Zu Beginn des neuen Jahres warten zwei Highlights im Limeskastell Pohl auf ihre Besucher. Zwei hochkarätige Interpreten werden die Zuhörer begeistern.

  • Am Samstag, 19. Januar 2019, um 20.00 Uhr wird der bekannte Kabarettist Reiner Kröhnert für kritisches, witziges und politisches Kabarett in XXL sorgen. Wer also die Wahrheit über den Politzirkus erfahren will, ist dann hier richtig. Großartige Unterhaltung auf Top-Niveau ist garantiert. Mit dabei sind die Gäste Angela Merkel, Donald Trump, Martin Schulz, Wolfgang Schäuble, Joachim Gauck, Adolf Hitler, Erich Honecker, Winfried Kretschmann, Edmund Stoiber, Klaus Kinski, Michel Friedman, Rüdiger Safranski, Boris Becker, Franz Beckenbauer, Daniela Katzenberger, Dieter Bohlen, Ronald Pofalla, Werner Herzog und Gerhard Schröder. Informationen unter www.reiner-kroehnert.de. Eintritt: 18 EUR (16 EUR für Schüler, Azubis, Studierende).
  • Am Samstag 16. Februar 2019, um 20.00 Uhr kommt die bekannte Sängerin Anne Haigis zu einem Konzert nach Pohl.
    Sie ist eine der wenigen Sängerinnen hierzulande, die über die so oft beschworene, wirkliche internationale Klasse verfügt.
    Informationen unter www.anne-haigis.de. Hier sind in einem Trailer auch einige ihrer Songs mit ihrer unverwechselbaren Stimme zu hören. Man wird hier feststellen, dass es ins Ohr und insbesondere unter die Haut geht.
    Eintritt: 20 EUR (Schüler, Azubis, Studierende: 18 EUR)
    Tickets sind an der Abendkasse erhältlich oder unter www.eventim.de (kleine Gebühr). Vorherige Kartenreservierungen sind beim Limeskastell möglich entweder telefonisch (06772 9680768) oder jederzeit per E-Mail unter officium@limeskastell-pohl.de.
    Ideales Angebot für Geschenkesuchende zu Weihnachten:
    Für die beiden Veranstaltungen können exklusive Sonderdruck-Eintrittskarten zu um jeweils zwei EURO (Kröhnert statt 18 € nur 16 €, Haigis statt 20 € nur 18 €) ermäßigt erworben und verschenkt werden. Zu erhalten bei unseren Vorverkaufsstellen Bücherland in Nastätten und Foto-Jörg in Nassau sowie im Limeskastell. Das Angebot gilt nur bis zum 22.12.2018 und nur so lange der Vorrat reicht.

Das Limeskastell rockte

OpenRange

Es dauerte nicht lange, und das Publikum konnte merken, dass es sich bei der Gruppe „Open Range“ um Vollblutmusiker handelt, die kürzlich im Limeskastell Pohl ihre Visitenkarte abgaben. Als reine Coverband entstanden, reichte das Repertoire von Klassikern der 60er und frühen 70er Jahre wie Rory Gallagher, Black Sabbath, Neil Young, Jimmy Hendrix, Sting und Rolling Stones, aber auch etliche Eigenkompositionen standen auf dem Programm.
Stephan Kießling als Leader und Sänger der Band sorgte als exzellenter Gitarrist, egal mit welcher Gitarre, für richtig guten Rocksound. Er ist ja auch ein alter Bekannter im Limeskastell. Schon zweimal als musikalischer Begleiter von Paul Joses genoss er die spezielle Atmosphäre und die tolle Akustik der Basilika. Auf seine Frage, ob der Sound auch nicht zu laut wäre, konstatierte ein Gast, dass Rockmusik genauso sein müsse.
Bei den dargebotenen Songs wie zum Beispiel von Jimmy Hendrix „malträtierte“ er seine Gitarre wie einst auch die Originale. Mit zur Band gehören Wolfgang Krieger mit der Bassgitarre, Christoph Henne am Schlagzeug und Klaudius Heppner, die nicht nur bei einigen Soli ihr Können zeigten, sondern ebenfalls mit für kraftvollen Rocksound sorgten. Alles in allem ein schöner und würdiger Abschluss der Herbst-Veranstaltungsreihe „Kultur im Kastell“. Text/Foto: Heinz Pfeifer

  • Die nächste Veranstaltung ist am Samstag, 19. Januar 2019, um 20.00 Uhr, mit dem bekannten Kabarettisten Reiner Kröhnert.

W-Markt_Pohl

Man kann es nicht anders sagen: Der Adventsmarkt im Limeskastell Pohl ist schon etwas Besonders und Einmaliges. Wo sonst gibt es in einem römischen Kastellnachbau sowohl weihnachtliches als auch römisches Flair? Das haben auch die Besucher erkannt und strömten an den beiden Markttagen scharenweise zu den zahlreichen Ausstellungsständen, die mit Weihnachtsdekoration aller Art, Schmuck, Holzarbeiten, Plätzchen, warme Winterkleidung bis hin zu Getöpfertem keine Wünsche offen ließen.

Und dann gab es auch noch nicht nur die typische Weihnachtsmarktverpflegung, sondern passend zum römischen Ambiente den heißen römischen Gewürzwein (Mulsum) und Bratwürstchen nach römischem Rezept (lukanische Bratwurst). Allenthalben gab es volle Parkplätze und es herrschte großes Gedränge sowohl zwischen den Ständen in der Basilika als auch an den Essen- und Getränkeausgabestellen. Die Organisatorin Kirsten Hinterwäller und das Limeskastell-Team um Saladin Herborn haben hervorragend dafür gesorgt, dass es eine rundherum gelungene Veranstaltung wurde, die zweifellos nach Fortführung im kommenden Jahr schreit. Text/Foto: Heinz Pfeifer

Das Kuratorium der unselbständigen Stiftung der Verbandsgemeinde Nassau „Bildungspakt für Nassau“ unter dem Vorsitz von Helmut Klöckner und dem Beauftragten des Stiftungsträgers Udo Rau sowie der Kuratoriumsmitglieder Armin Wenzel, Susanne Heck-Hofmann und Thorsten Reinhardt hat für das Jahr 2018 Fördermittel in Höhe von 44.000 Euro bewilligt. Mindestens die gleiche Summe wird von den Trägern der geförderten Einrichtungen bzw. von den geförderten Vereinen erwartet.
Den Löwenanteil erhalten die fünf Kindertagesstätten und die Grundschulen der Verbandsgemeinde Nassau für musikalische Früherziehung und ein Bewegungskonzept. Die Stiftung hat sich die musikalische Früherziehung auf die Fahne geschrieben, weil die Kinder von Natur aus Spaß an Musik, Rhythmus und Bewegung haben. Mit den Kursen werden die Kinder spielerisch an Musik in ihren vielfältigen Erscheinungsformen heran geführt. Aktives Musizieren fördert die sozialen, kreativen und intellektuellen Fähigkeiten der Kinder und wirkt sich somit positiv auf die gesamte Persönlichkeit aus. Die Kurse werden überwiegend von der Kreismusikschule, aber auch von privaten Musiklehrern durchgeführt.

Die Kreismusikschule erhält von der Stiftung einen Zuschuss für die Nutzung des Schulzentrums Nassau. Das Schulzentrum steht künftig im Eigentum des Leifheit-Campus, der aus rechtlichen Gründen zumindest die Nebenkosten auf die Nutzer umlegen muss. Von dieser Regelung sind auch die Vereine in der Halle betroffen. Auch hier will die Stiftung einen anteiligen Beitrag leisten.
Auch 2019 wird es mit Hilfe der Stiftung wieder ein Festival mit den Kinderliedermachern aus Frankfurt geben. Diese hochklassige und beliebte Veranstaltung, der Workshops in den Kindertagesstätten und Grundschulen vorausgehen, wurde bereits 2017 und 2018 mit großem Erfolg durchgeführt.
Der Errichtung einer Stehle zur Erinnerung an die ehemalige Synagoge in Nassau steht die Stiftung positiv gegenüber.
Helmut Klöckner, der vor 5 Jahren durch die G. und I. Leifheit-Stiftung satzungsgemäß zum Vorsitzenden des Kuratoriums bestellt wurde, möchte ab 1. Januar 2019 den Vorsitz in jüngere Hände geben und hat die G. und I. Leifheit-Stiftung um die Ernennung eines Nachfolgers gebeten.

Ein halsbrecherisches Überholmanöver hat am Freitag gegen 12 Uhr ein unbekannter Autofahrer auf der B 417 zwischen Obernhof und Nassau absolviert. Laut Zeugenaussagen, die der Polizei vorliegen, hat der Fahrer eines silbergrauen Pkw in Höhe des Wasserwerkes Nassau zum Überholen einer aus drei Autos bestehenden Fahrzeugkolonne angesetzt. Er scherte nach links auf die Gegenfahrbahn aus, musste aber das Überholmanöver abrupt abbrechen, als bereits in Höhe des ersten zu überholenden Pkw der Kolonne ein dunkles Fahrzeug aus Richtung Nassau entgegenkam. Der Überholer scherte wieder auf die rechte Fahrbahn ein, wo das dort fahrende Fahrzeug scharf abbremsen und ausweichen musste, um eine unmittelbar bevorstehende Kollision zu vermeiden. Es wird vermutet, dass das entgegenkommende Fahrzeug ebenfalls stark abbremsen musste, um eine Kollision mit dem Überholer zu vermeiden. Die Polizei Bad Ems bittet Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben, vor allem die Fahrzeuginsassen des aus Richtung Nassau entgegenkommenden Fahrzeugs, sich zu melden.

Weihnachtsvorgeschmack_KulturhausZum dritten Advent lädt das KulturWerk Nassau zu einem musikalisch-literarischem Winter-Weihnachtsprogramm mit Liedern, Briefen, Geschichten und Gedichten in das Nassauer Kulturhaus ein. Unzählige Texte, Gedichte, Kompositionen entstanden aus der Inspiration und der Faszination des Winters, der Adventszeit und der Weihnacht. Es sind die Verbindung und der Kontrast von Licht und Dunkel, von Schmerz und Freude, von Entbehrung und Geschenk, von Mühe und Glück, die tatsächlich diese Jahreszeit kennzeichnen – wenngleich diese für die Menschen früherer Zeiten noch viel unmittelbarer, hautnaher und greifbarer waren.
Das „taw – theater am werk“ aus Koblenz findet in der künstlerischen Umsetzung dieser archetypischen Phänomene einen schmalen Pfad, der durch Ursprünglichkeit, Tradition, Humor und etwas Satire geprägt ist. Die Zuschauer erwartet Besinnliches und Humorvolles von Joachim Ringelnatz, Heinrich Heine, Friedrich Rückert, Theodor Fontane und anderen, vorgetragen von den Akteuren Christoph Maasch (Schauspiel), Winfried Schuld (Akkordeon) und Katrin Zurborg (Jazz-Gitarre), Texte und Lieder wurden ausgewählt und inszeniert von Waltraud Heldermann.

  • Die Matinee findet am Sonntag, 16. Dezember, um 11 Uhr (Einlass 10.30 Uhr) im Museumssaal des Nassauer Kulturhauses statt. Karten sind im Vorverkauf bei den lokalen Vorverkaufstellen Foto-Jörg und Touristik im Nassauer Land und online unter: www.ticket-regional.de/kulturwerknassau für 15 Euro erhältlich (beim Onlinekauf entstehen Gebühren), Preis an der Tageskasse 18 Euro.

Ein Kompass fürs Soziale

Sozialkompass

Der Sozialkompass Nassau hat seinen 5. Infotag im Museumssaal des Kulturhauses veranstaltet. Ein großer Teil der Netzwerkpartner präsentierte sich an diesem Tag; viele Besucher konnten sich über deren Aufgaben und Angebote informieren. Die Vorträge, die von fachkundigen Personen gehalten wurden, kamen bei den Besuchern gut an.
Im Einzelnen ging es um folgende Themen:

  • Aufnahme in ein Altenheim, Referentin Karin Quirmbach, Leiterin Haus Hohe-Lay
  • Armut im Alter und Grundsicherung, Referent Bernd Friedrich, VG Nassau
  • Reha nach Hirnschädigungen, Referentin Julia Tiwi-Feix, Inklusa gGmbH
  • Kriminalprävention, Referent Ralf Hartenfels, KHK a.D.

Nach den jeweiligen Vorträgen, hatten die Besucher die Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen und Fragstellungen mit den Referenten. Außerdem wurde Informationsmaterial ausgelegt, das sich die Besucher mit nach Hause nehmen konnten. Weitere Vorträge ähnlicher Art sind für Anfang des nächsten Jahres in den Räumen des Sozialkompass Nassau  geplant.

Die Ortsgemeinde Pohl lädt alle Pohler Seniorinnen und Senioren ganz herzlich zu einem vorweihnachten Nachmittag am Sonntag, 9. Dezember, um 15 Uhr, ins Limeskastell ein. Bei Kaffee und Kuchen, einem Gläschen Wein soll wieder viel Zeit für persönliche Gespräche sein. Anmeldung ist erforderlich und bis Dienstag, 4. Dezember, bei Saladin Herborn unter Telefon 0151 56094264 vorzunehmen. In diesem Jahr sorgt Birgit Crecelius mit heimatlichen Mundartvorträgen sicher für viel Spaß und viele Lacher.
Zur anschließenden Nikolausfeier sind alle Pohler Kinder mit Eltern und Großeltern recht herzlich für 17.30 Uhr ins Limeskastell eingeladen. In gemütlicher Runde mit Weihnachtsliedern wird gemeinsam der Nikolaus erwartet. Eltern geben das Nikolaus-Päckchen bis zum 8. Dezember bei Claudia Steffen, Kirchstraße 18, Telefon 06772 963199, ab.
Einen besonderen Service zum vorweihnachtlichen Seniorennachmittag und zur Nikolausfeier bietet Saladin Herborn in Form eines Fahrdienstes aus dem Dorf ins Kastell und zurück für die älteren und gehbehinderten Pohler. Unter Telefon 0151 56094264 werden Anmeldungen entgegen genommen.

FotoMaseltov

Jede Menge Musikinstrumente auf der Bühne sahen die Besucher zunächst in der gut gefüllten Basilika des Limeskastells Pohl. Da waren mehrere Saxophone und Klarinetten, Flöten, Akkordeon, Querflöten, Gitarre, die lautenähnliche Domra und sogar ein dicker Kontrabass. Mit „Dschingis Khan“ eröffnete die Gruppe „Maseltov“ ihr Konzert. Sie haben ihren Sitz in Taunusstein und kommen aus Frankfurt, Mainz, Eppstein und Stadecken-Elsheim, was das Proben nicht immer einfach macht. Die Gruppe besteht seit 1977, zunächst unter dem Namen „Gänseblümchen“, und in der heutigen Konstellation seit 1981 als „Maseltov“.

Der Name ist jiddisch und bedeutet „Viel Glück“ und ist der traditionelle Hochzeitswunsch, mit dem der Brautvater das Hochzeitspaar musikalisch begrüßt. Aber die Musik wurde auch zu anderen Feierlichkeiten gespielt, insbesondere aber zu Hochzeiten. Der mitreißende Klezmer-Swing gemischt mit Balkan-Rhythmen und russischen Zigeunerweisen, angetrieben vom Gesang und anfeuernden Rufen ohne Verstärker und Mikrofone wirkt sehr authentisch, ist typisch für die Musiker von „Maseltov“ und lässt die Besucher träumen von Wandermusikanten, die zum Tanz aufspielen.
Fehlen durften beim Klezmer-Swing natürlich nicht die Lieder „Wenn ich einmal reich wär“ von Ivan Rebroff, „Bei mir bist Du schön“, das hebräische Volkslied „Hava nagila hava“ und das die Situation der Juden im Dritten Reich reflektierende Lied „Dona dona“. Ein Hörgenuss waren auch die beiden Soli des Akkordeonspielers, einem mehrmaligen deutschen Meister. Mit ihren schicken Hüten sahen sie schon sehr gut und fröhlich aus und so kamen sie auch rüber. Ihre in die Ohren gehende Musik, gepaart mit viel Gesang und Tanz, übertrug sich auf die Besucher und spornte sie zum Mitwippen und Mitklatschen an.

Renate Kohn, eine Schauspielerin aus Bad Schwalbach, die ebenfalls zur Gruppe gehört, las zur Auflockerung zwischendurch mehrmals lyrische Gedichte, darunter „Die Wahlesel“ von Heinrich Heine, lustige jiddische Episoden und Gedichte, Frankfurter Geschichten und Kurzgeschichten, zum Beispiel von Ephraim Kishon, die allesamt klug, lehrreich oder tiefsinnig, vor allem aber hintergründig heiter waren.

Nach mehreren Zugaben zum Abschluss gegen viertel vor elf lobte jedenfalls die Gruppe das tolle Publikum und die Besucher waren begeistert von diesem wunderschönen stimmungsvollen Abend.

Text und Foto: Heinz Pfeifer

Dass man oft etwas findet, wenn man gräbt, ist ja allenthalben bekannt. Heutzutage erlauben es aber geomagnetische Prospektionsaufnahmen, eine Art Röntgenaufnahme vom Boden, dass man bestimmt etwas findet. So berichtete am Sonntag der Limesbeauftragte des Landes Hessen, Dr. Kai Mückenberger, im Limeskastell Pohl von zwei unterschiedlichen Situationen. Zum ersten wurden in Bad Homburg-Obererbach bei der Vorbereitung des Terrains für eine künftige Bebauung von Bauarbeitern einige Funde gemacht, die sie nicht achtlos beiseite räumten. Die Archäologen legten dann nicht weniger als acht Grabstellen seit Grabungsbeginn am 17. Juli dieses Jahres frei. Anhand der Grabbeigaben, unter anderem Kleiderreste, Fibeln (Gewandspangen) und Bruchstücke eines Schwertes, wisse man, dass es mindestens ein Frauen- und ein Männergrab gegeben habe. Alle Grabstellen stammen aus der Latenezeit und sind dem 5. Jahrhundert vor Christus zuzuordnen. Damit gehören sie zur keltischen Epoche.
Im zweiten Fall wurden anhand von Prospektionsaufnahmen im Wald bei Grebenroth rechteckige Formen mit einer Größe von 15 m x 18 m entdeckt. Dies führte zu näheren Forschungen. Es ergab sich die Frage, was diese etwa 1,5 km vom Römerkastell Holzhausen entfernt liegenden Areale darstellten.

Der Archäologe Dr. Mückenberger und etwa ein Dutzend freiwillige ehrenamtliche Helfer des Heimatvereins Heidenrod-Kemel machten sich 2017 und 2018, jeweils die Woche vor Pfingsten, an die Arbeit und fertigten eine Schnittgrabung durch das Areal. Zahlreiche Scherben einer Amphore, römische Münzen, ein Metallgegenstand und ein bearbeiteter größerer Gesteinsbrocken wurden zu Tage gefördert. Bisher konnte jedoch noch nicht geklärt werden, was hier gewesen sein könnte. So soll im kommenden Jahr in der Woche vor Pfingsten eine weitere Grabung durchgeführt werden.
Kurz vor Ende des Fachvortrags stoppte ein Stromausfall in Pohl die Powerpoint-Präsentation, aber nicht den abschließenden mündlichen Vortrag. Nach etwa zehn Minuten war der Strom wieder da, und so konnten dann die über 40 Gäste den interessanten Film über die Grabungsaktivitäten im Grebenrother Wald im Jahre 2017 verfolgen. Der 1. Vorsitzende Rainer Rehse vom Förderkreis Limeskastell Pohl bedankte sich bei Dr. Mückenberger und bei den erschienenen Interessenten.

Heinz Pfeifer

Unbekannte Täter sind am Samstag zwischen 19 und 22.50 Uhr auf bislang unbekannte Weise in ein Einfamilienhaus in der Schulstraße in Singhofen eingebrochen. Sie nutzten die Abwesenheit der Hauseigentümerin aus und entwendet diverse Wertgegenstände und Bargeld. Die Polizei sucht Zeugen, die während des Einbruchs etwas Verdächtiges beobachtet haben. Um Hinweise bittet die Polizeiinspektion Bad Ems, Telefon: 02603 9700 oder per E-Mail: pibadems@Polizei.rlp.de.

Kombi kracht in offene Tür

Ein brauner Kombi der Marke Citroen oder Peugeot ist am Freitag gegen 17.15 Uhr auf der B 260 in Höhe Koppelheck in Nassau gegen eine offene Hecktür eines Mercedes Sprinter gekracht. Die Tür wurde dabei stark beschädigt, berichtet die Polizei. Obwohl auch an dem Kombi starke Schäden entstanden sein müssten, setzte die Fahrerin oder der Fahrer die Fahrt in Richtung Nassau fort. Hinweise werden an die Polizeiinspektion in Bad Ems 02603/9700 erbeten.

Das letzte Konzert der Reihe „Kultur im Kastell“ in diesem Jahr ist am Samstag, 1. Dezember, um 20 Uhr mit der Gruppe Open Range. Sie spielen im Limeskastell Pohl in klassischer Besetzung mit Gesang, Gitarre, Bass, Keyboard und Schlagzeug handgemachten Blues- und Independent-Rock mit ein wenig Folk gewürzt, und zwar Songs von den 70ern bis heute von den musikalischen Helden von heute und damals sowie Eigenkompositionen. Sie kommen aus dem Paderborner Land und sind dafür bekannt, dass sie nicht so früh ihr Konzert beenden. So geschehen im Juli 2018 beim Gaudifest in Ransel, ihrem letzten Auftritt in unserer Gegend.

  • Informationen auch unter www.openrange-rock.de
    Eintritt 10 EUR (Schüler, Studenten, Azubis: 8 EUR).
    Tickets sind im Kastell sind an der Abendkasse erhältlich oder unter www.eventim.de (kleine Gebühr). Vorherige Kartenreservierungen sind möglich entweder persönlich bzw. telefonisch (06772 9680768) im Limeskastell zu den Öffnungszeiten oder jederzeit per E-Mail (officium@limeskastell-pohl.de).

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Auch in diesem Jahr wollen die evangelische und die katholische Kirchengemeinde in Nassau wieder gemeinsam mit einem lebendigen Adventskalender auf den Grund der Adventszeit hinweisen und vom ersten Advent, Sonntag, 2. Dezember, bis Sonntag, 9. Dezember Türen in der Stadt für besinnliche Momente und Begegnungen öffnen.

„Eine halbe Stunde etwas zur Ruhe kommen und den Advent als eine Zeit der Erwartung erleben – dazu sollen die allabendlichen Treffen in einer oftmals von Hast geprägten Vorweihnachtszeit beitragen“, erklärt Matthias Metzmacher, Pfarrer für gesellschaftliche Verantwortung im evangelischen Dekanat Nassauer Land. Darüber hinaus bietet der lebendige Adventskalender die Möglichkeit, Einblicke in Orte und Einrichtungen zu bekommen und zu erfahren, welche Rolle dort der Advent spielt. Hinter den Türen erwartet die Kalender-Gäste neben Informationen der Gastgeber Besinnliches, Fröhliches, Nachdenkliches und Musikalisches.

Nach den Eröffnungs-Gottesdiensten der Aktion am Sonntag, 2. Dezember, in der evangelischen (10.15 Uhr) und der katholischen Kirche (10.30 Uhr) empfängt am Montag, 3. Dezember, die Bäckerei Elbert (Obertal 13) die Kalender-Gäste. Das Schloss Nassau ist am Dienstag, 4. Dezember, Ziel der Aktion. Sehr musikalisch geht es am Mittwoch, 5. Dezember im Haus Beielstein (Bahnhofstraße 14) zu, wo der evangelische Posaunenchor die Besucher empfängt. Am Donnerstag, 6. Dezember, leuchtet der Herrnhuter Stern, das Erkennungszeichen für die offenen Türen des Nassauer lebendigen Adventskalenders, an der Alten Schule im Stadtteil Scheuern, wo die Jugendfeuerwehr besucht wird. Weiter geht es am Freitag, 7. Dezember, zur Oranienapotheke auf den Pont-Chateau-Platz. Und natürlich leuchtet der charakteristische Adventsstern am Samstag, 8. Dezember, wieder auf der Hauptbühne des Nassauer Adventsmarktes.

Startzeit für die offenen Türen ist jeweils um 17.30 Uhr. Die Abschlussgottesdienste beginnen am Sonntag, 9. Dezember um 10.15 Uhr in der evangelischen und um 10.30 Uhr in der katholischen Kirche. In der Johanniskirche werden im Anschluss die während der Aktion gesammelten Spenden überreicht. In diesem Jahr sollen sie dem Posaunenchor für die Reparatur und Wartung der Instrumente zu gute kommen, damit der Chor mit seinem musikalischen Nachwuchs auch weiterhin das kirchliche und kulturelle Leben in der Stadt bereichern kann. (Text/Foto: Evangelisches Dekanat Nassauer Land)

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Die Planfeststellungsbehörde beim Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz hat einen Planfeststellungsbeschluss für den Bau des Radfernweges Lahn zwischen Laurenburg und Geilnau erlassen. Die festgestellte Planung beinhaltet den Bau bzw. die Ausweisung eines Radweges im Lahntal im Abschnitt zwischen den Ortslagen Laurenburg und Geilnau auf einer Länge von rund 6,8 km. Der Radweg verläuft teilweise auf vorhandenen Wegen, teilweise wird der Weg neu gebaut. Am Ortsausgang von Laurenburg knüpft der Radweg an die Kreisstraße 23 an. Im Bereich von Geilnau bindet das festgestellte Radwegeteilstück an den bereits bestehenden Lahntalradweg in Richtung Diez an. Die Planfeststellung beinhaltet neben der im Lahntal geführten Wegetrasse auch die Herstellung zweier Brückenbauwerke über die Lahn sowie landschaftspflegerische Vermeidungs-, Kompensations- und Gestaltungsmaßnahmen.

Naturschützer hatten das Projekt des Lückenschlusses im Naturschutzgebiet am Gabelstein bis zuletzt bekämpft. Gegen die erste Planung für einen Radweg entlang des Leinpfades hatte der BUND erfolgreich geklagt, so dass der Rhein-Lahn-Kreis das Projekt neu aufstellen musste. Ob der BUND gegen die jetzt genehmigte Trasse erneut vor Gericht ziehen wird, ist bisher unklar.

Der Abschnitt Laurenburg-Geilnau ist Bestandteil des rheinland-pfälzischen Fernradwegenetzes. Der Radfernweg Lahn stellt laut LBM mit seiner „hervorgehobenen touristischen Bedeutung einen der sieben wichtigen Radfernwege von Rheinland-Pfalz“ dar. Mit dem planfestgestellten Abschnitt zwischen Laurenburg und Geilnau erhält der mit einer Gesamtlänge von rund 245 km geführte Radfernweg Lahn seinen Lückenschluss. Von Hessen kommend verläuft der Radweg auf rheinland-pfälzischem Gebiet über Diez, Nassau und Bad Ems bis nach Lahnstein.

Aufgrund seiner steigungsarmen Wegeführung in der reizvollen Landschaft des Lahntales biete das Radwegeteilstück eine verkehrssichere und familien- bzw. seniorenfreundliche Wegeverbindung für den Freizeitverkehr. Es ersetzt damit die bisherige Radwegeführung über die Kreisstraßen K 23 und K 25 von Laurenburg über die Höhengemeinden Scheidt und Holzappel nach Geilnau, die den Anforderungen an einen fahrradgerechten und verkehrssicheren Radweg nicht gerecht wird.

Träger der festgestellten Baumaßnahme und Verantwortlicher für die Bauausführung ist der Rhein-Lahn-Kreis, vertreten durch die Kreisverwaltung des Rhein-Lahn-Kreises.

Der Planfeststellungsbeschluss wird in Kürze bekannt gemacht und in der Verbandsgemeindeverwaltung Diez ausgelegt. Sofern innerhalb der anschließenden Rechtsbehelfsfristen keine Klagen erhoben werden, erlangt die Planungsentscheidung Bestandskraft.

Die Grünen freuen sich über die Förderung des Mainzer Umweltministeriums für den Hochwasserschutz in der Verbandsgemeinde Nassau. Das Land zahlt gut 42.000 Euro bei Gesamtkosten von 47.000 Euro. Wie die grüne Landtagsabgeordnete Pia Schellhammer mitteilt, wurde aus dem grün geführten Umweltministerium über die Förderung wasserwirtschaftlicher Maßnahmen für das Hochwasserschutzkonzept in der Verbandsgemeinde Nassau informiert.

Hochwasser und Starkregen seien Naturphänomene, die wir weder verhindern können, noch können wir uns davor vollständig schützen. Die Verbandsgemeinde Nassau sei bei Hochwasser der Lahn, des Mühlbach und des Gelbachs und sowie bei Starkregen betroffen. Auch die kleineren Gewässer könnten bei Starkregenereignissen zu Überflutungen und somit zu Schäden in den Gemeinden führen. Die Verbandsgemeinde Nassau habe daher beschlossen, ein örtliches Hochwasserschutzkonzept erarbeiten zu lassen, um auf Hochwasser und Starkregenereignisse besser vorbereitet zu sein.

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Der Duft von Glühwein und Weihnachtsplätzchen zieht beim Adventsmarkt am Freitag, 23. November, von 17 bis 22 Uhr und am Samstag, 24. November, von 15 bis 20 Uhr durch das Limeskastell Pohl. Bei freiem Eintritt können Besucher in Ruhe durch das Limeskastell schlendern und in vorweihnachtlicher Stimmung auch römisches Ambiente erleben. Es gibt Stände zum Schlemmen und zum Stöbern. Bestimmt lässt sich auch das ein oder andere Weihnachtsgeschenk schon finden. Rund 20 Stände bieten heimisches Kunsthandwerk. Kaffee und Kuchen gibt es natürlich auch genauso wie die beliebten lukanischen Bratwürstchen. Glühwein, heißer Apfelsaft und diverse Kaltgetränke können ebenfalls genossen werden. Für eine musikalische Umrahmung sorgt eine Klavierspielerin. 

Aufgrund von Straßenbauarbeiten im Bereich der Zufahrt zum Abfallwirtschaftszentrum Rhein-Lahn an der B 260 bei Singhofen bleibt der Kleinanlieferbereich am Freitag, 23. November, und Samstag, 24. November, geschlossen. Die Abfallwirtschaft Rhein-Lahn bittet um Verständnis, dass an den beiden Tagen keine Abfallanlieferung im Kleinanlieferbereich möglich ist. Weitere Auskünfte unter Tel.: 02603/972-301.

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Das KulturwerkNassau präsentiert am Samstag, 24. November, 20 Uhr, im Günter-Leifheit-Kulturhaus einen Abenteuertrip im Wechselschritt: Mach mal Pause – Meno! Meno!
Heiß zugehen wird es, wenn die Dramendamen vom Duo agathea ihr brandneues Programm Mach mal Pause – Meno! Meno! – ein theatralisches Klimysterium – im Nassauer Günter Leifheit Kulturhaus auf die Bühne bringen. Diese multimotionale Bühnenreise widmet sich einem heißen Thema: Wechseljahre. Aber keine Sorge: Sie müssen weder weiblich, noch Ü 50 sein, denn es geht um Momente im Leben, die jeder kennt. Um Sein oder Nicht-Sein, das Altwerden, Jungbleiben, das Reifen, Rollen abstreifen und nicht zuletzt darum, wohin die Reise geht.
Die beiden quicklebendigen Reiseleiterinnen lüften den Vorhang zu pulsierenden Innenwelten. Auf der bröckligen Klippe zwischen Abschied und Neubeginn fächert sich der Gefühlskosmos auf. Während Haut erschlafft und sich Nerven spannen wird geheult, geschwitzt, geschmunzelt, an die Decke gegangen, drauf gepfiffen und die Wünschelrute auf Oberwasser justiert. In bizarren Dialogen, schonungslos ehrlichen Selbstgesprächen, leisen Gedichten und schrägen Gassenhauern wird der Weg über Berg und Wallung beschritten.
Die Theaterfrauen Gabi Mohr und Astrid Sacher haben sich mit Hilfe von Interviews, Improvisation und im Eigenversuch den Kern-Fragen „Was wechselt denn da? Und wohin?“ gestellt.
So urteilt die Presse: „Das muss man sich erst mal trauen. Selbstironisch, abwechslungsreich und im besten Sinne frech… es gelang den beiden Schauspielerinnen die Ambivalenz des Themas „Zweite Lebenshälfte“ einzufangen und mit Humor zu verarbeiten – ohne die elegischen Töne auf lautlos zu stellen.“ (Die Rheinpfalz, Speyer)
„Von urkomisch bis todtraurig, aber stets lustvoll und tiefsinnig… ein genüsslich zelebrierter Befreiungsakt.“ (Die Rheinpfalz, Neustadt)
„Mal sind sie brüllend komisch, in den leisen Momenten jagen sie ihren Zuschauern eine Gänsehaut über den Rücken.“ (Rhein-Zeitung, Rhein-Lahn).

  • Karten sind im Vorverkauf für 15 Euro bei den lokalen Vorverkaufsstellen Foto-Jörg und Touristik im Nassauer Land und der Abendkasse für 18 Euro erhältlich sowie bei www.ticket-regional.de/kulturwerknassau (beim Onlinekauf entstehen Gebühren).

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