noch einmal als Flugreisende zu ihrer Schwester nach Hongkong, das sie vorab im Odenwald wähnte. Mit den Gewohn- und Gepflogenheiten im fernen Osten kam sie überhaupt nicht zurecht. Judith Schleimer wusste einiges über die Gebrechen des Alters zu verkünden. Der Refrain: „Hej dout et wih, unn do dout et wih, alles woat schee is, dat kammer net mih“, lud das karnevalistische Publikum zum Mitsingen und Mitschunkeln ein.

Abschließend brachten Gabi und Lia die Weintrinker noch einmal richtig in Schwung mit „Ole, ole Fiesta, Fiesta hier am Rhein, kann genauso schön wie am Rio Grande sein“ und „In Pohl, da ist noch Licht, da ist noch einer auf“.
Auch Friedel Becker war wieder in Hochform, brachte das Publikum mit seinen flotten Sprüchen, Anekdoten und Witzen ebenfalls sehr zum Lachen und reichte fünf Bornicher Weine zur Probe. Dem trockenen Rivaner folgte ein leckerer trockener Grauburgunder, ein feinherber Riesling, ein feinherber Spätburgunder Weißherbst und last not least eine fruchtig liebliche Riesling Spätlese.
Sowohl Akteure als auch Besucher konstatierten, dass sie sich schon auf die „Närrische Weinprobe“ im nächsten Jahr freuen.

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Die Bad Emser Christdemokraten haben auf ihrer jüngsten Mitgliederversammlung Oliver Krügel zu ihrem Kandidaten für das Amt des Stadtbürgermeisters nominiert. Der 33-jährige gebürtige Bad Emser wurde einstimmig gewählt und bedankte sich bei den Mitgliedern für die breite Unterstützung. „Das motiviert mich ungemein!“, war sein erster Kommentar dazu.
Der Betriebswirt arbeitet in seinem Hauptberuf bei einem in Bad Ems ansässigen Medizintechnikhersteller im Vertriebsbereich. Nach seiner Mittleren Reife und einer Ausbildung zum Industriekaufmann bildete er sich nebenberuflich fort. Zunächst absolvierte er eine Weiterbildung zum Betriebswirt (VWA) an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie in Koblenz. Im Anschluss studierte er an der Fachhochschule Südwestfalen Betriebswirtschaft. Dieses Studium schloss er mit dem Bachelor of Arts (B.A.) erfolgreich ab.
Sein Privatleben wird, neben der Partnerschaft mit Lebensgefährtin Jessica Meuer aus Bad Ems und seinem Cairn-Terrier Hund Barney, insbesondere durch das Ehrenamt bestimmt. Eine große Leidenschaft gilt dem Fußball. Von 2002 bis 2014 war er Fußballschiedsrichter und leitete Spiele bis in die Rheinlandliga, das Oberhaus des Fußballverbandes Rheinland. Zudem war er einige Jahre als Schiedsrichterlehrwart für die Aus- und Weiterbildung der Fußballreferees im Kreis zuständig. 2014 wich der Fußball aus Zeitgründen der Politik. In der Freiwilligen-Feuerwehr in Bad Ems ist Krügel aktives Mitglied seit 2012. Der Oberfeuerwehrmann ist Atemschutzgeräteträger und Personal zur Führungsunterstützung. „Im Einsatzleitwagen und der Einsatzzentrale laufen alle Fäden zusammen und unter Zeitdruck müssen Informationen gesammelt sowie für die Führung bereitgestellt werden.“, berichtete er.
In der Kommunalpolitik ist Krügel seit dem frühen Erwachsenenalter tätig. Im Oktober 2005 wurde er Mitglied der CDU. Von 2008 bis 2012 war er Vorsitzender der Jungen Union Bad Ems und setzte sich für die Belange der jungen Generation ein. Im Vorstand des Ortsverbandes Bad Ems war er seitdem kooptiert. Im Jahr 2014 wurde er stellvertretender Vorsitzender und führt seit 2017 die CDU Bad Ems als Vorsitzender an. Zudem ist Krügel als Stadtrat bekannt. Seit 2014 ist er dort Mitglied und Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses der Stadt Bad Ems. Die Fraktion führt er seit Dezember 2017 an.

„Sein großes Engagement und seine Begeisterung für die Heimat sind in der CDU bereits früh aufgefallen.“, äußerte sich der stellvertretende Vorsitzende Frank Hochegger während der Bekanntgabe des namentlichen Vorschlages. In seiner Bewerbungsrede ging Oliver Krügel insbesondere auf die Herausforderungen für diese Stadt ein. Er sieht unter anderem Handlungsbedarf für den Wohnstandort. Seiner Ansicht nach fehlt die Perspektive für junge Familien. „Es kann nicht sein, dass sich junge Familien hier in Bad Ems nur schwer niederlassen können. Besonders oft sind es Menschen, die mit unserer schönen Heimatstadt verwurzelt sind. Attraktiver Wohnraum in Form von Wohnungen oder Bauplätzen sind Mangelware. Und hat man Wohnraum, so bekommt man das Kind derzeit schwer in einer Kita unter. Dies wollen wir ändern!“ Auch stellte er klar, dass die Kommunalpolitik seiner Ansicht nach nicht von Parteiideologien, sondern durch Köpfe und Gesichter bestimmt wird. „Denn bei allem Ideenwettstreit ist die Fairness im gegenseitigen Umgang für mich unantastbar. Und dies wird sich in meiner Bürgermeisterkampagne widerspiegeln, denn ich möchte Bürgermeister aller Bad Emser sein.“

RTH 'Christoph 23' (L3)

Foto: Jörn Fries

JörnFries

Jörn Fries

Der am Bundeswehr-Zentralkrankenhaus in Koblenz stationierte ADAC-Rettungshubschrauber „Christoph 23″ hat im vergangenen Jahr erstmals die Schallmauer von 2000 Einsätzen durchbrochen. Christoph 23 stieg zu genau 2010 Einsätzen in die Luft —  nach 1884 Einsätzen im Vorjahr. Mit bescheidenen 223 Einsätzen im Jahr 1973 hat sich die Zahl der Rettungsflüge damit kontinuierlich gesteigert. Dies berichtet der aus Nassau stammende Journalist Jörn Fries. Christoph 23 war auch mehrfach zu Rettungsmissionen im Nassauer Land unterwegs.

RTH_NassauDie gemeinnützige ADAC Luftrettung war laut Angaben des ADAC bundesweit mit ihren Rettungshubschraubern im Jahr 2018 zu 54.356 Einsätzen gestartet. Damit erreichten die fliegenden Gelben Engel mit täglich rund 150 Notfällen das hohe Niveau des Vorjahres (54.491). Eine Besonderheit der Bilanz ist die deutliche Zunahme bei den Spezialeinsätzen. So verzeichneten die fünf Windenstationen in München, Murnau, Sande, Bautzen und Straubing 293 Windeneinsätze (Vorjahr 240). Einsatzursache Nummer eins waren bei den oft lebensrettenden Einsätzen mit 48 Prozent wieder internistische Notfälle wie akute Herz- und Kreislauferkrankungen. In elf Prozent der Fälle wurden die Lebensretter zu neurologischen Notfällen (zum Beispiel Schlaganfall) und in 13 Prozent zu Freizeitunfällen (Sport- und häusliche Unfälle) gerufen. Bei elf Prozent war ein Verkehrsunfall die Ursache. Unter den versorgten Patienten waren mit knapp 60 Prozent auch diesmal wieder deutlich mehr Männer als Frauen. Etwa jeder zwölfte Patient war ein Kind oder Jugendlicher.

 

Pressefoto_2_SittmannDer Laurenburger Veranstalter d75events präsentiert am 10. März, 17 Uhr, im Einrichmuseum Katzenelnbogen den Liedermacher Andreas Sittmann aus Trier. Sittmann ist hier sicherlich kein Unbekannter mehr. Etliche Auftritte in der Rhein-Lahn-Region, unter anderem auch in Kloster Arnstein bei den schon legendären Vollmondnächten, sprechen für ihn. Die Besucher erwartet ein besonderer Liederabend mit vielen musikalischen Leckerbissen aus der Liederschmiede des wohl größten deutschen Chansoniers Reinhard Mey. Von Meys Anfängen bis (fast) heute sind viele Klassiker im Programm und man darf gespannt sein, wie Sittmann die Lieder interpretiert. Begleitet wird Sittmann von der Geigerin Isabell Krohn, die den Liedern von Reinhard Mey eine zusätzliche pfiffige Note geben und sie mit wunderschönen Melodien umrankt.

Das Konzert dauert etwa 110 Minuten inklusive Pause. Der Eintritt kostet 17  Euro im Vorverkauf, 19 Euro an der Tageskasse. Getränke und  kleine Snacks sind vor der Vorstellung sowie in der Pause erhältlich. Karten gibt es bei Foto-Ecke, Telefon: 06486 6883, Einrichstraße 1, Katzenelnbogen, Foto Jörg, Tel.: 02604.4361, Amtsstraße 13, Nassau und unter www.d75events.de/tickets. (Foto: C Sittmann)

Unbekannte Täter haben am Sonntag zwischen 2.15 Uhr und 15.30 Uhr einen auf dem Oranienplatz in Nassau abgestellten Mercedes auf der Fahrerseite zerkratzt. Außerdem entwendeten bisher unbekannte Täter am Freitag oder Samstag Absperrmaterial in Form einer Warnbarke und eines Absperrelementes von der Brücke in Dausenau. Die Polizeiinspektion in Bad Ems erbittet in beiden Fällen um Zeugenhinweise unter Tel. 02603-9700.

AST_Nassau - Neujahrskonzert - tonArt_Foto A

Faszinierende Klänge erfüllten die Nassauer Stadthalle. An diesen Hochgenuss werden sich die Besucher des Neujahrskonzertes in der vollbesetzten Stadthalle von Nassau lange erinnern. Dafür sorgten die 25 stimmgewaltigen Sängerinnen und Sänger des Chorensembles „tonArt“ unter der Leitung von Achim Fischer mit ihren Interpretationen. Eine feine musikalische Leistung präsentierte gleich zu Beginn des Konzertes auch der Nachwuchs des Chores, die „tonArt Kids“, „Die Singmäuse“ unter der Leitung von Monika Bär gemeinsam mit dem Kinderchor,  das sind Kinder im Grundschulalter,  unter der Leitung von Petra Schönrock-Wenzel. Ausgerichtet wurde dieses Konzert vom Verein „KulturWerk Nassau“.

Das vor siebzehn Jahren gegründete Ensemble „tonArt“ mit seinen Sängerinnen und Sängern aus den Verbandsgemeinden Bad Ems-Nassau, Montabaur und Nastätten wollte die Zuhörer mit dem Programm „All you need is love“ auf eine Reise durch die Zeit nehmen und sie mit ihren musikalischen Interpretationen aus alter Zeit bis in die Moderne begeistern. Ein Ziel, das der Chor zweifellos erreicht hat.

Bereits die Kulisse mit dem Chor auf der Bühne prägte sich in den Köpfen der Besucher positiv ein, bevor das Ensemble „tonArt“ mit dem Gesang einstieg. Dabei vermittelte dieses im Anschluss eine wohlige Gänsehaut beim Publikum. Denn was das Ensemble gesanglich zu Gehör brachte, war erstklassiges Können in einem traumhaften Musikprojekt, das die Zuhörer in der Stadthalle mit seinen Darbietungen ein ums andere Mal in helle Verzückung versetzte. Kraftvoll, schwungvoll, dynamisch flexibel ließ Chorleiter Fischer die Stücke, in denen das Thema Liebe in den unterschiedlichsten Facetten thematisiert wurde, singen, wobei ihm der Chor willig folgte. Das war Stimmakrobatik im allerbesten Sinne, gepaart mit einem gehörigen Spaßfaktor, der aber zu keiner Zeit ins Banale abdriftete.

Musik ist eine Zauberkunst, sie lässt die Zeit unterschiedlich schnell vergehen, bringt Spannung und Wärme und formuliert im Klang Inhalte, die die Sprache nicht ausdrücken kann. Mit dieser Zauberkunst verließ ein begeistertes Publikum das Konzert in ausgezeichneter Stimmung. Von den Liedern berührt, aber auch angeregt, warten bestimmt schon einige Zuhörer auf eine Wiederholung eines solchen Konzertes des Chorensembles „tonArt“. Angeregt und berührt waren auch die Chormitglieder, die ein sehr aufmerksames und mitgehendes Publikum vorfanden. Diese Begegnung war ein exzellenter Stimulus für das Ensemble, welches mit ihren ausgewählten Stücken und dem abwechslungsreichen Programm, die Zuhörer erfreute. (Text und Fotos von Achim Steinhäuser)

Wünsche an Manuel

Mit der Biografie „Es muss den Menschen dienen“ des Nassauer Ehrenbürgers verbinden Parteifreunde den Glückwunsch für eine erfolgreiche Kandidatur von Manuel Liguori (SPD).

Manuel Liguori hat sich während einer Mitgliederversammlung der SPD Nassau als erster Bewerber für das Bürgermeisteramt der Stadt präsentiert. Dabei brachte er seine Ziele klar und deutlich zum Ausdruck. Dass er sie auch durchsetzen kann, davon zeugt nach Meinung der SPD sein Lebenslauf, der von Zielstrebigkeit geprägt ist. Eine Lehre als Maler und Lackierer in einem heimischen Betrieb schloss er als Jahrgangsbester ab, was ihm die Anerkennung der Mittleren Reife bescherte. Am Wirtschaftsgymnasium holte er das Abitur nach und studierte an der Universität in Mainz mit dem Abschluss als Diplom-Handelslehrer. Liguori unterrichtet Auszubildende und angehende Abiturienten an einer berufsbildenden Schule im Rhein-Lahn-Kreis.
Nach der einstimmigen Wahl durch die Versammlung überreichte Lothar Hofmann dem Gewählten die Biografie über Günter Leifheit mit dem Titel „Es muss dem Menschen dienen“. Liguori wandelte dies sogleich auf seine Kandidatur ab und sagte: „Ich will den Menschen von Nassau dienen“. Dazu versprach der 38-Jährige, auf die Bürger zuzugehen und ihre Wünsche ernst zu nehmen. Stadtrat und Bürger müssten für eine erfolgreiche Zukunft Nassaus an einem Strang ziehen. Die Belebung der Stadthalle und sinnvolle Nutzung des Rathauses, die Dorferneuerung in Scheuern, das Projekt Betreutes Wohnen, die Gesundheitsversorgung und sichere Verkehrsverhältnisse an der Grundschule lägen ihm am Herzen, skizzierte der Sozialdemokrat seine Kernanliegen.

„St. Valentin – Nacht für Liebende“, so ist der nächste Arnsteiner Abend am Donnerstag, 14. Februar, 20 Uhr, im Haus Fumiko, Seelbacher Straße 3,  in Obernhof überschrieben.  Dieser amüsanter Gesprächsabend ist nicht nur für Liebende bestimmt. Passend zum Datum, dem Namenstag des hl. Valentin lädt Christopher Campbell, Poet und Autor, zu diesem Abend ein. Valentinstag – da war doch was? Eine Verabredung, ein Blumenstrauß, ein romantisches Abendessen, eine herzliche Umarmung? Wenige Festtage für Heilige werden so enthusiastisch begangen wie der Valentinstag. Der hl. Valentin ist sozusagen der Cupido unter den Märtyrern. Aber wer ist er, wer war er? Mehr über die historische Gestalt des Valentinus erfahren die Besucher an diesem Abend. Der Eintritt ist frei, Platzreservierungen gerne unter 02604/943277, 0170-2751868 oder gaby.fischer@obernhofer-vollmondnacht.de.

Janique_Konzert

Die Leiterin der Palliativstation Ursula Grabitzke, Gerhard Hilgert, Wolfgang Grüttner, Ortsbürgermeister Thomas Steffen, Janique, Markus Vogt, Sylvie Mel-André, Igor Margolin und Johannes André (von links). Foto: Heinz Pfeifer

Es war, was es sein sollte, das Benefizkonzert im Pohler Limeskastell, nämlich ein rundum schönes Konzert mit der Gruppe Janique & Spirit of Music und im Ergebnis mit 600 Euro eine ordentliche Spende für die Palliativstation des Paulinenstifts Nastätten.
Nach der Begrüßung der Gäste durch Ortsbürgermeister Thomas Steffen stellte die Leiterin der Palliativstation Nastätten Ursula Grabitzke kurz die Arbeit zur ganzheitlichen Behandlung von Beschwerden in der Palliativstation vor. Sie bedankte sich für das Engagement der Künstler und bemerkte, dass viele in unsere Gesellschaft doch noch Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft zeigen würden. Musik komme ja von Herzen und gehe auch zu Herzen.
Danach gab es „Spirit of Music“ in der Basilika zu hören. Janique alias Aizhan Hilgert kommt aus Kasachstan und wohnt mit ihrem Mann seit 2014 in Oelsberg. Die zierliche Person mit ihrer weichen gefühlvollen Stimme war in ihren Darbietungen sehr wandlungsfähig, bot neben der gesanglichen Vielfalt auch tänzerische Elemente wie zum Beispiel mit einem Bauchtanz in voller Montur. Viele Songs handelten von Liebe, aber in der russischen Ballade „Er sucht Sie“ klappte es einmal nicht, wie sie ausführte. Charmant waren teilweise ihre Kommentare zwischen den Liedern. So möchte sie immer auch mal etwas witzig rüberkommen, was aber nicht immer klappen würde.
Begleitet wurde Janique von den hervorragenden Musikern Wolfgang Grüttner (Gitarre/Bass), Igor Margolin (Percussion), Johannes André (Jazzgitarre) und Silvia Mel-André (Querflöte). Diese Konstellation bot ein breites Spektrum unterschiedlicher Highlights und Klangvariationen.
Janique präsentierte etliche Songs sowohl in Deutsch oder Englisch, aber auch in Russisch, Usbekisch und Kasachisch. Das Ganze klang immer harmonisch und ausgewogen und war von daher gut anzuhören. Dazu kamen drei Instrumentals, die vom Gitarristen Johannes André komponiert waren. Zwischendurch bot Janique gemeinsam mit Markus Vogt, dem Leiter des Oelsberger Mandolinenorchesters, eine besondere etwas außergewöhnliche Version des Loreley-Liedes.
Alles in Allem ging das Programm bei den Zuhörern gut in die Ohren und bescherte dem Ensemble lang anhaltenden Applaus. Heinz Pfeifer

CDU im Dialog im Leifheit Campus in Nassau

Eine lebendige Gesellschaft lebt vom regen Austausch miteinander. Aus diesem Grund hat die CDU-Kreistagsfraktion im Jahr 2014 „CDU im Dialog“ ins Leben gerufen, um regelmäßig – auch außerhalb von Wahlkampfzeiten – mit Bürgern und Vertretern verschiedener Institutionen ins Gespräch zu kommen. Vorsitzender Matthias Lammert, MdL und die beiden Stellvertreter Günter Groß und Udo Rau luden nach Nassau in den „Leifheit-Campus“ ein.

CDU Kreis- und Fraktionsvorsitzender Matthias Lammert freute sich, den Leiter der Schule Martin Ufer sowie die Vorstandsmitglieder der in der Rechtsform der Genossenschaft betriebenen Privatschule Dr. Thomas Klimaschka und Margarethe Deinet zu begrüßen. Lammert begrüßte die vielfältige Bildungslandschaft im Rhein-Lahn-Kreis, hierzu gehörten ebenfalls die Privatschulen wie der Leifheit-Campus.

Martin Ufer erläuterte den anwesenden Gästen – die schon beim Betreten des Klassenraums den Unterschied zu anderen Schulen spürten – zunächst einmal das Schulkonzept und den Weg der Grundschüler über den Eignungstest bis hin zur Einschulung. Da das Lernen im Mittelpunkt steht, heißen die Kinder und Jugendlichen auch nicht Schüler, sondern Lerner. Wichtig sei der Schule auch die christliche Orientierung. Der Leifheit-Campus sei offen für alle Glaubensrichtungen, aber der Religionsunterricht (rk/ev) ist verpflichtend.

Martin Ufer wies auf all die wesentlichen Eigenschaften hin, die das Leben und Lernen am Leifheit-Campus ausmachen. So bietet das private Gymnasium, das als G8 zweizügig betrieben wird, durch kleine Klassen mit maximal 26 Kindern und Jugendlichen eine sehr gute Lernatmosphäre. Auch die Ausstattung der hellen Räume mit beweglichen Einzeltischen und genügend Laptops gestattet differenzierte Arbeitsmethoden und eine flexible Gestaltung. Das Umfeld mit Sportplätzen, Turnhalle und angeschlossenem Freibad komplettiert das hervorragende Umfeld. Solche Rahmenbedingungen sind ideal um das pädagogische Konzept umzusetzen. Denn – so steht es auf der Homepage der Schule – „Lernen ist Erfahrung, alles andere ist nur Information“ (Albert Einstein).
Martin Ufer berichtete ebenfalls über das sehr engagierte Kollegium, mit dem es bislang immer gelungen ist, eine nahezu 100-%-ige Unterrichtsversorgung ohne Ausfall dazustellen. Ein Umstand, der bei staatlichen Schulen leider schon lange nicht mehr erreicht wird.

Vorstandsmitglied Dr. Klimaschka, dem man die Begeisterung für „seine“ Schule genauso anmerkt wie dem Schulleiter, erläuterte ein paar Rahmenbedingungen wie Aufnahmebedingungen, Kosten und Schulvereinbarung bevor er gemeinsam mit Margarethe Deinet zum Rundgang einlud. Neben der „Kleiderkammer“ – auch gleiche Kleidung ist ein Merkmal und fördert die Zusammengehörigkeit – bestaunten die Besucher die bald in Betrieb gehende neue Mensa, an der dann ab Mitte Februar täglich für die Kinder und Jugendlichen frisch gekocht werden wird.

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Udo Rau bedankte sich beim Vorstand und der Schulleitung für die Möglichkeit des Besuchs und die interessanten Eindrücke. Am Ende der Veranstaltung könne man die Frage, ob Privatschulen eine Bereicherung der Schullandschaft sind, in Nassau jedenfalls mit einem klaren „JA“ beantworten.

 

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Hans Christian Hahn, Christoph Linscheid, Helge Ehrmann, Heiko Stumm, Frank Böwingloh und Kurt Keuenhof (von links) stoßen auf die geplanten Bürgerweinberge an. Foto: Monique Thesing

Im Zuge der Flurbereinigung entstand die Idee, sowohl in Weinähr als auch in Obernhof einen Bürgerweinberg anzulegen. Die Rahmenbedingungen wurden nun in einer Informationsveranstaltung besprochen. Die beiden Weinberge sollen eine Größe von etwa einem halben Hektar haben und 3500 bis 4000 Weinstöcke beherbergen. Der Weinberg in Obernhof wird konventionell bewirtschaftet werden, der Weinberg in Weinähr biologisch. Das Ziel dieses Projektes ist es, traditionelle Rebsorten und historischen Rebschnitt zu vereinen, dazu kommt natürlich die Produktion von Wein, der Naturschutz steht ebenfalls auf der Agenda, ebenso die Bildungsarbeit.

Etwa 30 interessierte Bürger aus Obernhof, Weinähr und der näheren Umgebung fanden sich im Dorfgemeinschaftshaus in Obernhof ein, um sich über den aktuellen Stand des neuen ortsübergreifenden und überregionalen Projektes zu informieren. Heiko Stumm (DLR Osteifel) erläuterte zusammenfassend die Ziele und Umsetzungen des Flurbereinigungsverfahrens in den beiden Orten. In verschiedenen Schaubildern konnten sich die Besucher ein Bild des gesamten Verfahrens machen und bekamen einen ersten Eindruck über die verschiedenen Standorte der geplanten Bürgerweinberge.

Im Anschluss stellte Kurt Keuenhof , Vorsitzender der Weinbruderschaft „Breyer Hämmchen“, den bereits seit zehn Jahren existierenden „Bürgerweinberg“ in Brey an der Mosel vor. Besonders beeindruckend zu hören war hier die Entwicklung, die der Verein in den letzten  Jahren durchleben konnte und auf welchem Stand sie heute stehen. Der Verein betreibt sogar eine Straußwirtschaft, die jedes erstes Wochenende im Monat geöffnet ist. An diesem Beispiel konnten die Interessierten sehen, wo es bei diesem Projekt hinführen könnte.

Frank Böwingloh erläuterte schließlich den historischen Hintergrund der beiden geplanten Bürgerweinberge in Obernhof und Weinähr. Doch wie soll das alles funktionieren? Welche Struktur nun das Projekt erhalten soll, steht noch nicht fest, wichtig sind jedoch jetzt schon die Rückmeldungen. „Wir müssen natürlich bald wissen, wie groß das Interesse ist, damit die Verantwortlichen planen können, wie viele Weinstöcke letztendlich benötigt werden“, erklärt Frank Böwingloh von der Projektgemeinschaft.

Betont werden sollte aber vor allem, dass niemand Angst haben muss, dass er jedes Wochenende im Weinberg stehen und arbeiten muss. „Es gibt bereits verschiedene Ideen, wie ein Mitwirken im Weinberg aussehen könnte. Deshalb ist ein erstes Feedback der Interessenten so wichtig“, erklärt Frank Böwingloh weiter. Die ersten Rückmeldungen der Anwesenden war durchweg positiv. Man konnte sich direkt vor Ort bereits in eine Liste eintragen, um auch in Zukunft immer auf dem neuesten Stand zu bleiben und den Start dieses tollen Projektes zu begleiten. (sd)

  • Weitere Informationen gibt es unter www.obernhof.net. Registrierungen für die Bürgerweinberge können unter buergerweinberg@obernhof.net vorgenommen werden.

Die Ortsgemeinde Weinähr und der Naturpark Nassau stellen in einem gemeinsamen Vortrag Eidechsen in der Region vor. Treffpunkt ist am Mittwoch, 13. Februar, um 18.30 Uhr im Arnsteiner Hof in Weinähr (Bornstraße 9). Mit einer Dauer von etwa zwei Stunden ist zu rechnen. Die Veranstaltung ist kostenlos.

In vielen Bildern werden die an Echsen artenreichsten Gebiete Deutschlands mit ihren Bewohnern vorgestellt: die weit verbreiteten Arten wie Blindschleiche, Zauneidechse und Waldeidechse, die auf Wärmezonen begrenzte Mauereidechse und die seltene und scheue Smaragdeidechse. Der Referent, Dr. Achim Rüdiger Börner, erläutert die geographische Verbreitung und die rheinland-pfälzischen Vorkommen, die Lebensweise und die Habitatansprüche der Reptilienarten sowie ihre Variationsbreite und ihr Verhalten. Außerdem gibt er Tipps und praktische Hinweise für den Schutz dieser schönen Tiere unserer Heimat. (Foto: Karl-Heinz Rapp)

 

Haigis

Am Samstag, 16. Februar, 20 Uhr, ist es soweit: Mit Anne Haigis kommt eine bekannte und renommierte Gesangskünstlerin ins Limeskastell Pohl. Sie steht seit den 80er Jahren für einen künstlerisch und qualitativ hohen Standard in der hiesigen Musikszene.

Anne Haigis ist eine der wenigen Sängerinnen hierzulande, die über die so oft beschworene, wirkliche internationale Klasse verfügt. Was sich nicht nur an den Namen derer festmachen lässt, die bereits in den Genuss einer Zusammenarbeit mit ihr kamen, wie z. B. Melissa Etheridge, Eric Burdon, Tony Carey, Barry Beckett (Dire Straits), Nils Lofgren, Wolf Maahn, Wolfgang Dauner und den ‚Harlem Gospel Singers‘. Anne Haigis interpretiert Musik nicht nur – sie fühlt, sie lebt sie, und dieser Umstand macht ihre Darbietung so unnachahmlich und unwiderstehlich authentisch. Mühelos schlägt sie Brücken von US-Southern Rock über Blues bis hin zu Gospel und Folk, alles Genres, mit denen Anne von jeher tief verwurzelt ist.

Die Stilvielfalt kommt bei einem Haigis-Konzert nie zu kurz. Mit dem ihr eigenen Herzblut erschafft sie bewegende Momente, etwa wenn sie mit hemmungsloser Offenheit für »Nacht aus Glas« ihr Innerstes nach außen kehrt. Gerade noch gefangen von der Eindringlichkeit des melancholischen Tom Waits-Klassikers »Waltzing Mathilda« findet man sich im nächsten Moment in der rockig pulsierenden Leichtigkeit von »Life Is Wonderful« wieder. Auch Perlen ihrer erfolgreichen deutschsprachigen Klassiker haben wieder ihren Platz im Programm gefunden.

Ihr musikalischer Weggefährte Niklas Hauke begleitet sie virtuos und einfühlsam an Piano, Orgel, Akkordeon und Gesang.

Stil, Können und Ausstrahlung: Ein Abend mit Anne Haigis und ihrer unverwechselbaren, mal rauen, mal sanften und stets kraftvollen Stimme besitzt jene künstlerische Güteklasse, die den Zuhörern unvergesslich in Kopf und Herz haften bleibt. Und dann natürlich dieser besondere Zauber dank Annes ungezwungener, natürlicher Art: Ein Konzert mit der vielseitigen Musikerin fühlt sich nicht zuletzt deshalb auch immer an wie ein Abend unter Freunden.

Jutta Treis und Inge Appel überreichten Posaunenchorleiterin Petra Wiegand (von links) die Spenden des Lebendigen Adventskalenders Nassau. Darüber freuten sich auch die Bläserinnen und Bläser des Chores. Foto:Bernd-Christoph Matern

Mehrfachen Grund zur Freude hat der Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde Nassau. Zum einen erhielt er den Erlös des „Lebendigen Adventskalenders“, den die evangelische und die katholische Kirchengemeinde im Dezember wieder gemeinsam angeboten hatten. Außerdem kann der Chor in diesem Jahr auf sein 40-jähriges Bestehen zurückblicken. Und damit dies nicht das letzte Fest zum Feiern bleibt, startet mit dem Jahr 2019 schließlich noch ein neuer Anfängerkurs für junge Bläserinnen und Bläser.

„Nicht nur wir werden 40, sondern auch unsere Instrumente“, sagte die Leiterin des Chores Petra Wiegand während der Spendenübergabe im Haus Beielstein, wo sich der Chor zur Probe trifft. Die 432 Euro, die Jutta Treis von der katholischen und Inge Appel von der evangelischen Kirchengemeinde als Erlös des Kalenders überreichten, seien sehr hilfreich, um den Instrumentenbestand auf Vordermann zu bringen, dankte Wiegand im Namen des Chores sowohl dem engagierten ökumenischen Kalender-Team als auch den Personen, die mit einer Spende an den offenen Kalendertüren für den Betrag gesorgt hatten.

Froh ist der gesamte Posaunenchor auch darüber, dass die anspruchsvolle Ausbildung fortgeführt werden kann. Dafür wurde bereits kräftig die Werbetrommel gerührt. So beteiligte sich der Chor beispielsweise mit musikalischem Rahmenprogramm und einem Schnupperangebot beim Tag der offenen Tür am privaten Gymnasium Leifheit-Campus. Einige Jahre verstärkten Schüler des Goethe-Gymnasiums in Bad Ems die Reihen des Nassauer Posaunenchores. Allerdings gibt es dort mittlerweile ein eigenes Orchester, was in der Nassauer Kirchengemeinde eine gewisse Durststrecke in Sachen Nachwuchs auslöste. „Umso dankbarer sind wir jetzt über die gute Kooperation mit dem Leifheit-Campus“, so Petra Wiegand. Die freut sich besonders darüber, dass die vier jüngsten Nachwuchskräfte, darunter übrigens auch eine Mutter, nach ihrer zweijährigen Ausbildung seit vergangenem Jahr vollwertige Mitglieder des Chores sind. Und wenn es nach ihr geht, soll das so weitergehen. Der Anfang ist mit dem neuen Kurs für junge und auch ältere Bläserinnen und Bläser gemacht, eine Altersbeschränkung gibt es nicht.

Der Vorteil der Jungbläser-Ausbildung unter dem Dach der evangelischen Kirchengemeinde: die qualifizierte Ausbildung an den Blechblasinstrumenten ist kostenlos, ebenso die Ausleihe der Instrumente. Neben der Dirigentin unterstützt das Posaunenwerk der evangelischen Kirche in Hessen und Nassau die Ausbildung immer wieder mit Lehrgängen. Und so hofft nicht nur Wiegand, dass die „Freiluft-Orgel“ der Kirchengemeinde, wie sie den Chor nennt, bald wieder häufiger auftreten kann. Der Himmelfahrts-Gottesdienst ist zumindest schon fest im Jahresprogramm eingeplant.

Ein Höhepunkt im vergangenen Jahr sei die Teilnahme am Bezirksposaunentag während der Landesgartenschau in Bad Schwalbach gewesen. Ein noch größeres Highlight steht in diesem Jahr bevor: Die Teilnahme am Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dortmund, wo die Gelegenheit besteht, mit hunderten anderer Blechbläser für ein eindrucksvolles Klangerlebnis zu sorgen. Aber auch bei weniger spektakulären Auftritten in Stadt und Kirchengemeinde musiziert es sich mit zehn Personen schöner als nur mit fünf.

  • Wer sich für die Ausbildung an einem Blechblasinstrument im Posaunenchor Nassauer interessiert, erhält mehr Informationen unter Telefon: 02604-4826 (AB), oder E-Mail: trumpetwiegand@t-online.de. Die Jungbläser-Ausbildung beginnt am 30. Januar und findet jeden Mittwoch um 17 Uhr im evangelischen Gemeindehaus Haus Beielstein in Nassau statt.

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Foto: Veranstalter

Das Kultur-Werk Nassau holt den Puppenspieler und Comedian Michael Hatzius mit seinem neuen Programm „Echsoterik“ am Samstag, 9. Februar, nach Nassau in die Stadthalle. Beginn ist um 20 Uhr, Einlass ab 19.30 Uhr.

Für ihre Fans ist die Echse längst ein Guru. Das Reptil voll Erfahrungen, Geschichten und Weisheit legt uns die Karten auf den Tisch. Vollständig erleuchtet und bestens ins Licht gerückt durch den mehrfach ausgezeichneten Puppenspieler Michael Hatzius, der gekonnt in der Aura des großmäuligen Reptils zu verschwinden scheint. Wer führt wen und was hält die Welt im Innersten zusammen? Kann ein Huhn spirituelle Erfahrungen machen? Wie mobben sich Schweine? Was sucht ein Kamel auf dem Halm einer Zecke? Das sind nur einige Fragen aus einem tierischen Kosmos, der unserem gar nicht so unähnlich scheint.

Das Publikum ist herzlich eingeladen zu einer humorvollen Audienz mit offenem Herzen und großer Klappe, bei der natürlich viel echstemporiert wird. Mal zum Lachen, aber auch zum Nachdenken oder einfach zum Genießen. Michael Hatzius, der das Puppenspiel an der Hochschule für Schauspielkunst in Berlin studiert hat, geht mit seiner Echse auf Tuchfühlung mit dem Publikum und stellt gern den Zuschauer in den Mittelpunkt der Betrachtung. So darf man sich auf echsquisite Improvisationen auf der Nassauer Stadthallenbühne freuen – abwechslungsreich, unvorhersehbar, komisch!

  • Karten sind im Vorverkauf für 20 Euro bei Foto-Jörg und der Touristik im Nassauer Land erhältlich und online unter www.eventim.de und www.ticket-regional.de/kulturwerknassau (beim Onlinekauf entstehen Gebühren). Restliche Tickets sind an der Abendkasse für 23 Euro erhältlich. Weitere Informationen unter www.kulturwerk-nassau.de.

hauswandEine unangenehme Überraschung ereilte am Montag ein Ehepaar im Kaltbachtal in Nassau. Als es gegen 17 Uhr nach Hause kam, befand sich in der Außenwand ihres Wohnhauses ein etwa 40 x 40 cm großes Loch. Das hinter der Wand befindliche Badezimmer war fast vollständig zerstört. Daraufhin verständigte das Ehepaar die Polizeiinspektion Bad Ems und bat um Aufklärung.

Diese fanden heraus, dass im Laufe des Nachmittages am Hang oberhalb des Einfamilienhauses Baumfällarbeiten ausgeführt worden waren. Offensichtlich rutschte ein Baumstamm ungesichert den Abhang hinunter schlug mit großer Wucht durch die Außenwand des Hauses. Glücklicherweise befand sich zu diesem Zeitpunkt niemand im Badezimmer, da die Wucht des Stammes erheblich gewesen sein dürfte. Noch bevor die Eigentümer nach Hause kamen, hatte die ausführende Firma den Stamm beseitigt und die Arbeiten beendet. Anhand der vorgefundenen Spurenlage stand fest, dass dieser Schaden nur auf diese Art und Weise entstanden sein dürfte. Recherchen über den Auftraggeber der Fällarbeiten bestätigten die Vermutungen. Der Verursacher wurde ermittelt; die Hauseigentümer hoffen auf eine unbürokratische Schadensbehebung. Der entstandene Schaden dürfte im fünfstelligen Bereich liegen.

Die Erwartungen, die die mehr als 110 Besucher in den Kabarettabend mit Reiner Kröhnert im Limeskastell Pohl setzten, wurden voll erfüllt. Was Kröhnert an spitzzüngigen, mal hintergründigen, mal zutreffenden Pointen vom Stapel ließ, war Extraklasse. Die Zuhörer kamen mitunter nicht auskröhnert dem Lachen heraus. Hauptperson, die er treffend imitierte, war natürlich Kanzlerin Angela Merkel. Sie will unterschwellig ihre noch dreijährige Amtszeit dazu nutzen, die SPD vollends in den Keller zu fahren. Als Ronald Pofalla bewunderte er seine „Kanzlerin-Mutti“.

Als Friedrich Merz versprach er „Reichtum für alle“ und er hoffe nach wie vor auf das Kanzleramt. Als Donald Trump berichtete er fast ausschließlich über „Fake News“ außer beim Slogan „America first“. Genial waren die Dialoge, die er als Adolf Hitler und Erich Honecker zum Besten gab. Nicht nur, dass er ihre Stimmen (Adolf Hitler mit brachial lautem Ton und Erich Honecker mit seiner Fistelstimme) täuschend ähnlich nachahmte, auch deren Gesprächstexte waren genial. So favorisierte Adolf Hitler seinen „Blutsbruder Erdogan“, Honecker dagegen stufte Kim Jong Un höher ein.

Umwerfend komisch waren seine Talkshows „Der Intellekt hat viele Gesichter“, in denen er als Rüdiger Safranski und Michel Friedman so Prominente wie Boris Becker, Dieter Bohlen, Daniela Katzenberger und Kaiser Franz Beckenbauer interviewte. Hier wurden die Lachmuskeln extrem strapaziert. Sehr treffend waren auch die Parodien von Bundespräsident Joachim Gauck, Werner Herzog, Gerhard Schröder, Martin Schulz, Wolfgang Schäuble und insbesondere auch das Dialoggespräch zwischen Edmund Stoiber und Winfried Kretschmann, bei dem Stoiber von seiner Hotelseifensammlung und Kretschmann von seinen Schützenpokalen schwärmte. Text und Foto: Heinz Pfeifer

Ortsbürgermeister Thomas Steffen und der Gemeinderat der Ortsgemeinde Pohl hatten zu einem Neujahrsempfang ins Bürgerhaus eingeladen. Steffen konnte  gut 40 Pohler Bürgerinnen und Bürgern begrüßen — so viele wie noch nie. Mit einem Glas Sekt wurde auf das neue Jahr angestoßen.

In seinem obligatorischen Bericht ging Steffen insbesondere auf die finanzielle Situation der Ortsgemeinde ein. Zunächst verwies er auf die erfreuliche Zunahme der Einwohnerzahl, die seit 1970 mit 270 auf heute 353 gestiegen sei. Als erfreulich bezeichnete er besonders die Entwicklung der Einwohnerzahlen im jugendlichen Bereich, einmal durch den Zuzug junger Familien und zum anderen durch die Zunahme der Neugeborenen. Dass es in Pohl 243 Pkw gibt, war für ihn eine interessante Zahl.

Als besonders erfreulich erwähnte er, dass Pohl in 2018 nach wie vor schuldenfrei sei und zudem über mehr als 280.000 Euro liquide Mittel verfügen könne. Dies erscheine zwar im Moment als tolle Zahl, die jedoch bei einem Ausschreibungsergebnis für den Bau einer Straße schnell verschwinden könne. Erstmals lagen zudem die Einnahmen aus Steuern und Zuweisungen mit 303.000 Euro über dem Betrag der an Verbandsgemeinde, Landkreis und Land zu zahlenden Umlagen in Höhe von 236.000 Euro. Die örtlichen Einrichtungen Bürgerhaus und Limeskastell sowie der Forstbetrieb würden 2018 mit einem positiven Saldo abschließen, während der Friedhof wie in allen Gemeinden ein Zuschussbetrieb sei.

Zum Betrieb des Limeskastells berichtete er, dass die Besucherzahlen mit 11660 im Jahr 2017 und 11.700 im Jahr 2018 konstant seien, wenngleich in den Kategorien Tagesbesucher, Gruppen und Veranstaltungen immer ausgleichende Schwankungen zu verzeichnen seien. Erfreulich sieht er die Zunahme bei den Schulen. Ohne irgendwelche Werbung waren 2018 knapp 1200 Schüler verschiedener Schularten mit ihren Lehrern waren zu Gast. Dies zeige, dass das Limeskastell einen nicht unwesentlichen Beitrag zum geschichtlichen Wissen leiste und damit seinem Bildungsauftrag vollends gerecht werde.

Eine letzte beachtliche Zahl erwähnte er hinsichtlich der geleisteten Ehrenamtsstunden im Limeskastell Pohl hin. Die Zahl von 3.000 Stunden sei enorm und entspreche 1,75 Vollzeitstunden. Abschließend bedankte sich der Ortschef bei allen helfenden Händen, sei es im Limeskastell, in den Ortsvereinen oder in sonstiger Weise. Heinz Pfeifer

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