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Ein Besuch in der Gärtnerei Hermes machte mit Pflanzen, Wachstum, Vergänglichkeit und Umweltschutz vertraut.

Eine Woche lang zog der lebendige Adventskalender der evangelischen und der katholischen Kirchengemeinde Nassau durch die Freiherr-vom-Stein-Stadt, um für eine besinnliche halbe Stunde auf den Sinn der Adventszeit aufmerksam zu machen. Hinter den Türen erwartete die Kalenderbesucher Wissenswertes über die Gastgeber, Gesang sowie Geschichten, die zum Nachdenken anregten.

Verbunden war die Aktion mit einer Sammlung, die in diesem Jahr dem Seniorenpflegeheim Haus Hohe Lay in Nassau zu Gute kommt. Dessen Leiter Roman Storch überreichten Jutta Treis und Inge Appel nach dem Abschlussgottesdienst 470 Euro. Sie sollen für besondere Veranstaltungen für die Bewohnerinnen und Bewohner eingesetzt werden.

Besondere Orte wurden im Schein des Herrnhuter Sterns auch von dem rührigen Organisationsteam der beiden Kirchengemeinden angesteuert, zu dem auch Marlis Müller und Thomas Appel gehörten. So waren Stern und Botschaft nicht nur beim Adventsmarkt auf der Bühne vertreten. An den lebendigen Kalendertüren kamen etwa die Apotheke am Rathaus, eine Wohngruppe der Stiftung Scheuern und die Stadtbibliothek im Günter-Leifheit-Kulturhaus zum Vorschein mit Einblicken, die im Alltag verborgen bleiben.

Ganz wörtlich war das mehrfach angestimmte Adventslied „Macht hoch die Tür“ auch in der Gärtnerei Hermes zu nehmen, ein Ort, der ein schönes Bild für die christliche Botschaft sei, wie Matthias Metzmacher, Pfarrer für gesellschaftliche Verantwortung im Dekanat Nassauer Land, meinte. Dort schilderte Sylvia Hermes den Jahresablauf von Pflanzen, Wachstum und Ernte. „Im Frühjahr, Frühling und Herbst haben wir alle Hände voll zu tun, dann wird es etwas ruhiger“, sagte die Gärtnermeisterin des 1911 gegründeten Familienbetriebes. Dessen Arbeit begleitet die Menschen im Leid wie bei der Grabgestaltung und -pflege sowie in der Freude an blühenden Beet- und Balkonpflanzen oder mit Gemüse und Tomaten. Hermes propagierte eine ökologisch gesunde Gartenbewirtschaftung. Hummelvölker zur Bestäubung einzusetzen sei etwa wesentlich nachhaltiger als Insekten durch den Einsatz von Pestiziden zu vernichten.

Jutta Treis dankte zum Abschluss der Adventsaktion noch einmal allen gastfreundlichen Türöffnern, den Mitwirkenden, Organisatoren und den Spenderinnen und Spendern für ihr Engagement, das auch die Gottesdienstbesucher in der katholischen Kirche mit reichlich Applaus bedachten.

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Zum Abschluss der Adventsaktion überreichten Inge Appel (3. von links) und die Organisatoren des lebendigen Adventskalenders 470 Euro an den Leiter des Seniorenpflegeheims Haus Hohe Lay Roman Storch (4. von links).

Der Verein Peregini lädt für Donnerstag, 14. Dezember, 19.30 Uhr, zum traditionellen Arnsteiner Kulturstammtisch im Weingut Arnsteiner Hof in Weinähr ein. Vereinsmitglieder, Freunde von Kloster Arnstein und natürlich auch alle anderen Kulturschaffenden und -interessierten haben Gelegenheit, sich zu einer vergnüglichen Ideenschmiede rund um das Kloster und die Region zu treffen. Datum und Themen der Obernhofer Vollmondnächte 2018 und auch der neuen Veranstaltungsreihe „Arnsteiner Abende“ in Zusammenarbeit mit der Kath. Erwachsenenbildung im Bistum Limburg werden vorgestellt. Außerdem steht die Platzverteilung für den Historischen Markt beim Arnsteiner Advent am 17. Dezember noch einmal auf dem Programm, da die Datei auf dem Transport per Stick vom Rechner zum Laptop in den Tiefen der Festplatte entschwunden ist.
Alle, die zu den bereits geplanten – oder für neue Projekte – noch Ideen haben und/oder bei unseren Klosterprojekten mitmachen möchten, sind herzlich willkommen – wir freuen uns aber auch über Gäste, die einfach nur mal „hineinschnuppern“ und sich an der leckeren Küche von Anne Scherer (samt Lahnwein) erfreuen möchten.

Kennzeichen gestohlen

Unbekannte Täter haben zwischen Donnerstag und Samstag in der Nassauer Straße in Schweighausen von einem Suzuki-Pkw das vordere amtliche Kennzeichen entwendet. Hinweise werden unter Tel. 02603-9700 an die Polizeiinspektion in Bad Ems erbeten.

Wmarkt-Limeskastell

Zwei schöne Weihnachtsmarkttage ließen den Schluss zu: Die Premiere ist mehr als geglückt. Ein Weihnachtsmarkt in einem Limeskastell ist ganz einfach ein etwas anderer und damit besonderer Weihnachtsmarkt. Das war auch der Tenor der Besucher. So gab es durchweg zufriedene Gesichter, sowohl bei den Organisatoren um Kirsten Hinterwäller als auch bei den 20 Standbestückern des Weihnachtsmarktes und dem Betreiber der Lokation.

Das nasskalte Wetter spielte bei den Besuchern keine Rolle, denn die Anziehungskraft des ersten weihnachtlichen Marktes am ersten Adventswochenende war groß. Die knapp 20 Stände zum Stöbern boten schon interessante Dinge. Dass die Glühwein und Kinderpunsch anbietenden „Römer“ nicht in Gewandung ausschenken konnten, lag einzig und allein am Wetter. Nasskalte Witterung und Schneefall hätten dem Material geschadet.
Ein reichhaltiges Kuchenbuffet, lukanische Bratwurst, heiße Gemüsesuppe und leckere Flammkuchen sorgten ebenfalls dafür, dass die Besucher zufrieden gestärkt den Nachhauseweg antreten konnten.

NetzwerkDemenz

„Helft jedem – ich versuche es auch!“ Dieser Appell der zehnjährigen Emma-Jolie steht unter einem Gemälde von ihr, das Oma und Opa zeigt. Es ist eines der Bilder, die während eines Malwettbewerbs zum zehnjährigen Bestehen des Demenz-Netzwerks Bad Ems-Nassau eingereicht wurden. Die rheinland-pfälzische Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) überreichte den jungen Künstlern während eines Festaktes im Kreishaus ihre Preise.

Nicht nur der eingangs zitierte Satz gefiel der Ministerin sehr gut, sondern auch ein Bild des sechsjährigen Jonas, der seine Oma auch im Rollstuhl durch den Park schieben würde, damit sie sich an spielenden Kindern erfreuen kann. Das sei auf den Punkt gebracht, was unter „Teilhabe“ zu verstehen ist, für die sich die Landesregierung und die Demenz-Netzwerke einsetzen; und sie freue sich, dass das Thema bei aller Problematik nicht in düsteren, sondern bunten Farben beschrieben wird. „Ich wünsche mir, dass der Kalender überall ausgelegt wird und bin mir sicher, dass ihr einmal wisst, mit Menschen umzugehen, die Hilfe brauchen“, lobte Bätzing-Lichtenthäler die Kinder und den vom Netzwerk ausgeschriebenen Malwettbewerb. „Es geht um eine Haltung, um Wertschätzung, die in den Bildern deutlich wird.“ Sie wünsche sich, dass das Beispiel im wahrsten Sinne Schule macht. Weiterlesen »

Den Außenspiegel demoliert

Zu einer Kollision an den Außenspiegeln ist es am Samstagnachmittag bei einem Unfall auf der Kreisstraße 10 bei Dessighofen gekommen.  Vermutlich ein schwarzer Audi geriet aus bislang ungeklärter Ursache nach links auf die Gegenfahrbahn. Die entgegenkommende Autofahrerin wich nach rechts aus, konnte aber eine Berührung des linken Außenspiegels nicht mehr verhindern. Die Geschädigte hielt an, der Unfallverursacher setzte jedoch seine Fahrt unerlaubt fort. Zeugenhinweise bitte unter 02603/9700 an die Polizei Bad Ems.

Fanclub_Weihnachten

Mehr als 40 Mitglieder des BVB-Fanclubs „Rhein-Lahn 09″ haben sich zur Weihnachtsfeier auf dem Landgasthof Obermühle zwischen Singhofen und Attenhausen getroffen. Zu Beginn gab es im schwarz-gelb geschmückten Raum eine kurze Begrüßung durch Vorstandsmitglied Björn Lehmler sowie eine Gedenkminute für zwei kürzlich verstorbene Mitglieder.
Anschließend schaute man gemeinsam das Derby gegen die „Blauen“ – wegen technischer Probleme nur auf einem Fernseher statt per Beamer auf Leinwand. Die Enttäuschung nach dem 4:4-Remis trotz 4:0-Führung war den Mitgliedern sichtlich anzumerken.
Nach dem Spiel ehrten Björn Lehmler und Geschäftsführerin Rike Emmel die drei Gewinner des traditionellen Tippspiels und verlosten mehrere Preise im Rahmen einer Tombola. Jeder Teilnehmer hatte zuvor hierfür jeweils ein kostenloses Los bekommen. Nachdem nun viele einen Fanartikel des BVB (Schal, Kappe etc.) sowie mit Sebastian Geib ein glücklicher Gewinner den diesjährigen Hauptpreis (zwei Karten für die Südtribüne) gewonnen hatten, ging es an das leckere, vom Fanclub subventionierte Buffet. Hier konnte man sich bei einer großen Auswahl an verschiedenen Gerichten ausreichend stärken, um anschließend bei dem oder anderen weiteren Getränk noch ein paar gemütliche Stunden zu verbringen. Bevor sich die Mitglieder schließlich auf den Heimweg machten, bekam jeder vom Vorstand noch ein kleines BVB-Präsent überreicht.

Der offiziell beim BVB eingetragene Fanclub mit seinen momentan 178 Mitgliedern aus dem gesamten Rhein-Lahn-Kreis würde sich über weiteren Zuwachs von „Gleichgesinnten“ sehr freuen. Der Jahresbeitrag beträgt nur 19,09  Euro, es werden hierfür viele Treffen und Fahrten angeboten; zudem wird jährlich ein Betrag an soziale Einrichtungen gespendet. Außerdem kann der Fanclub neben den gemeinsamen Busfahrten den Mitgliedern auch so zu den meisten BVB-Spielen Karten anbieten, so dass man oft direkt vor Ort im Stadion dabei sein kann. Mehr Infos und weitere News bekommt man unter www.rheinlahn09.de, bei Facebook unter www.facebook.de/rheinlahn09 oder telefonisch 0177/4629142.

Ein erholsames Adventswochenende ohne Weihnachtseinkäufe und sonstigen Weihnachtsstress bietet das evangelische Dekanat Nassauer Land Mitarbeitern und Jugendlichen ab zwölf Jahre am Samstag, 9., und Sonntag, 10. Dezember, in Hainau an. Auf dem Schlopenhof stehen unter anderem alte und neue Brettspiele zum Spielen und Ausprobieren bereit, und es werden alternative Weihnachtsgeschenke gebastelt. Auch eine Fantasiereise, eine Nachtwanderung mit Fackelschein sowie Plätzchen backen und Essen kochen stehen auf dem Adventsprogramm, das viele besinnliche Momente beinhaltet. So werden etwa Weihnachtsgeschichten bei Kerzenschein vorgestellt.

Mehr Informationen und Anmeldungen bei Dekanatsjugendreferent Torsten Knüppel unter Telefon 0174-5752277 oder E-Mail t.knueppel@yahoo.de.

Adventskonezrt_LimeskastellHeidrun Holzapfel (Mezzosopran), Norbert Henss (Klavier) und Thomas Mattern (Violine & Bratsche)  nehmen die Zuhörer am 3. Adventssonntag, 17. Dezember, um 16 Uhr im Limeskastell Pohl mit auf eine vorweihnachtliche Reise quer durch Europa. Die drei Künstler tragen weltweit zur Advents- und Weihnachtszeit erklingende Stücke vor, angefangen bei Renaissance-Komponisten wie Michael Praetorius über Franz Schubert bis zu Max Reger.
Im Gepäck sind auch einige andere geistliche und weltliche Gesänge für die besinnliche Jahreszeit, darunter Werke von Johannes Brahms, Pietro Mascagni und William Gomez. Die Zuhörer können sich auf einen bunten Strauß schöner Melodien freuen und sind am Schluss des Programms herzlich eingeladen, in einige wohlbekannte Weihnachtslieder mit einzustimmen.

  • Der Eintritt kostet sechs Euro (Kinder, Schüler, Studierende, Auszubildende: vier Euro).
    Eintrittskarten zu der Veranstaltung sind ab sofort erhältlich in den Vorverkaufsstellen:
    Foto Jörg, Amtstr. 13, Nassau, Tel.: 02604 356,
    Markt-Apotheke, Am Marktplatz 7, Singhofen, Tel.: 02604 5877,
    Bücherland, Römerstr. 35-37, Nastätten, Tel.: 06772 960097,
    Buch & Stift, Untertalstr. 21, Katzenelnbogen, Tel.: 06486 902244,
    und im Limeskastell Pohl, Tel.: 06772 9680768, (officium@limeskastell-pohl.de). Hier sind auch Kartenreservierungen möglich.
    Auch bei Heidrun Holzapfel sind Karten erhältlich (Tel. 06128 2019660 oder 0160 4408922,
    E-Mail: info@heidrunholzapfel.de).Weitere Informationen unter www.heidrunholzapfel.de.
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Heidi und Gerald Hartz, hier mit Dr. Meinhard Olbrich (r.), freuten sich über die Kontakte und positiven Eindrücke.

Entfernungen und Zeit haben geringe Bedeutung, wenn es um die Erinnerung geht. So erreichte den Nassauer Geschichtsverein im August ein Brief aus Portland im Staate Maine, USA. Heidi Hartz schrieb, nachdem sie einen Bericht über die Kranzniederlegung für die Opfer der Bombenangriffe auf die Stadt gelesen hatte, an den Vorsitzenden Dr. Meinhard Olbrich: „Die Tränen stehen mir beim Lesen in den Augen.“ Während das Gedenken in Nassau abnimmt, ließ diese Stimme aus den fernen Staaten von Amerika aufhören. Die Frage stellte sich: Wer ist Heidi Hartz? Nun weilte sie mit ihrem Ehemann Gerald für fünf Tage in ihrer Geburtsstadt Nassau. Es gab viel zu erzählen und zu erfahren. Denn Heidi Hartz war selbst Opfer der Bombardierung.
Sie habe bisher wenige Erinnerungen an das schreckliche Geschehen vor 72 Jahren. Allerdings werde sie „das Dröhnen der Flugzeuge, die heulenden Sirenen, Flammen, Schutt und Asche“ nie vergessen. Dies sind die „Alpträume meiner Kindheit“, erklärte Heidi Hartz in langen Gesprächen mit Meinhard Olbrich und Herbert Baum vom Geschichtsverein.

Geboren 1938 als Tochter des Amtsgerichtsrats Hans Albert Brandt, lebten Heidi und ihr älterer Bruder Harald im Amtsgerichtsgebäude in der Amtsstraße 13. Beim Angriff, vermutlich am 19. März 1945, suchten die Kinder Schutz im nahen Molkereikeller. Ihre Mutter war in einer Heilanstalt, ihr Vater mit dem Fahrrad zu einer Sitzung in Bad Ems unterwegs. In dem Keller war sie zusammen mit 285 Personen, wie sie später erfuhr.

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Ein Foto aus der Kindheit in Nassau: Heidi Hartz, geborene Brandt, vor dem Amtsgerichtsgebäude in der Amtsstraße 13.

„Der ganze Komplex wurde zerstört, wir wurden ausgegraben und in den Schutzkeller auf dem RAD-Gelände gebracht“. Dort fand der Vater seine Kinder. Auch das Amtsgerichtsgebäude war völlig zerstört. Daher machten sich Vater und Kinder mit dem Fahrrad auf den Weg nach Beuerbach im Taunus (heute Hünstetten). Sie kamen auf dem Bauernhof ihrer Großeltern unter. Es dauerte vier Jahre, bis Hans Albert Brandt in Kirn an der Nahe sein Richteramt wieder ausüben konnte. 1959 zog Heidi Hartz in die USA, wo ihr Bruder Harald bereits seit einigen Jahren lebte. Weiterlesen »

Am Mittwoch, 6.Dezember, 17 Uhr, spricht der Biebricher Heimatforscher Carl Becker bei der „Familienkundlichen Gesellschaft für Nassau und Frankfurt“  im Hessischen Hauptstaatsarchiv in Wiesbaden. Carl Becker hat aus dem Staats- und Adress-Handbuch für das Herzogtum Nassau ein Ortsverzeichnis zusammengestellt, das die Ortschaften mit zugehörigen Ämtern und Pfarreien auf heutigen und historischen Landkarten auffindbar macht. Über Fortgang und Fertigstellung berichtet der Vortragende.

cdu_seelbach_Vorstand 2017-2019

Harald Egert, Paul Schoor, Karl Pammer, Wolfgang Theis, Stefan Merz, Kai Rothe, Eugen Arnold, Gisela Arnold, Matthias Lammert, MdL.

Die CDU Seelbach/Attenhausen hat in ihrer jüngsten Mitgliederversammlung im Seelbacher Bürgerhaus ihren Vorsitzenden Stefan Merz in seinem Amt wiedergewählt. Zu seinem Stellvertreter wählte die Versammlung Harald Egert, da Manfred Fischer krankheitsbedingt für das Amt nicht zur Verfügung stand. Schatzmeister bleibt Eugen Arnold.

In seinen Bericht ging Merz auf das zurückliegende Jahr ein, das vom Dorfjubiläum und der Bundestagswahl geprägt war. Ein Höhepunkt war die Bilderdokumentation, die über Monate von Mitgliedern des CDU-Ortsverbandes erstellt wurde. Für das neue Amt des Mitgliederbeauftragten stellte sich Harald Egert zur Verfügung. In dieser Funktion soll der Kontakt zu den Mitgliedern intensiviert und neue Mitglieder geworben werden.
Weiterhin wurden in der Versammlung, die vom Gemeindeverbandsvorsitzenden Paul Schoor geleitet wurde, als Beisitzer Gisela Arnold, Karl Pammer, Kai Rothe und Wolfgang Theis gewählt. Als Kassenprüfer fungieren Martin Egert, Manfred Fischer und Julia Merz.
Bei der anschließenden Weihnachtsfeier, der auch der Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Matthias Lammert beiwohnte, gab es leckeres Wildschweingulasch mit Spätzle und Salat. Karl Pammer hatte den Wildschweinfrischling geschossen und für die Feier zur Verfügung gestellt. Außerdem erhielt jeder Teilnehmer der Weihnachtsfeier ein großes Glas Honig aus seiner Imkerei.
Bei Nachtisch und interessanten Gesprächen feierte man noch ein paar Stunden gemeinsam.

bille_billewitzKnapp 40 Kinder, ihre Eltern und Großeltern hatten viel Spaß und viel zum Lachen im Limeskastell Pohl. Was Bille Billewitz als „Käpt’n Karl“ bot, war wirklich Klasse.

Seine Kindertheater-Geschichte um „Käpt’n Karl“, der mit seinem Segelschiff, der Santa Klara, in See stach, in ferne Länder kam, fremde Menschen kennenlernte, einsame Inseln und noch einen Piratenschatz entdeckte, war zudem spannend und veranlasste die Kinder zum Mitmachen. Auch seine Einlagen als Jongleur mit Reifen, Keulen, Bällen oder als Akrobat mit Handstand und Balance-Akten auf einem Brett, das auf einer Rolle lag, ließen die Kinder staunen. Gezaubert wurde natürlich auch. So zog er einem Besucher ein Tuch aus dem Ohr. Und dann noch sein Talent als Bauchredner, als er sich mit seinem Freund Hugo Maus unterhielt, unterstrich seine Vielseitigkeit und sein Geschick, die Kinder zu begeistern.

Ständig bezog der Kinder mit ein, wenn es darum ging, seinem Freund Hugo die Angst abzuhalten vor dem Sturm, vor dem Meer oder vor dem roten Piraten. Kurzum, der einhellige Kommentar der Kinder und ihrer Eltern und Großeltern war: Toll, dass in Pohl so etwas geboten wird. Kommentar des Veranstalters: Selbstverständlich werden auch zukünftig weitere Veranstaltungen für Kinder angeboten.
Bille Billewitz ist Kleinkünstler, Artist und Schauspieler. Er ist mit verschiedenen Programmen, Kindertheater und Walk-Acts im deutschsprachigen Raum unterwegs. Er wohnt in Rödern im Hunsrück und ist Mitglied der „Kleinen Weltbühne“, der neben ihm noch drei weitere Künstler angehören. Heinz Pfeifer (Text und Fotos)

Nicht nur die Krippenausstellung der Museumsdamen startet am Sonntag, 3. Dezember (1. Advent), in der Seelbacher Kapelle im Rahmen der 875-Jahrfeiern. Auch der dritte Band rund um die Seelbacher Geschichte und Geschichten, herausgegeben vom Bad Emser Geschichtsverein, wird der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Titel lautet: „Die alte Kapelle von Seelbach“ und wurde wieder von Gertrud Lehna verfasst. Das Büchlein kann für zwei Euro ab Sonntag erworben werden.
Übrigens: Die Museumsdamen sorgen neben der Krippenausstellung mit mehr als 50 Krippen mit Glühwein und Schmalzbroten auch für das leibliche Wohl und freuen sich auf einen Besuch ab 14 Uhr bis 17 Uhr.

„Verzeihung, wo geht’s hier nach Bethlehem?“ , lautet der Titel der 184. Obernhofer Vollmondnacht am Sonntag, 3. Dezember, 20 Uhr, im gotischen Pilgersaal von Kloster Arnstein. Brigitte Bamm und Gaby Fischer ich präsentieren ein heiteres Kaleidoskop an Advents- und Weihnachtsgeschichten, teils aus ganz ungewöhnlichen Perspektiven.

Der von der Situation genervte Erzengel Gabriel kommt bei den vergnüglichen Geschichten ebenso zu Wort wie ein Rudel netter und neugieriger Raunachtsgespenster. Die musikalische Begleitung wird der begabte junge Künstler Takashi Johrden übernehmen, der im Moment noch in Wiesbaden klassische Gitarre studiert.
Da die vorgesehenen Künstler wegen Theaterverpflichtungen vor Ort erst später aus Buenos Aires nach Deutschland kommen können, musste das Programm geändert werden, wird aber zu einem späteren Termin nachgeholt.

Für Speis und Trank ist wie immer gesorgt. Der Eintritt ist frei, um Spende für den Künstler wird gebeten. Reservierungen gerne unter unter 02604/943 277. 010-2751868 oder gaby.fischer@obernhofer-vollmondnacht.de.

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Stück für Stück baute eine polnische Firma die alte Nassauer Orgel aus der Johanniskirche ab, die nach einer umfassenden Sanierung an der Wolga erklingen wird.

Die Orgel in der evangelischen Johanniskirche in Nassau ist abgebaut. In einer Orgelbau-Werkstatt im rheinland-pfälzischen Altenahr entsteht derzeit die neue für die Nassauer Kirche konzipierte „Königin der Instrumente“, wie die Kirchenorgel auch genannt wird.

OrgelNassau2Kahl sieht die Empore derzeit aus, nachdem eine polnische Firma die höchst sanierungsbedürftige Orgel in seine Bestandteile zerlegte. Nach ihrer Restauration wird sie in einer Kirche an der Wolga eine neue Heimat zum Klingen finden. An der Ahr wird derweil bereits seit einigen Wochen an der Nachfolgerin gearbeitet. Der Kirchenvorstand hatte der Werkstatt von Rowan West den Auftrag erteilt, das neue Instrument zu bauen.

„Herr West ist weithin bekannt für großartige Instrumente und hervorragendes Fachwissen“, so Gemeindepfarrer Stefan Fischbach, der mit dem Orgelbauausschuss hofft, dass die neue Orgel bei entsprechender Pflege und Wartung möglichst Jahrhunderte überdauert. 16 Register wird das Instrument haben, das außerdem auf der Empore etwas nach vorn aufgebaut werden soll, damit sich zum Einen der Klang besser als bisher im Kirchenraum entfalten kann und zum Anderen, damit die Luft besser zirkulieren kann und sich nicht mehr an der der Wand am Instrument staut.

Noch vor Weihnachten sollen die ersten größere Teile fertig sein und Ende März nächsten Jahres könnte die Königin dann komplett aufgebaut sein. „Einen Einweihungstermin haben wir aber noch nicht“, so Fischbach. Rund 400.000 Euro wird die Orgel kosten, für die die Kirchengemeinde bereits seit 15 Jahren kräftig am Sparen ist. Viele Anlässe kamen bereits der Anschaffung zugute, wie zuletzt auch ein Abschiedskonzert während des Nassauer Genussmarktes. Trotz manch technischer Macken des Instruments entlockte der versierte Kantor Gerhard Tributh der Orgel letztmals in Nassau tolle klassische Töne, bevor die Einzelteile nach Osteuropa rollten. Tributh hatte dazu Werke des bekanntesten Orgelkomponisten Johann Sebastian Bach ausgewählt. Konzert und Erlöse des Genussmarktes rund um die Kirche erbrachten allein fast 1000 Euro.

OrgelNassau4Finanzielle Unterstützung erhofft sich der Orgelausschuss außerdem von einer Patenschaft für die neuen Orgelpfeifen. „Die Spendenhöhe kann jeder selbst bestimmen, um Pate zu werden“, erklärt Pfarrer Fischbach, „die Herstellungskosten der Pfeifen reichen von zehn Euro für die kleinen bis zu 500 Euro für die großen Pfeifen“. Wer Pate werden möchte, kann sich mit dem Gemeindebüro in Verbindung setzen oder nach jedem Gottesdienst in der Kirche für eine Patenschaft spenden.

Wie ein „warmer Regen“ fiel jetzt der Besuch von Ingo Nehrbaß in der Johanniskirche aus. Der Geschäftsführer der G. u. I. Leifheit Stiftung überreichte den Ausschussmitgliedern eine Spende der Stiftung in Höhe von 20.000 Euro. Natürlich gehöre nicht nur die Kirche selbst zur Kultur des Nassauer Landes. Viele, gerade musikalische Veranstaltungen in der Johanniskirche förderten auch die kulturelle und musikalische Bildung von Kindern und Jugendlichen und „sie beleben das Vereinsleben und das kulturelle Miteinander in der Stadt“, so Nehrbaß. Dankbar nahm der Ausschuss die Zuwendung entgegen und hofft, dass das neue Instrument den Termin- und Registerwünschen gerecht im kommenden Frühjahr auch wieder den Gemeindegesang begleiten kann, was während der orgellosen Zeit ein Keyboard übernimmt.

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Dankbar nahmen Gemeindepfarrer Stefan Fischbach (3. von links) und die Mitglieder des Orgelausschusses von Geschäftsführer Ingo Nehrbaß (2. von links) den Zuwendungsbescheid der Leifheit-Stiftung in Höhe von 20.000 Euro entgegen, damit bald wieder eine neue Orgel statt einer kahlen Wand die Empore schmückt.

Mundart, das ist ja die Sprache, die man mehr oder weniger von Kindesbeinen an gelernt hat; denn sie ist verknüpft mit Elternhaus und Heimat. Leider hat sie aber nur noch eine geringe Bedeutung und Zukunft, da heute ja nur noch hochdeutsch oder „was man hochdeutsch nennt“ angesagt ist und in vielen Bereichen schon englisch fast die „Mundart“ ist. Aber, so meinte Armin Wilhelm, beim Mundartnachmittag des MGV  im Limeskastell Pohl, vielleicht wird man sich in 50 Jahren oder später wieder darauf zurück besinnen. Tendenzen seien zumindest schon erkennbar, wolle man doch inzwischen in den Schulen schon so schreiben, wie man es hört.
Alles in allem war es ein schöner Nachmittag, den der MGV seinen Gästen in der vollbesetzten Basilika des Limeskastells bereitete, perfekt vorbereitet von Albert Perabo, der auch viele Sketche und Beiträge selbst schrieb.
Insbesondere die „Mundartler“ Judith Schleimer, Birgit Crecelius und Armin Wilhelm liefen zu Hochform auf – so war es auch gewünscht -, da sie wieder einmal so reden konnten, wie ihnen der Schnabel gewachsen war. Und das Publikum verstand auch überwiegend, was sie so sagten. Viele Lacher und begeisternder Applaus waren die Folge.

Nach einem Begrüßungsblock mit Gesangsbeiträgen vom MGV Pohl und einem Willkommensgruß von seinem Vorsitzenden Stephan Sperlich wurde in einem Sketch „Pohlerisch für Anfänger“ versucht, den Gästen die Pohler Mundart durch Übersetzung ins Hochdeutsche verständlich zu machen. Das, was die „Urpohlerin“ Birgit Crecelius und Judith Schleimer vom Hof Spriestersbach am Küchentisch von sich gaben, wusste Meli Pfeifer perfekt ins Hochdeutsche zu übersetzen. Wer kennt schon Worte wie Hansgetrauwe, Druschele oder Hinkelssopp und Ometzele. Jedenfalls gab es viel zu lachen.

Danach boten Birgit Crecelius, Judith Schleimer, Armin Wilhelm in mehreren Βlöcken Mundart zum besten. Viele Gedichte, kurze Anekdoten und auch selbst verfasste Geschichten kamen zum Vortrag. Auch gab es einiges zu hören von den heimatlichen Mundartdichtern Rudolf Dietz, Horst Helfrich und Rita Wörsdörfer, wobei das ein oder andere bekannt war, aber trotzdem die Gäste wieder zum Lachen brachte. Der ebenfalls eingeladene Frauenchor aus Burgschwalbach, wie der Pohler MGV unter der Leitung von Dirigent Andreas Jung, bot zwischenzeitlich ebenfalls eine Kostprobe seines Könnens in der wunderbaren Akustik der Basilika.
Mehrere Pausen wurden eingelegt, damit sich die Gäste auch der großen Kuchentheke und der lukanischen Bratwurst widmen konnten.
Gebührend wurden die Mundartler verabschiedet. Der MGV bedankte sich bei ihnen mit einem Präsent.

Die Ortsgemeinde Pohl lädt alle Pohler Seniorinnen und Senioren ganz herzlich zu einem vorweihnachtlichen Nachmittag am Samstag, 9. Dezember, um 15.00 Uhr ins Limeskastell ein. Bei Kaffee und Kuchen, einem Gläschen Wein soll wieder viel Zeit für persönliche Gespräche sein. Anmeldung ist erforderlich und bis zum 3. Dezember bei Christiane Schmidt unter Telefon 06772 5814 vorzunehmen. In diesem Jahr wird der Posaunenchor Ruppertshofen unter Leitung von Reimond Heuser für eine musikalische weihnachtliche Umrahmung beitragen.
Zur anschließenden Nikolausfeier sind alle Pohler Kinder mit Eltern und Großeltern recht herzlich für 17.30 Uhr ins Limeskastell eingeladen. In gemütlicher Runde mit Weihnachtsliedern wird gemeinsam der Nikolaus erwartet. Eltern geben das Nikolaus-Päckchen bis zum 8. Dezember bei Claudia Steffen, Kirchstraße 18, Telefon 06772 963199, ab.
Einen besonderen Service zum vorweihnachtlichen Seniorennachmittag bietet Christiane Schmidt in Form eines Fahrdienstes aus dem Dorf ins Kastell und zurück für die älteren und gehbehinderten Pohler. Unter Telefon 5814 kann man sich anmelden.

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Der Herrnhuter Stern ist Erkennungszeichen des ökumenischen lebendigen Adventskalenders in der Stadt Nassau. Der charakteristische Stern mit 25 Zacken entstand im 19. Jahrhundert in Internaten der Herrnhuter Brüdergemeine.

Auch in diesem Jahr wollen die evangelische und die katholische Kirchengemeinde in Nassau wieder gemeinsam mit einem lebendigen Adventskalender auf den Grund der Adventszeit hinweisen und vom ersten Advent, Sonntag, 3. Dezember, bis Sonntag, 10. Dezember, Türen in der Stadt für besinnliche Momente und Begegnungen öffnen.

„Eine halbe Stunde etwas zur Ruhe kommen und den Advent als eine Zeit der Erwartung erleben – dazu sollen die allabendlichen Treffen in einer oftmals von Hast geprägten Vorweihnachtszeit beitragen“, erklärt Matthias Metzmacher, Pfarrer für gesellschaftliche Verantwortung im evangelischen Dekanat Nassauer Land. Darüber hinaus bietet der lebendige Adventskalender die Möglichkeit, Einblicke in Orte und Einrichtungen zu bekommen und zu erfahren, welche Rolle dort der Advent spielt. Hinter den Türen erwartet die Kalender-Gäste neben Informationen der Gastgeber Besinnliches, Fröhliches, Nachdenkliches und Musikalisches.

Nach den Eröffnungs-Gottesdiensten der Aktion am Sonntag, 3. Dezember in der evangelischen (10.15 Uhr) und der katholischen Kirche (10.30 Uhr) empfängt am Montag, 4. Dezember, das Team der Rathaus-Apotheke am Amtsplatz 5 die Kalender-Gäste. Das Seniorenpflegeheim Haus Hohe Lay (Hohe-Lay-Straße 10) ist am Dienstag, 5. Dezember, Ziel der Aktion. Am Mittwoch, 6. Dezember, leuchtet der Herrnhuter Stern, das Erkennungszeichen für die offenen Türen des Nassauer lebendigen Adventskalenders, am Eingang zur Wohngruppe der Stiftung Scheuern in der Gerhard-Hauptmann-Straße 8.

Weiter geht es am Donnerstag, 7. Dezember, zur Stadtbibliothek im Günter-Leifheit­-Kulturhaus (Obertal 9a). Am Freitag, 8. Dezember, steht ein Besuch der Gärtnerei Hermes (Zum Woog 5) auf dem Kalender-Programm. Außerdem ist der lebendige Adventskalender wieder zu Gast auf der Bühne des Nassauer Weihnachtsmarktes am Samstag, 9. Dezember.

Startzeit für die offenen Türen ist jeweils um 17.30 Uhr. Die Abschlussgottesdienste beginnen am Sonntag, 10. Dezember um 10.15 Uhr in der evangelischen und um 10.30 Uhr in der katholischen Kirche. In letzterer werden im Anschluss auch die während der Aktion gesammelten Spenden überreicht. In diesem Jahr sollen sie die Arbeit im Seniorenpflegeheim Haus Hohe Lay unterstützen.

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