Der Fahrer eines weißen VW Golf Sportsvan hat am Samstag gegen 18 Uhr auf der B 260 zwischen Dauenau und Nassau ein Auto gefährlich überholt und ist bei Rot über die Ampel an der Koppelheck gefahren. Wie die Polizei berichtet, beschleunigte der Wagen im Kreisverkehr auf der B 260 am Ortsausgang Dausenau in Fahrtrichtung Nassau, als der Fahrer einen Streifenwagen sah. Kurz vor der scharfen Linkskurve in Richtung Nassau überholte er einen Pkw trotz durchgezogener Linie. Der Fahrer des überholten Wagens musste daher stark abbremsen.

An der Ampelanlage auf der B 260 kurz vor dem Ortseingang Nassau fuhr der Raser bei Rot weiter auf der L 330 in Richtung Stadteingang. Ein von rechts aus der Einmündung B 260 Koppelheck in Fahrtrichtung Bad Ems fahrendes Auto musste trotz grünem Ampellicht energisch abbremsen, um eine Kollision mit dem VW Golf Sportsvan zu vermeiden.

Geschädigte oder Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Bad Ems zu melden, Tel.: 02603/970-0.

Einbruch ins Nassauer Freibad

Unbekannte Täter sind zwischen Freitag, 15.30 Uhr, und Samstag, 10.30 Uhr, in das geschlossene Freibad in Nassau eingebrochen, indem sie über die Einfriedung geklettert sind. Dort versuchten sie, ein abgestelltes Drachenboot des Nassauer Kanu Clubs in das mit Wasser gefüllte Schwimmerbecken zu schieben. Hierbei wurde das Drachenboot beschädigt. Zusätzlich wurde eine Ruhebank zum Beckenrand des Springerbeckens hochgetragen und dort ins Wasser geworfen. Dabei wurden der Beckenrand und die Bank beschädigt. Ob auch der Boden des Edelstahlbeckens beschädigt wurde, muss noch geprüft werden. Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei in Bad Ems unter der Telefonnummer 02603-9700 zu melden.

Mit einer kleinen Jubiläumsfahrt feierte der NKC das 15-jährige Bestehen des Drachenboot-Teams 21Pirat.es. Foto: NKC

Das Jahr 2020 wird in den Geschichtsbüchern des Nassauer Kanu Clubs wohl eher als stürmisch in Erinnerung bleiben. Wegen der Coronapandemie konnte die Saison im Frühjahr nicht wie gewohnt Anfang April mit dem traditionellen Anpaddeln beginnen. Erst im Mai wurde es den Kanuten des NKC möglich, mit maximal zehn Personen in einem Boot zu starten. Und erst im Juli konnte das Anpaddeln zwischen Laurenburg und Nassau stattfinden.

Immerhin war es recht früh wieder möglich, individuellen Sport zu betreiben, denn eine Infektion mit dem Coronavirus im Einer- oder Zweier-Kajak oder auch auf dem Stand-Up-Paddel-Board zu war nahezu ausgeschlossen. So betätigten sich viele Sportler des NKC aktiv auf dem Wasser. Voraussetzung dafür war vor allem die Umsetzung und Beachtung der Hygienemaßnahmen im Bootshaus. Private Feiern, große Versammlungen im Clubraum sowie Vorstandssitzungen gab es erst einmal nicht wie gewohnt. Selbst heute dürfen sich nur maximal zehn Personen im Clubraum aufhalten. Dies ermöglicht dem Verein, wenigstens Vorstandssitzungen durchzuführen.

Höhepunkt der Saison war zweifellos die Bootstaufe des neuen 20er-Drachenbootes „Ilse Leifheit“ im Juni. Durch großzügige Unterstützung guter Freunde wurde diese Anschaffung überhaupt erst möglich. Der NKC ist nun mit dem Zehner-Racing-Boot sowie dem 20-er-Racing Boot gut für die Zukunft aufgestellt, um die Drachenbootregatta auch in den kommenden Jahren auszurichten.

Da wegen der Pandemie nur ein kleiner Personenkreis zur Bootstaufe zugelassen war, konnte an diesem Tag auch der 70. Geburtstag des NKC nicht wie gewohnt „zünftig“ gefeiert werden. Dennoch hatten es das Orga Team und die Ehrengäste geschafft, für einen feierlichen Rahmen zu sorgen.

Neben den Einzelsportlern konnten im August auch die Mannschaftssportler für drei Wochen Fahrt aufnehmen. Da es mittlerweile erlaubt war, im Freien mit 30 Personen Sport zu machen war der Weg auch wieder frei für die Drachenboote. Der NKC bot diesen in einem Zeitraum von drei Wochen ein freies Training an. Dies wurde von einigen Teams gerne angenommen, und hier und da hörten die Nassauer mal wieder die Trommelschläge.
So konnte auch eine kleine Jubiläumsfahrt durchgeführt werden, denn das Drachenbootteam „21pirat.es“ feierte in diesem Jahr seinen 15. Geburtstag. Die Fahrt begann in Nassau. Steuermann Kalli Wiemann hielt dann Kurs auf den Hafen am Hollerich. Dort wurde das Team herzlich von den dortigen Kapitänen empfangen, und nach einem kleinen Umtrunk ging die Fahrt wieder zurück nach Nassau. 

Im Spätsommer konnten Jessica Pebler und Tobias Maxeiner das Jugendtraining anbieten. Jeweils montags trafen sich Trainer und Jugendliche zu den Übungsfahrten. Eine besondere Aktion hatten die beiden Trainer dennoch im Blick. Die Jugendlichen und Betreuer der Sozialarbeit Weißenthurm waren zu Gast am NKC-Bootshaus. Dort konnten sie kostenlos einen schönen Tag auf der Lahn verbringen. Die Gäste fühlten sich an diesem Tag sehr wohl, wurden kompetent beraten und betreut — alles ehrenamtlich und mit viel Spaß.

Neben der Absage der 13. Nassauer Drachenbootregatta konnte der Verein an keinen offiziellen Wettkämpfen teilnehmen. Insgesamt war der Vorstand froh, dass der „kleine“ Betrieb aufrecht erhalten bleiben konnte und sich vor allem niemand am Bootshaus infiziert hat. Die Paddelsaison endet sehr leise, da das diesjährige Abpaddeln ebenfalls abgesagt werden musste. „Hoffen und freuen wir uns auf eine neue Saison im Jahr 2021, in der hoffentlich wieder alles etwas lebendiger werden kann“, lautet das Fazit des NKC-Vorsitzenden Kalli Wiemann.

„Bis zum Saisonstart 2021 ist der Fahrplan abgesteckt, weitere Ausbaufragen können dann im Winterhalbjahr wieder mit allen 3KR-Gemeinden diskutiert und abgestimmt werden“, hielten Hans Schmid und Arnd Witzky mit den Aktiven des Heimatvereins fest, als sie bei einem Ortstermin in Singhofen das Thema „Norderweiterung“ angingen.

Seit Frühjahr sind auf verschiedenen Kanälen die Aktivitäten zu weiteren Ausbaustufen des „3 Kastelle Rundweges“ erfolgt, der seit nunmehr über zehn Jahren als Beispiel für erfolgreiche Zusammenarbeit der Limesgemeinden in unserer Region steht. So wurde die geplante digitale Erfassung bestehender Rundwegevorschläge aus dem 3-KR-Netz konzipiert. Ellen Meyer von der „Touristik im Blauen Ländchen“  hat diese Routen in Abstimmung mit dem Ansprechpartner für die 3 KR-Gemeinden erfasst und in das Rad-Wander-Portal „Outdoor-Active“ eingestellt.
„Interessierte aus Nah und Fern können sich somit auch leicht digital vorab informieren und ihre Routen planen. Gerade bei der Corona bedingt verstärkten Urlaubszeit vor Ort ist dies ein zusätzlicher Service für unsere Zielpublikum“ sind sich die Akteure sicher.  

Übersichtsflyer/-karte und Einzelrouten wurde auch im Rahmen der von dem Nastättener VG-Chefs Jens Güllering mitinitiierten Reihe  „Natur nah Rad-Wandern im Blauen Ländchen“ abgedruckt, wobei der QR-Code auf online verfügbare weitergehende Informationen verweist. Die digitale Vernetzung der Limesgemeinden spiegelt sich dann auch im Internet wieder, wo z.B. künftig die Pohler Limesportalseite auf Outdoor-Active-Daten verweisen wird. 

Eine weitere Ausbaustufe zeichnet sich auch bei der Aktualisierung der Übersichtstafeln an den Einstiegsparkplätzen ab, nachdem die geplante Umsetzung zum Saisonstart im Frühjahr zunächst Corona bedingt zurückgestellt wurde.  Bei der letzten Neuauflage 2018 war bereits eine Erweiterung der Kartenübersicht mit Ausweisung der Anschlusswege im Süden in Richtung Nastätten und Westen bis Marienfels erfolgt. Bei der jetzt anstehenden Kartenaktualisierung werden Richtung Norden auch die Anschlusswege bis Singhofen in die Übersicht aufgenommen.

Hans Schmid aus Singhofen, Thomas Steffen aus Pohl und Arnd Witzky aus Bettendorf, als ehemalige Bürgermeister ihrer Gemeinden im Limesförderkreis seit langem mit dem Gesamtthema bestens vertraut, ließen hier die schon länger schlummernde Idee in Abstimmung mit den heute Verantwortlichen Wirklichkeit werden. Dabei wollen sich insbesondere Akteure aus dem Singhofener Heimatverein und den Gemeinden Bettendorf und Marienfels im Herbst-/Winterhalbjahr bei der Umsetzung einbringen. Bei allen Treffen und Aktivitäten werden die Coronavorgaben den Takt bestimmen. 

Erfreulicherweise hat die Wirtschaftsfördergesellschaft des Kreises ihre weitere Unterstützung dieses besonderen (verbands)gemeindeübergreifenen Projektes zugesagt. Sie stellt „im Interesse des Fremdenverkehrs bei der Aktualisierung und Erweiterung der Übersichtstafeln“ die finanziellen Weichen für die Umsetzung. „Von den Anlagen des Limeskastells in Holzhausen bis zu den keltischen Wallanlagen der „Alten Burg“ in Singhofen kann der 3 KR- Rad-Wanderer künftig hier Zeitgeschichte erleben. Dabei laden die vielseitigen sonstigen interessanten Angebote der Region ein,  das Freizeitangebot von  A wie Angeln bis Z wie Zelten zu nutzen“ ist als erstes Fazit der Erweiterung schon festzustellen.

Der Kindergarten Am Kaspersbaum  in Singhofen ist, wie Landrat Frank Puchtler mitteilt, in Abstimmung mit dem Träger, der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau, weiter vorsorglich bis einschließlich Montag geschlossen.  Ein Kind wurde positiv auf Corona getestet, wie bereits berichtet. Es befinden sich 26 Personen in Quarantäne, darunter Kita-Personal und Kinder. Den Betroffenen wurde eine Testung angeboten, die durch den niedergelassenen Arztbereich durchgeführt wird.

Das Gesundheitsamt steht weiterhin im engen Austausch mit der Kita-Leitung und der Trägerschaft.

Aufgrund steigender Corona-Fallzahlen im Rhein-Lahn-Kreis haben sich die Verantwortlichen des Limeskastells Pohl entschließen müssen, die Konzerte von Ulrike Neradt (Freitag, 30.10.20) und Anne Haigis (Samstag, 7.11.20) abzusagen. Für den unterhaltsamen Abend mit Ulrike Neradt und dem Motto „C’est la vie“ bemüht sich das Limeskastell, kurzfristig einen Ersatztermin zu finden, für den bereits erworbene Tickets Gültigkeit behalten würden. Die Karten können aber auch an den jeweiligen Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden. Der Kaufpreis wird erstattet.

Das Konzert mit Anne Haigis am Samstag, 7. November, wird auf den 12. Juni 2021 verschoben. Auch hier können bereits erworbene Tickets an den jeweiligen Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden, wobei ebenfalls der Kaufpreis erstattet wird. Für den neuen Veranstaltungstermin 12. Juni 2021 behalten nicht erstattete Tickets ihre Gültigkeit. Direkt-Reservierungen im Kastell müssen allerdings erneut vorgenommen werden.

Anne Haigis arbeitet gerade an neuem Material und wird – möglicherweise open air – ihre neue CD vorstellen. Informationen gibt es immer auf der Kastell-Homepage www.limeskastell-pohl.de.  

Anne Haigis. Foto: Michael Bahr

Anne Haigis konnte eine restlos ausverkaufte Basilica schon im Februar 2019 vollkommen begeistern. Jetzt gibt es auf vielfachen Wunsch ein weiteres Konzert mit der wunderbaren Künstlerin, und zwar am Samstag, 7. November, um 20 Uhr im Limeskastell Pohl. „Carry on“ steht nicht nur für die aktuelle Tour von Anne Haigis, sondern für ihr Leben, ihr Schaffen, ihren Antrieb und nicht zuletzt für 40 Jahre „on stage“. 15 Studio- und Live-Alben sowie unzählige Solo- und Gemeinschaftsprojekte runden das Leben dieser außergewöhnlichen Sängerin ab.

Mit ihrer unvergleichlichen Stimme werden auch die Publikumslieblinge „Freundin“, „No man’s land“ „Kind der Sterne“, „Geheime Zeichen“ und „Haut für Haut“ zu hören sein. Und der Song „Waltzing Mathilda“ gehört ganz klar zu Annes besten Liedern, die je geschrieben wurden. Mühelos schlägt sie Brücken von US-Southern Rock über Blues bis hin zu Gospel & Folk -Genres, mit denen Anne sich von jeher tief verwurzelt fühlt. 

Die Presse schreibt: „Die ist echt. Anne Haigis singt wie Anne Haigis schon immer gesungen hat – ungebändigt, unaufhaltsam, ungekünstelt, wahrhaftig.“ Heute heißt das »authentisch«. Ein Konzert mit der vielseitigen Musikerin fühlt sich, gerade deshalb, wie ein Abend unter Freunden an. Nähere Einzelheiten unter www.anne-haigis.de.

Eintritt: 20 Euro (für Schüler*innen, Studierende, Auszubildende: 18 EUR). Bestuhlt (freie Platzwahl). Einlass ist ab 19.15 Uhr. Die Abendkasse öffnet um 19.00 Uhr. Tickets gibt es im Vorverkauf bei Bücherland, Römerstraße 35-37, 56355 Nastätten (Tel.: 06772 960097) und Buchhandlung Jörg, Amtsstraße 13, 56377 Nassau (Tel.: 02604 356). Sie sind auch im Kastell an der Abendkasse erhältlich oder unter www.eventim.de (kleine Gebühr möglich). Vorherige Kartenreservierungen sind möglich im Kastell zu den Öffnungszeiten persönlich bzw. telefonisch (06772 9680768) oder jederzeit per Mail (officium@limeskastell-pohl.de). 

Für die Veranstaltung gelten Corona-bedingt folgende besondere Vorgaben, um deren Beachtung gebeten wird: Die Konzerte finden mit 50 Sitzplätzen statt, die möglicherweise schon im Vorverkauf vergriffen sind. Telefonische Kartenbestellungen sind zu den Öffnungszeiten im Kastell oder jederzeit per Mail möglich. Die Karten werden bis 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse reserviert. Falls der Auftritt wegen veränderter Pandemie-Bedingungen abgesagt werden muss, wird der Eintrittspreis in den Vorverkaufsstellen erstattet. Alle Besucher müssen sich vor dem Konzert registrieren. Am zugewiesenen Sitzplatz kann die erforderliche Mund-Nasen-Maske abgenommen werden. Beim Verlassen des Platzes ist eine Maske zu tragen. In der Pause sowie vor- und nach dem Konzert ist für ein angemessenes Catering gesorgt. Heinz Pfeifer

Obernhof. Unbekannte Täter haben zwischen Donnerstag, 8., und Samstag, 10. Oktober, mehrere Schriftzüge an die Betonwand der Bahnunterführung Seelbacher Straße gesprüht. Hinweise auf den oder die Täter existieren nicht. Zeugen, die Angaben zur Sache machen können, werden gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Bad Ems in Verbindung zu setzen. Der Schaden dürfte sich auf rund 500 Euro belaufen.

Singhofen. Unbekannte Täter sind vermutlich am zwischen 9. und 13. Oktober in ein Gartengrundstück am Hausbach eingebrochen. Dort brachen sie die Hütte auf, besprühten diese mit roter Farbe und randalierten. Hinweise werden an die Polizei Bad Ems erbeten: Tel. 02603-9700.

Am Samstag, 7. November, 20 Uhr (Einlass: 19.30 Uhr), präsentiert der Verein KulturWerk Nassau die Kölner Kabarettistin Vera Deckers in der Stadthalle. Der Verein freut sich, nach der Corona-bedingten Programmpause nun unter Beachtung von Schutz- und Hygienemaßnahmen wieder Kultur in Nassau anbieten zu können.

Die Narzissten haben die Macht übernommen. Verpackung ist wichtiger als Inhalt. Aufmerksamkeit ist die globale Währung. Existent ist nur noch, wer online ist – und der Lauteste gewinnt. Das ist einerseits schrecklich, andererseits zum Schreien komisch. Helikoptereltern halten ihre Kinder auf der Schaukel an und Zucker für das neue Heroin. Teenager experimentieren nicht mehr mit Drogen, sondern posieren für Selfies und schuften als Influenzer im Youtube-Tagebau. Selbstverwirklichung ist das Gebot und jeder kann ein Star sein. Aber wenn jeder die erste Geige spielt, wie klingt dann das Orchester? Und wieso kann man Schreihälsen nicht einfach den Twitter-Account sperren? Selbstoptimierer tragen Fitness-Tracker, zählen Schritte, Kalorien, Schweißtropfen, Rülpser und das Geschnarche im Schlaf.

Solche Zeiten erzeugen Selbstzweifel: Kann Kabarett am Puls der Zeit sein, wenn man nicht mal ’ne Pulsuhr hat? Wie soll ich mich selbst verwirklichen, wenn ich als Freiberufler nicht mal eine Wohnung finde? Warum ist ein Vollbart nicht mehr Mathelehrern mit Cordhosen vorbehalten? Seit wann wird nicht mehr auf Begabung hin gefördert, sondern auf Verdacht? Und wieso werden im Flugzeug eigentlich keine Nüsschen mehr gereicht? Den Wahnsinn der heutigen Zeit belegt Vera Deckers anhand von wissenschaftlichen Studien und findet auch Beruhigendes: Gelegenheitstrinker leben länger als Leute, die gar keinen Alkohol trinken. Ist also doch noch nicht alles verloren? 

Vera Deckers bringt Kabarett auf höchstem Niveau nach Nassau – äußerst charmant und treffsicher. Von Beruf ist sie Psychologin, ihre Berufung hat sie aber in der Stand-up-Comedy gefunden. Mit Witz und Intelligenz erklärt sie, wie Kommunikationshürden und Fallen des modernen Lebens überwunden werden können. Die Kölnerin ist eine Meisterin ihres Fachs und spielt sich in Windeseile in die Herzen der Zuschauer. 

Der ursprünglich bereits für März geplante Kabarett-Abend findet nun am 7. November unter Berücksichtigung entsprechender Hygienevorschriften und Schutzmaßnahmen statt. Die Tickets kosten 15 Euro zzgl. Gebühren (Ermäßigung für Schüler/Studenten/Behinderte gegen Nachweis). Der Ticketverkauf erfolgt über www.ticket-regional.de/kulturwerknassau mit nummerierten Plätzen und unter Berücksichtigung von Mindestabstandsregeln. Eine Abendkasse steht nicht zur Verfügung, es können jedoch bis kurz vor der Veranstaltung noch Online-Tickets erworben werden. 

Die für den ursprünglich geplanten Termin erworbenen Tickets behalten ihre Gültigkeit. Besitzer dieser Tickets werden gebeten, sich rechtzeitig vor der Veranstaltung bei KulturWerk Nassau e.V. unter Tel. 0176 628 203 75 zu melden, damit ein nummerierter Platz zugewiesen werden kann. 

Das KulturWerk Nassau e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Kultur in der Stadt Nassau zu fördern. KulturWerk führt selbst Veranstaltungen mit lokalen und überregionalen Künstlern verschiedener Sparten durch, unterstützt Kulturtreibende und will zudem ein Netzwerk etablieren, um das kulturelle Leben der Stadt Nassau zu bereichern. 

Auch in diesem Jahr wurde in Kloster Arnstein wieder der traditionelle Gottesdienst zum Erntedankfest gefeiert. Gerade in eher ländlich geprägten Kirchorten mit weiten Feldern, Obstwiesen und gar Weinbergen ist dieser Gottesdienst stets ein Ausdruck der Dankbarkeit für die Gaben, die Gott immer wieder aufs Neue den Menschen schenkt. Da aufgrund der Corona-Pandemie die anschließende Begegnung leider nicht stattfinden konnte, hatte der Ortsausschuss  von Arnstein eine kleine Aufmerksamkeit vorbereitet: So konnten alle Gottesdienstbesucher selbstgemachte Marmelade und frisch gepflückte Äpfel mit nach Hause nehmen und sich den damit verbundenen Dank an Gottes wunderbare Schöpfung zum Beispiel am Frühstückstisch gewiss machen.

Die Explosion eines Wohnhauses am Dienstag gegen 10.10 Uhr in Arzbach hat Polizei, Rettungsdienste und die Feuerwehren der ganzen Region in Atem gehalten. Sämtliche Zufahrtsstraßen nach Arzbach wurden großräumig gesperrt. Bei der Explosion des Hauses in der Hauptstraße wurde ein 54-jähriger Mann so schwer verletzt, dass er mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen werden musste. Zur Ursache für die Explosion und den nachfolgenden Brand machte die Polizei bisher keine Angaben. Das Haus wurde stark beschädigt. Die weiteren Ermittlungen hat die Kripo in Montabaur übernommen.

Mit Ulrike Neradt kommt eine gute Bekannte und beliebte Künstlerin am Freitag, 30. Oktober, um 19.30 Uhr ins Pohler Limeskastell – und das schon zum sechsten Male. Die vielen Fans aus Pohl und Umgebung freuen sich schon und sind herzlich eingeladen. Ulrike Neradt ist ja ein Garant für gute Unterhaltung. 

Dieses Mal heißt das Motto „C‘est la vie“ – eine heitere Kurt-Tucholsky-Revue“. Es ist schon erstaunlich, wie viele heitere und doch anspruchsvolle Programme die Chansonette und Kabarettistin aus dem Rheingau auf die Bühne zaubert. Jetzt präsentiert sie die vermeintlich leichte Seite Kurt Tucholskys. Möglicherweise wird uns die ein oder andere Stelle bekannt vorkommen und durchaus nachdenklich stimmen. Es vergeht kein Tag, an dem nicht in einer Zeitung auch heute noch ein Bonmot von ihm auftaucht oder auf einer Bühne ein Couplet von ihm vorgetragen wird. Kurt Tucholsky, wortsicherster und brillantester Journalist der Weimarer Republik, polarisierte zu Lebzeiten und weit über seinen Tod hinaus. Ein Resümee auf die Frage, was diesen – sonst überwiegend politischen – Autor besonders für die Kabarettisten der Kleinkunstbühne der 20er Jahre prädestinierte, könnte etwa folgendermaßen lauten: Charakteristisch sind sein sicherer Zeitgriff, seine überlegenen Pointen, die versierte Refrain-Technik und sein ausgeprägtes Gefühl für Sprachrhythmus und Melodie.

Heitere und freche Texte, Songs und Lieder von Kurt Tucholsky präsentieren Ulrike Neradt, Klaus Brantzen und Jürgen Streck (am Klavier) in dieser literarischen Revue. Für die Veranstaltung gelten Corona-bedingt folgende besondere Vorgaben, um deren Beachtung gebeten wird. Das Konzert findet mit 50 Sitzplätzen statt, die möglicherweise schon im Vorverkauf vergriffen sein könnten. Telefonische Kartenbestellungen sind zu den Öffnungszeiten im Kastell oder jederzeit per Mail möglich. Die Karten werden bis 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse für Sie reserviert. Falls der Auftritt wegen veränderten Pandemie-Bedingungen abgesagt werden muss, wird der Eintrittspreis an den Vorverkaufsstellen erstattet. Alle Besucher müssen sich vor dem Konzert registrieren. Am zugewiesenen Sitzplatz kann die Mund-Nasen-Maske abgenommen werden. Beim Verlassen des Platzes ist eine Maske zu tragen. In der Pause sowie vor und nach dem Konzert sorgt das Kastell-Team für ein angemessenes Catering.

Eintritt: 18 Euro (für Schüler, Studierende, Auszubildende: 16 Euro). Tickets gibt es im Vorverkauf bei Bücherland, Römerstraße 35-37, 56355 Nastätten (Tel.: 06772 960097) und Buchhandlung Jörg, Amtsstraße 13, 56377 Nassau (Tel.: 02604 356). Sie sind auch im Kastell an der Abendkasse erhältlich oder unter www.eventim.de (kleine Gebühr möglich). Vorherige Kartenreservierungen sind möglich im Kastell zu den Öffnungszeiten persönlich bzw. telefonisch (06772 9680768) oder jederzeit per Mail (officium@limeskastell-pohl.de). Reservierte Karten werden bis 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse bereitgehalten.  

Interessentinnen und Interessenten wird empfohlen, wegen der begrenzten Kapazität im Limeskastell unter 06772 9680768 anzurufen und nachzufragen, ob es noch Karten gibt. Bestuhlt (freie Platzwahl). Einlass ab 18.30 Uhr. Es wird gebeten, etwas mehr Zeit einzuplanen, da sich alle Besucher vor dem Konzert registrieren und die Plätze zugewiesen werden müssen. Das wird nur nacheinander funktionieren und etwas Zeit in Anspruch nehmen. Nach der Platzvergabe können diese gerne wieder verlassen werden. (Text Heinz Pfeifer, Foto: Veranstalter)

Geparktes Auto demoliert

Am Montag wurde in der Zeit zwischen 12.45 und 13.10 Uhr ein in der Gerhart-Hauptmann-Straße in Nassau geparkter schwarzer Hyundai Santa Fe durch ein anderes Fahrzeug vermutlich beim Ein- oder Ausparken im Bereich der vorderen linken Stoßstange beschädigt. Anhand der Spurenlage könnte es sich bei dem verursachenden Fahrzeug um einen hellen Transporter gehandelt haben. Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit der Polizei Bad Ems, Tel. 02603 9700 in Verbindung zu setzen.

„Ach, tut das gut, nach einem halben Jahr endlich wieder mal auf der Bühne stehen zu können und Begrüßungs-Applaus zu bekommen!“ Mit diesen Worten begann der Gitarren-Virtuose Biber Herrmann sein Konzert im Limeskastell Pohl. Die Zwangspause habe er aber genutzt, um an seiner neuen CD zu arbeiten, die in Kürze erscheinen wird. 

Und seine Begeisterung merkte man dem aus Lorchhausen am Rhein stammenden und in Stromberg wohnenden Künstler an diesem Abend auch an. Seine markante Stimme und virtuose Gitarrenkunst sprangen auf die Besucher über. Sie waren fasziniert und wippten im Takt mit. In den Pausen zwischen den Songs kamen von ihm immer erstaunliche Erklärungen, die sogar nachzuvollziehen waren. So habe er, inspiriert von Fröschen auf einer Wanderung, einen Song über die Krötenwanderungen geschrieben, der aber augenscheinlich wohl dazu geführt habe, dass auch er vielleicht dadurch nichts von den versprochenen Bundeshilfen für Künstler erhalten habe.     

Als Solist ahmte er fast ein ganzes Orchester mit Leadgitarre, Bassgitarre, Rhythmusgitarre, Schlagzeug, Mundharmonika und Gesang nach. Sagenhaft! Ein besonderes Highlight war, wenn seine Lebensgefährtin Anja Sachs mit auf die Bühne kam und ihn mit ihrer melodischen Stimme begleitete. Alles in allem: Es war ein perfektes Konzert und ein schöner Abend für alle Blues- und Folkfreunde.

Dass die Standing-Ovations selbstverständlich zu Zugaben führten, kann sich jeder denken. Erfreulich insbesondere war, dass die Basilika mit 50 Besuchern aufgrund der Corona-Vorgaben ausverkauft war, dass das Kastell-Team bei der Bestuhlung und der Platzanweisung perfekt die vorgeschriebenen Abstände beachtete und sich alle Gäste auch an die AHA-Regeln hielten. Diese Corona-bedingten Einschränkungen aber taten dem schönen Konzert-Abend keinen Abbruch. 

Reiter im Limeskastell

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage war der Ponyhof Schweighausen mit Reiterinnen und ihren Pferden zu Gast im Limeskastell Pohl. Der erste Besuch führte durch das Missgeschick einer Pferdeverletzung zu kleinen Einschränkungen; die Pferde mussten daher in einem Stall in Pohl „geparkt“ werden. Beim zweiten Besuch klappte es dann perfekt, und es war umso schöner. Die stattliche Gruppe traf sogar mit einer „römischen“ Reiterin ein, wie auf dem Foto zu sehen ist. Führung, lukanische Bratwurst und sonstige Schlemmereien rundeten den Besuch bei den Kastell-Römern ab. Die zwei kürzlich installierten neuen Pferdeanbindestellen wurden damit erstmals ihrer Bestimmung zugeführt. (Text und Foto: Heinz Pfeifer) 

Aufmerksame Verkehrsteilnehmer haben am Freitagabend eine betrunkene Autofahrerin im Obertal in Nassau solange an der Weiterfahrt gehindert, bis die Plizei eintraf. Erste Ermittlungen ergaben, dass die Fahrerin eines roten Nissan Juke nicht bloß 2,37 Promille in ihrer Atemluft, sondern auch kurz zuvor einen Unfall mit einem anderen Fahrzeug hatte. Fraglich ist jedoch, wobei genau sie sich einen platten Vorderreifen sowie geringen Lackabrieb an ihrer Beifahrerseite zugezogen hat. Die Polizei sucht daher nach Zeugen, die sachdienliche Angaben zu einem in diesem Zusammenhang in Frage kommenden Verkehrsunfall in und um Nassau am Freitagabend machen können.

Strafrechtlich verantworten muss sich die Frau bereits jetzt schon. Wegen des Verdachts der Trunkenheitsfahrt wurde ihr eine Blutprobe entnommen. Zudem wurde ihr Führerschein sichergestellt.

Bei einem Verkehrsunfall auf der B 260 in Singhofen in Höhe der Kreuzung Miehlen/Attenhausen sind am Samstag drei Personen verletzt worden. Wie die Polizei berichtet, hatte der 27-jährige Fahrer eines VW Golf beim Passieren des Kreuzungsbereiches die Vorfahrt missachtet und kollidierte mit dem 22-jährigen Fahrer eines ebenfalls kreuzenden Pkw Hyundai. Die Verletzten wurden zur medizinischen Behandlung in umliegende Krankenhäuser gebracht. Beide Fahrzeuge waren erheblich deformiert und nicht mehr fahrbereit. Der Gesamtschaden dürfte bei etwa 15.000 Euro liegen. Im Einsatz waren mehrere Kräfte des Rettungsdienstes und der Polizei Bad Ems.

Dekanin Renate Weigel (rechts) segnete Pfarrerin Mariesophie Magnusson für ihren Dienst in Nassau. Der soll bunt und mit frischem Wind starten freute sich nicht nur der Kindergottesdienst mit farbigen Windrädern über die vakanzlose Besetzung der Pfarrstelle.

Mariesophie Magnusson ist von Dekanin Renate Weigel als neue Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde Nassau, zu der auch Winden gehört, ins Amt eingeführt worden. Coronabedingt war die Besucherzahl im Gottesdienst stark eingeschränkt, was die Freude über die vakanzlose Wiederbesetzung der Stelle aber kaum beeinträchtigte. Vorgänger Stefan Fischbach war eine Woche zuvor verabschiedet worden. Entsprechend frohe Gesichter von Jung bis Alt gab es in und anschließend vor der evangelischen Johanniskirche in der Freiherr-vom-Stein-Stadt.

Die Dekanin hatte ihre Ansprache zur Einführung Magnussons unter Vers 24 aus Psalm 73 gestellt. „Du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich am Ende mit Ehren an“, heißt es dort. „Ist das Leben ein Irrgarten oder ein Labyrinth?“, fragte Weigel und erläuterte den Unterschied. „Im Irrgarten verirre ich mich und komme, wenn es gut geht, am Ende lachend heraus. Das Labyrinth führt mich zur Mitte; es kennt nur einen Weg.“ Der nehme allerdings viele Windungen, sei lang und koste Kraft. „Die Frage ist, ob ich bereit bin, ihn zu gehen, Schritt für Schritt.“ Der Psalmbeter mache Mut, zu vertrauen und den Lebensweg mit Gott und zu ihm zu gehen. „Es gibt ein Ankommen!“, so Weigel.

Mit ihren Worten machte die Dekanin der Pfarrerin und der Gemeinde Mut, ein Stück Weg des Labyrinths gemeinsam zu gehen, auch wenn es mal lang und mühsam wird. „Gott will Ankommen und Segen schenken. Und ich wünsche Freude beim gemeinsamen Wirken!“ Die kenne auch der Psalm, der mit den Worten endet: „Aber das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte und meine Zuversicht setze auf den Herrn, dass ich verkündige all dein Tun“. Magnusson selbst machte anhand des für den Sonntag vorgeschlagenen Bibeltextes deutlich, dass es angesichts der vielen Baustellen in einer Gemeinde wie schon in der Anfangszeit der Kirche vieler aufmerksamer Menschen bedarf. Denn einer allein könne nicht alles sehen und machen, wo es der Zuwendung und des Einsatzes unterschiedlicher Begabungen brauche, so die 31-Jährige.

Freude verströmten die musikalischen Beiträge im Gottesdienst, in dem auf Gesang verzichtet werden musste. Dafür sorgte Sigrun Köpper an der Orgel sowie die Familien Kühnau und Ali Majidi mit ihrem Gesang und Spiel in ausreichendem Abstand. Vor der Johanniskirche empfing der evangelische Posaunenchor unter Leitung Petra Wiegands die neue Pfarrerin und die Gäste mit einigen Lobliedern. Die Kindergottesdienstkinder freuten sich auf den gemeinsame Weg und begrüßten Magnusson mit bunten Windrädern, einem Symbol für den frischen Wind in der Gemeinde.

Im Namen des Kirchenvorstands hieß Thea Matzat die neue Gemeindepfarrerin herzlich willkommen und freute sich auf neue Ideen und Anregungen, „die sie bestimmt für ein gestärktes Gemeindeleben mitbringen“. Gute Wünsche kamen unter anderem auch von der Vorsitzenden des Dekanatssynodalvorstandes Anja Beeres sowie von Nassaus Stadtbürgermeister Manuel Liguori, die sich aufs Miteinander freuen.

Eine unter Alkohol stehende Autofahrerin ist am Mittwochabend mit ihrem grauen Opel Corsa auf dem Kreisverkehr im Zuge der B 260 vor Singhofen falsch abgebogen, auf der entgegengesetzten Fahrspur gefahren, nach links von der Straße abgekommen und schließlich im Feld gelandet. Die Polizei entnahm der Unfallfahrerin eine Blutprobe. Sie muss sich nun wegen Trunkenheit im Verkehr verantworten. Zeugen, die Hinweise zum Fahrverhalten der Frau geben können, oder durch den PKW möglicherweise sogar gefährdet wurden, werden gebeten sich bei der Polizeiinspektion Bad Ems, Telefon 026039700, zu melden.

Ältere Beiträge »

anzeigen
Wetter
daswetter.org