Bereits vor zwei Jahren hat sich der Chor tonArt dazu entschlossen, dass auch die Kinder in und um Nassau die Möglichkeit haben sollen, zu erfahren, wie spaßig und erfüllend das gemeinsame Musizieren und Singen sein kann – tonArt kids war geboren. Nachdem sich die „Singmäuse“ und der Kinderchor inzwischen gut etabliert haben und die ersten Singmäuse schon in den Kinderchor wechseln durften, ging es in diesem Sommer für die ersten Kinder des Kinderchors weiter in den Jugendchor, der unter neuer Leitung auch bereits die ersten Proben absolviert hat.
Mit den drei Chören deckt das Angebot der tonArt kids so bereits jetzt die Altersspanne von 4 bis 18 Jahren ab, doch das ist den tonArtisten noch nicht genug. 

„Schon die ganz kleinen profitieren von Musik, Gesang und Rhythmus, auch in Kombination mit Bewegung, ungemein“, so die Leitern der Singmäuse Monika Bär. In einer 18-monatigen Weiterbildung hat sich die Erzieherin gerade zur musikpädagogischen Fachkraft ausbilden lassen und ist nun auch lizenzierte Musikgarten-Kursleiterin. Schnell war klar, dass diese neue Qualifizierung auch den kids zugute kommen soll – und zwar den ganz Kleinen. 

Der Musikgarten-Kurs, der als 10-stündiger Eltern-Kind-Kurs im Leifheit-Campus in Nassau ab dem 31. Oktober donnerstags von 15 bis 15.45 Uhr mit einer Kursgebühr von insgesamt 45 Euro stattfinden wird, ist für Kinder zwischen 1,5 und 2,5 Jahren gedacht. Ziel des Kurses ist es, die Kinder gemeinsam mit einem Elternteil oder einer Bezugsperson spielerisch an Musik heranzuführen – durch Fingerspiele, Lieder, Kniereiter, Sprechverse oder Tänze. Auch einfache Instrumente wie Klanghölzer, Glöckchen, Rasseln und Trommeln dürfen die Kinder ausprobieren, ganz ohne Leistungserwartung.
Nach einer Informationsveranstaltung sind bereits einige Plätze belegt, wer noch Interesse hat, sollte sich daher nicht zu lange Zeit lassen und per Mail an singmause@tonartisten.de Kontakt mit der Kursleiterin aufnehmen.  

Weitere Informationen rund um tonArt, die tonArt kids und alle kommenden Veranstaltungen finden Sie auf der Homepage www.tonartisten.de oder bei Facebook.

Das KulturWerk Nassau präsentiert das Improvisationstheater Springmaus am Freitag, 2. November, 20 Uhr (Einlass: 19.30 Uhr), in der Nassauer Stadthalle. Auf der Arbeit gibt es zwei Sorten von Kollegen. Die einen, die unverhohlen anderer Leute Joghurt aus dem Kühlschrank der Gemeinschaftsküche verspeisen. Und die anderen, die gern helfen und immer für einen da sind, immer und immer wieder, auch dann wenn gar keine Hilfe erforderlich ist und man lieber in Ruhe arbeiten würde. Es gibt also die nervigen und – die noch nervigeren. Und vom Chef ganz zu schweigen… Doch auch am Arbeitsplatz gilt Artikel 1 des Grundgesetzes: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Selbst dann, wenn der Kollege die Arbeit scheut wie der Veganer das Fleisch. Oder gibt es sie doch? Die Kollegen mit denen man gern zusammenarbeitet, auf die man sich sogar an einem Montagmorgen freut, weil man so gut mit ihnen auskommt? Sollte dies der Fall sein, droht Gefahr von anderer Seite, nämlich ein
Verstoß gegen das oberste ungeschriebene Gesetz des Arbeitsplatzes: „Never fuck the company!“
Die Springmäuse ergründen in ihrem neuen Programm eben diese Höhen und Tiefen der Arbeitswelt. Ob als Handwerker oder Feuerwehrfrau, ob im Büro oder auf der Baustelle, sie bleiben dabei vor allem eins: „TOTAL KOLLEGIAL!“

Die deutschlandweit bekannteste Improvisationstheatergruppe Springmaus ist seit 1982 mit verschiedenen Live-Programmen unterwegs, bei denen kein Auge trocken bleibt. Das von Bill Mockridge gegründete Improvisationstheater gilt als Talent-Schmiede brillianter deutscher Comedians und Kabarettisten. Dirk Bach, Bernhard Hoëcker, Tetje Mierendorf und Ralf Schmitz haben ihre Karriere als Ensemble-Mitglied der Springmaus begonnen. Das Springmaus-Programm „Total Kollegial“ ist Improvisation-Comedy und Kabarett auf höchstem Niveau und wird ein äußerst unterhaltsames Zusammenspiel mit dem Nassauer Publikum werden.

Karten sind für 22 Euro im Vorverkauf bei Foto-Jörg in Nassau, bei den Tourist- Informationen in Nassau und Bad Ems und im Bioladen Montabaur erhältlich sowie online unter www.ticket-regional.de/kulturwerknassau (beim Onlinekauf entstehen Gebühren), Restkarten gibt es an der Abendkasse für 25 Euro.

Film-Amateuren eine Plattform zu geben, das ist die Absicht des Amateurfilm-Kino-Nassau, das am Samstag, 26. Oktober, 19.30 Uhr, zum zweiten Mal unter dem Dach des Kulturwerks Nassau stattfinden wird. Im Günter-Leifheit-Kulturhaus werden drei Kurzfilme von Filmamateuren gezeigt, die den Genres „Heimat“, „Natur“ und „Gesellschaft“ zuzuordnen sind. Einlass ist ab 19 Uhr, der Eintritt ist frei.

„Der Gelbach – Auf dem Weg zur Lahn“ ist ein Dokumentarfilm, der vom Filmclub Montabaur-Westerwald als Gemeinschaftswerk realisiert wurde. Die Filmwanderung beginnt an der Quelle des Aubaches bei Sainerholz, über Montabaur und den ICE-Bahnhof zum Motorradmuseum in Wirz. Auch verschiedene Veranstaltungen auf dem weiteren Reiseweg durch das Gelbachtal, wie ein Mandolinenkonzert in Untershausen, den Hubertusmarkt in Bladernheim und ein Adventskonzert wurden mit erfasst. Der Gelbach-Wasserlauf in Ettersdorf, der Wild- und Freizeitpark bei Gackenbach, die Begegnungsstätte Kirchähr, das Weindorf Kirchähr, der Erzbergbau im Gelbachtal mit dem Bergbaumuseum Esterau in Holzappel und sich langsam nähernd der Gelbachmündung in die Lahn zwischen der Wasserburg Langenau und Kloster Arnstein bei Obernhof sind wichtige Bestandteile dieser filmischen Erzählung. Eine spannende heimatgeschichtliche Wanderung, die den Zuschauer unsere Heimat, in der wir leben, näher bringt. 

Von Eichen und anderen Waldbewohnern erzählt der Film „Lebensraum Bienwald“ von Josef Zauner aus Herxheim bei Landau (Pfalz). Der Filmautor fing in jungen Jahren u.a. in vielen Ländern der Welt Naturerlebnisse mit der Filmkamera ein. In den letzten Jahren hat er den Reiz der Natur vor der eigenen Haustür entdeckt. Für den Film „Lebensraum Bienwald“ war er dafür acht Jahre unterwegs, unterstützt von Jägern und Förstern. So ist ein faszinierender Dokumentarfilm von Tieren in freier Wildbahn entstanden, vom nächtlichen Leben im Wald mit Füchsen und Dachsen, vom Waldkauz und einem Rotkehlchen, das einen Kuckuck füttert. Zauner erzählt auch die Geschichte von alten Bäumen und dem Zusammenleben mit anderen Waldbewohnern. Die Sprache seiner Filmbilder versteht jeder, auch Menschen, denen die Natur sonst fremd ist. Mit diesem Film gibt Zauner der Natur ein Gesicht und man erkennt deutlich das Geheimrezept eines Naturfilmers: Die Geduld. Der Lohn für diese Geduldsarbeit ist die Auszeichnung als bester Europäischer Tier- und Naturfilm des Jahres 2010. 

Von Ewald Knoll aus Klopp in der Südwestpfalz ist der Film „Individuelle Wege für unterschiedliche Menschen“. Der Film zeigt die Arbeit der Heinrich-Kimmle-Stiftung, zum Beispiel im CAP-Markt in Zweibrücken, im Kindergarten, in der Schule und den Werkstätten. Auch der Alltag von Menschen mit Behinderungen im Wohnheim und in Wohngemeinschaften ist ein Thema. Zu Wort kommen neben der Schwester des verstorbenen Stiftungsgründers auch Mitarbeiter und Menschen, die selbst von einer Behinderung betroffen sind. Eine Dokumentation zum Thema Inklusion. 

Alle drei Autoren haben eines gemeinsam: Ein Hobby, das sie fasziniert und nicht mehr los lässt. Das Amateurfilm-Kino-Nassau verspricht also nicht nur unter filmtechnischem Aspekten, sondern auch inhaltlich ein interessanter und kurzweilig-unterhaltsamer Abend zu werden. Dazu gibt es kostenloses Popkorn, so lange der Vorrat reicht. 

Das Limeskastell Pohl ist am Sonntag, 13. Oktober ab 10.15 Uhr zum zweiten Mal Veranstalter des von Ulrich Pebler aus Nassau initiierten „Genussmarktes lokal & lecker – Rhein-Lahn-Taunus“. Dieser „lokal & lecker Genussmarkt 2019“ stellt wieder viele in der Region Rhein, Lahn und Taunus mit Liebe hergestellte Lebens- und Genussmittel an einem schönen Ort aus. Es kann nach Herzenslust probiert, verglichen und gekauft werden. Am zweiten Oktober-Wochenende wird im und am Limeskastell Pohl eine Menge geboten, fast 30 Aussteller sind am Start. Inklusive Römerlager und Ponyreiten.

Beginn ist um 10.15 Uhr mit einer ökumenischen Erntedank-Andacht und der Eröffnung durch Landrat Frank Puchtler.

Der Markt fand bereits im vergangenen Jahr mit rund 20 regionalen Vermarktern am Limeskastell statt. Bei fantastischem Wetter konnten rund 3.500 Besucher begrüßt werden. Trotzdem hat der Markt immer einen familiären Charakter. 

In diesem Jahr kommt die komplette Familie durch das parallel stattfindende Abschlusslager der Legio XXII Coh 1 auch in Bezug auf »Römer zum Anfassen« auf ihre Kosten. Der Ponyhof Ludwig bietet nachmittags kostenlos Ponyreiten an (eine kleine Spende wäre schön). Freuen Sie sich auf: Säfte, kaltgepresste Öle, Weine, Federweißer, Brände & Liköre, Gin, Erdbeersecco, Bierspezialitäten, Schau-Keltern, Äpfel, Birnen & mehr, Pralinen, Konfiserie & Gebäck, Honig & Bienenprodukte, Biomehl, Eier, Kartoffeln, Käse, Delikatessen aus Wild, Wurst aus Schafsfleisch, Limes-Brot & Limes-Wurst, Brotaufstriche, Römische Probierküche, Gegrilltes, Kochbus »Zu gut für die Tonne!«, Infostände und vieles mehr.

Der Besuch des Marktes und die Besichtigung des Kastells sind an diesem Tag kostenfrei. Nähere Informationen gibt es unter www.lokal-und-lecker.de.

Seit einiger Zeit steht in Pohl ein neuer Ortswegweiser, und zwar einsehbar direkt nach Einbiegung von der Bäderstraße oder aus Richtung Lollschied kommend in den Ort. Der Wegweiser zeigt alle Straßen an und auch die Zuwegung zu den öffentlichen Einrichtungen wie Bürgerhaus, Grillhütte, Friedhof, Feuerwehr, Spielplatz und Limeskastell.

Wer sich jetzt noch verfährt, ist selber schuld. Text/Foto: Heinz Pfeifer

Die fünfköpfige Berliner Band „Game Over Baby“ hat im Limeskastell Pohl ein bemerkenswertes Konzert gegeben und sich im Kastell-Ambiente sichtlich wohl gefühlt. Ruhige, akzentuierte Töne herrschten vor und begleiteten die intelligenten, nachdenklichen und melancholischen Texte kongenial. Die Band brachte eine Idee von eigener Musik auf die Bühne, die die Zuschauer fesselte. Hinzu kamen die knappen und oft selbstironischen Kommentare der Singer/Songwriter. Überhaupt stand der fantasievolle und gekonnte Umgang mit deutscher Sprache im Vordergrund der Lieder. Für alle Anwesenden ein gelungener, bereichernder Abend. Text/Foto: Thomas Steffen

Bei einem Verkehrsunfall am heutigen Samstag gegen 10 Uhr auf der B 260 zwischen Bad Ems und Dausenau sind drei Personen verletzt worden. Wie die Polizei berichtet, über ein Verkehrsteilnehmer einem vor ihm abbiegenden Fahrzeugführer und stieß mit diesem zusammen. Im Zuge der Verkehrsunfallaufnahme musste die Strecke für mehr als eine Stunde voll gesperrt werden. Die notwendige Vollsperrung erzeugte nach Aussagen der eingesetzten Feuerwehrmänner teilweise wenig Verständnis bei einigen Fahrzeugführern. In einem Fall wurde die eingesetzten Kräfte sogar beleidigt. Die Polizei Bad Ems hat deswegen ein Ermittlungsverfahren eröffnet. Sachdienliche Hinweise zum Verkehrsunfall werden direkt an die Polizeiinspektion in Bad Ems unter Tel. 02603/9700 erbeten.

Nach der anstrengenden Reise von Mabira nach Singhofen, begrüßten die jungen Leute aus Tansania mit einem Lied ihre Gastgeber im Dekanat Nassauer Land. Foto: Dekanat

Einen herzlichen Empfang hat in Singhofen der Arbeitskreis Nassau-Mabira den jungen Leuten aus dem afrikanischen Partnerdistrikt Mabira in Tansania bereitet. Zwei Tage waren die jungen Frauen und Männer unter Begleitung ihres Pfarrers unterwegs, um nun im evangelischen Dekanat Nassauer Land ein dreiwöchiges Besuchsprogramm mit vielen Informationen und Begegnungen zu absolvieren und die im Jahre 2013 begonnene Jugendpartnerschaft mit dem Dekanat Nassauer Land zu vertiefen.

Mit zwei Kleinbussen hatten Berthold Krebs und Dietmar Menze vom Arbeitskreis die zehnköpfige Gruppe vom Flughafen in Frankfurt abgeholt und nach Singhofen zum Gemeindehaus gebracht, wo sie von ihren Gastfamilien, Mitgliedern des Arbeitskreises und Dekanatsjugendreferent Torsten Knüppel empfangen wurden. Krebs und Distriktpfarrer Jerryson Mambo dankten in einem Gebet, dass der bereits für den Sommer geplante Besuch nun Wirklichkeit wird und hofften auf drei segensreiche Wochen.

Ihre Freude über die Fortsetzung des Jugendaustauschs äußerte auch die Vorsitzende des Dekanatssynodalvorstandes des Nassauer Lands Anja Beeres und erinnerte an Psalm 133, der die Freude zum Ausdruck bringt, wenn Geschwister einträchtig beieinander wohnen. „Ich bin mir sicher, wir sind alle Beschenkte, wenn wir einander begegnen, miteinander leben, aufeinander hören und miteinander beten“, sagte Beeres. Mit der Partnerschaft weite sich der Blick auf die Welt wie der auf sich selbst, „weil wir voneinander und miteinander lernen können“, so die DSV-Vorsitzende, die dem rührigen Vorbereitungsteam und den Gastfamilien für ihr großes Engagement dankte. Die Gäste selbst bedankten sich mit einem Lied für den Empfang im Gemeindehaus.

Und damit nach der anstrengenden Reise das Verstehen leichter fiel, übersetzte Jörg Beyer zwischen Suaheli und Deutsch. In den kommenden drei Wochen wird Englisch die Hauptsprache zum Verständigen sein. Die jungen Gäste aus Afrika erwartet ein Programm mit vielen praxisorientierten Begegnungen in Berufsschule, Ausbildungswerkstätten, Handwerkskammer und Handwerksberufen, die Anregungen und Wissen für die eigene Ausbildung geben sollen, um die Zukunftsperspektiven in Mabira zu verbessern. Ein Waldtag rückt das Thema Klimaschutz in den Vordergrund. Aber es bleibt auch Zeit für gemeinsame Gottesdienste, Wandern und unterhaltsame Begegnungen, um sich besser kennen zu lernen.

Ein 62-jähriger Motorradfahrer ist am heutigen Sonntag gegen 14.39 Uhr bei einem Unfall auf der B 417 zwischen Kalkofen und Obernhof tödlich verunglückt. Der Motorradfahrer wollte am Ende einer Linkskurve einen vor ihm fahrenden Pkw überholen und scherte dazu auf den linken Fahrstreifen aus, um an dem Pkw vorbei zu fahren. Während des Überholvorgangs erkannte der Motorradfahrer einen entgegenkommenden Pkw zu spät und verlor beim Versuch des Abbremsens und Wiedereinscherens auf den rechten Fahrstreifen die Kontrolle über sein Fahrzeug. Es kam zur Frontalkollision zwischen Motorrad und Pkw, in dessen Folge der zuvor überholte Pkw ebenfalls beschädigt wurde. Der Motorradfahrer erlitt infolge des Unfalls so schwere Verletzungen, dass er noch an der Unfallstelle verstarb.

Fotos: Heinz Pfeifer

Von Heinz Pfeifer

Bei wunderschönen Spätsommerwetter mit viel Sonnenschein wollten insbesondere viele Familien mit Kindern dabei sein und sehen, wie die Römer vor fast 2000 Jahren gelebt haben. Diese Möglichkeit bot sich geradezu selbstredend im Pohler Limeskastell an. Das spektakuläre Event LimesLive war demzufolge wieder sehr gut besucht.

Hochzeitszeremonie am späten Abend.

Volle Parkplätze, zahlreiche Attraktionen, gute Verpflegung, eine vortreffliche Organisation und strahlende Gesichter beim Veranstalter sorgten rundum für Zufriedenheit. Das alles kommt aber nicht von ungefähr. Schließlich ist eine solche Veranstaltung nur zu stemmen, wenn genügend Helfer zur Verfügung stehen. Bei nunmehr fast zehn Jahren „Limeskastell Pohl“ ist dies alles nicht selbstverständlich, da die Helfer ehrenamtliche Leistungen erbringen. Prägnant war in diesem Zusammenhang die Aussage von Landrat Frank Puchtler (SPD) bei seiner Eröffnungsrede, dass einmal die Legionäre aus Mainz mit dem großen Proviantwagen nach Pohl kämen. Auch Geschäftsbereichsleiter Thomas Steffen konstatierte, dass das Kastell „super“ laufe, schwarze Zahlen schreibe und die Besucherzahlen trotz verkürzter Öffnungszeiten stetig steigen, allerdings würden die Ehrenamtlichen inzwischen „auf der letzten Rille laufen“. 

Landrat Frank Puchter, unter „Römern“, eröffnet LimesLive 2019.

Die rund 110 „Römer“ setzten zahlreiche Akzente. Die aus Sardinien angereiste Gruppe bot einiges für die Kinder, römisches Handwerk vom Schmied, Schuhmacher, Stofffärber bis zum Medicus konnten die Besucher verfolgen. Die römische Modenschau in der Basilica sowie die militärischen Vorführungen mit den Geschützvorführungen und dem Bleischleudern auf dem Außengelände faszinierte ebenfalls viele Interessierte wie auch die „Xantener Römerinnen“ mit ihren Falschspieler- und Trickbetrügereien. Guten Absatz fand auch der Comic, der die neu ausgestellten Fundstücke im Limeskastell spielerisch lustig erklärt. 

Ein Höhepunkt war allerdings die römische Hochzeit am Abend. Es war eine echte Hochzeit und keine gespielte. Das Paar kannte sich schon sehr lange und nun just bei LimesLive wurde römisch geheiratet mit einem „römischen Priester“, der viele Götter mit Opfergaben wohlwollend stimmte, so dass die Ehe auch gelingen möge. Auch die abschließende Weihezeremonie im Fackelschein war eine besondere Darbietung.

Die tüchtigen Auszubildenden vor dem Leifheit Werksverkauf in der Innenstadt von Nassau. Fotos: Leifheit AG

Kathrin Sontheimer (21) ist angehende Industriekauffrau bei der Leifheit AG in Nassau und derzeit im dritten Lehrjahr. Bei Leifheit darf sie mit den anderen Auszubildenden bereits unternehmerische Verantwortung übernehmen. Das junge Team leitet die „Juniorfirma“ bei Leifheit. So wird der Bereich „Werksverkäufe“ in Nassau und Zuzenhausen genannt. Zwar gibt es dort sieben festangestellte Mitarbeiter – die Verantwortung für die Geschäftsführung, den Vertrieb, das Marketing und das Controlling liegt aber in den Händen der Auszubildenden. So lernen die jungen Menschen frühzeitig alle wichtigen Funktionen in einem Unternehmen kennen und dürfen sich nicht nur theoretisch, sondern auch in der Praxis beweisen.

„Guten Morgen Chef, wie geht’s?“ So wird der Geschäftsführer der Juniorfirma von den fest angestellten Mitarbeitern des eigenen Ladens in der Innenstadt von Nassau schon mal begrüßt. Die Mitarbeiter im Werksverkauf meinen das durchaus ernst, zeigen damit aber gleichzeitig, dass zwischen Firmenführung und Mitarbeitern auch eine gewisse Lockerheit im Umgang angesagt ist. „Dieses Modellprojekt gibt es inzwischen seit sieben Jahren und die Mitarbeiter des Werksverkaufs haben sich daran gewöhnt, dass die Position des Geschäftsführers alle vier Monate wechselt“, erklärt Kathrin Sontheimer. Derzeit verantwortet der Auszubildende Luis Rolim (20) diese Position. Davor war es Sontheimer selbst, die derzeit den Bereich Marketing in der Juniorfirma leitet.

Der Werksverkauf der Leifheit AG kümmert sich mit einem 120-Quadratmeter-Laden mitten in der Innenstadt von Nassau um den Verkauf von Produkten der Marken Leifheit und Soehnle. Die Kunden erhalten dort besonders attraktive Preise. Einen zweiten Laden gibt es im Leifheit-Werk in Zuzenhausen in Baden Württemberg. Der Werksverkauf ist wie ein eigenes Profit-Center organisiert, die Auszubildenden müssen sich also vor allem auch um die Preiskalkulation, die Verkaufsunterstützung und die Kosten kümmern. Am Ende soll natürlich auch der Umsatz im Werksverkauf stimmen.

Bislang funktioniert das Modell gut – das Vertrauen des Vorstands in die jungen Unternehmer zahlt sich aus. Daher gibt die Unternehmensführung den Auszubildenden auch viele Freiheiten, wobei ein festes Team aus erfahrenen Mitarbeitern als Ansprechpartner für die einzelnen Funktionen unterstützend zur Verfügung steht.

Um jedes Ressort der Juniorfirma kümmern sich zwei Auszubildende neben ihrer täglichen Arbeit bei Leifheit. Der Geschäftsführer der Juniorfirma ist für die vier Monate Amtszeit sogar ausschließlich für diese Aufgabe im Einsatz, damit er sich noch stärker einbringen kann. Die Position der Geschäftsführung zählt als eine feste Station im Ausbildungsplan der Industriekaufleute bei Leifheit. Wird es durch Urlaub oder Krankheit beim Verkaufspersonal im Werksladen Nassau mal eng, packt der Geschäftsführer selbst mit an und kümmert sich um die Kunden. „Dies war eine der wichtigsten Erfahrungen in der Juniorfirma“, berichtet Kathrin Sontheimer. „Denn so konnte ich die Produkte bis ins Detail kennenlernen und hatte intensiven Austausch mit den Kunden. Dabei geht es immer auch um die Funktion und die Anwendung im Haushalt, bei denen sich unsere Produkte bewähren müssen. Näher am Verbraucher kann man also nicht sein“, so Sontheimer.

Zusätzlich fährt der Geschäftsführer ein- bis zweimal im Monat in den Werksverkauf nach Zuzenhausen. Dort hält er den Kontakt zu den Mitarbeitern vor Ort und bespricht mit ihnen die aktuellen Projekte und Aufgaben.

Die Auszubildenden kümmern sich in der Juniorfirma um alle wesentlichen kaufmännischen und strategischen Aufgaben. Dazu gehört auch die Vermarktung. Es werden Werbekonzepte entwickelt, Anzeigen gestaltet und regionale Medien mit Informationen versorgt. Bei der Gestaltung arbeiten die angehenden Industriekaufleute auch mit einem Auszubildenden im Unternehmen aus dem Bereich Mediengestaltung zusammen. Einmal in der Woche trifft sich das gesamte Team und bespricht die laufenden Projekte.

Eine besondere Herausforderung ist jedes Jahr die Organisation im Rahmen des Michelsmarkt, dem großen Jahrmarkt in Nassau. Die Veranstaltung läuft über einen Zeitraum von vier Tagen und erstreckt sich über die gesamte Innenstadt. Der Werksladen von Leifheit ist aufgrund seiner zentralen Lage in den Jahrmarkt voll eingebunden. Für das Leifheit-Team bietet die Veranstaltung eine gute Gelegenheit, den Werksverkauf und vor allem die Produkte in Szene zu setzen.

Derzeit sind 20 Auszubildende bei Leifheit beschäftigt. Dazu gehören angehende Industrie- und Informatikkaufleute sowie Mediengestalter. Auch ein duales Studium zum Bachelor of Arts an der ADG Business School in Montabaur wird angeboten. Leifheit wurde bereits mehrfach von der Zeitschrift Focus Money zu einem von Deutschlands besten Ausbildungsbetrieben gekürt.

Über Leifheit

Die 1959 gegründete Leifheit AG ist einer der führenden europäischen Markenanbieter von Haushaltsprodukten. Der Leifheit-Konzern gliedert sein operatives Geschäft in die Segmente Household, Wellbeing und Private Label. Die Produkte der Marken Leifheit und Soehnle – zwei der bekanntesten Marken Deutschlands – zeichnen sich durch hochwertige Verarbeitungsqualität in Verbindung mit besonderem Verbrauchernutzen aus. Die französischen Tochterunternehmen Birambeau und Herby sind mit einem ausgewählten Produktsortiment zudem im serviceorientierten Private-Label-Segment tätig. Über alle Segmente hinweg konzentriert sich das Unternehmen auf die Kernkompetenzen in den Produktkategorien Reinigen, Wäschepflege, Küche und Wellbeing. Der Leifheit-Konzern beschäftigt rund 1.100 Mitarbeiter und verfügt über 15 eigene Standorte und Niederlassungen weltweit. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.leifheit-group.com, www.leifheit.de und www.soehnle.de.

Ein unbekannter Autofahrer hat am heutigen Dienstag gegen 16.05 Uhr einen Unfall in Nassau verursacht und ist anschließend geflüchtet. Der Fahrer streifte an der Kreuzung Freiherr-vom-Stein-Straße/Obernhofer Straße einen aus Richtung Bahnhof kommenden Ford Kuga, dessen Fahrerin auf der Vorfahrtsstraße in Richtung Winden fahren wollte. Der Unfallverursacher wollte auf der Obernhofer Straße geradeaus in Richtung Obernhof fahren und missachtete den Vorrang der Kuga-Fahrerin an der abknickenden Vorfahrt. Anschließend entfernte sich der Verursacher, ohne sich um den entstandenen Schaden zu kümmern. Bei dem Fahrzeug soll es sich vermutlich um einen blauen Opel Kombi handeln. Dieser dürfte ebenfalls rechtsseitig beschädigt sein. Hinweise bitte an die Polizeiinspektion Bad Ems, Tel. 02603-9700.

Der Liedermacher Werner Linkenbach spielt am Freitag, 4. Oktober, 20 Uhr, im Kunstcafé am Hexenturm in Nassau. Ehrlich, unverblümt und authentisch erzählen seine Stücke Geschichten des Lebens und gewähren Einblick in die Gefühlswelt des Musikers. Bad Ems als Heimat, Musik als Sprachrohr und die Gitarre als ständiger Begleiter – das ist Werner Linkenbach. Die Besucher erwartet ein typischer Liedermacher-Abend in gemütlicher Atmosphäre.

Der Eintritt ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten. Eine Reservierung wird empfohlen. Das Kunstcafé am Hexenturm in der Milchstraße 7 ist erreichbar unter Tel. 02604/9529966.


In dem ohnehin geschichtsträchtigen Nassauer Land hat die Stadt Montabaur eine besondere Bedeutung. Ihr reiches und intaktes kulturelles Erbe reizt allein schon zur Beschäftigung. Doch wie schrieb der Referent des nächsten Vortrags des Nassauer Geschichtsvereins: „Allzu viel ist aber nicht bewusst oder gar unbekannt“. Er muss es wissen, denn er ist von Geburt an mit der Stadt Montabaur tief verwurzelt und zugleich mit Nassau vertraut und verbunden. Dem Verein ist es gelungen, erneut Dr. Hermann Josef Roth für einen Vortrag zu gewinnen, dieses Mal zum Thema „Montabaur – einst und jetzt“. Gut gerüstet mit dem Wissen des Forschers und Autors zur Stadt und zur Region, schauen sich die Mitglieder anschließend Montabaur vor Ort genauer an.

Sexy und smart: Die Zwillinge Lisa und Laura Goldfarb kommen nach Nassau. Foto: Veranstalter

KulturWerk Nassau präsentiert Lisa und Laura Goldfarb am Samstag, 12. Oktober, 19.30 Uhr, im Günter-Leifheit-Kulturhaus in Nassau. Die eine ist smart. Die andere sexy. Die eine macht Kabarett. Die andere Comedy. Die eine hat Schuhgröße 36, die andere Körbchengröße D. Sie passen einfach nicht zusammen. Aber sie müssen. Denn gemeinsam sind sie fast drei Meter groß. Lisa und Laura Goldfarb sind: „Die Kleine Koalition“. 

Nach dem rasenden Erfolg ihres ersten Programms „klein und gemein“ stellen sie in ihrem neuen Programm die wahren Vertrauensfragen: Demokratie oder Demoband? Amazon oder Ampelkoalition? Nachhaltigkeit oder Nachschenken? Globalisierung oder Globuli? Und wie macht man als Frau eigentlich einen Hammelsprung?  Lisa und Laura Goldfarb sprengen mit ihrem neuem Programm die Grenzen aller Genres: Kabarett, aber sexy. Comedy, aber klug. Rasant, aber charmant. Tänzerisch, aber verständlich. Süß, aber verdammt sauer. 

Sie schlüpfen gerne in fremde Rollen, das verwundert wenig, denn sie haben beide Schauspiel studiert. Als Frauke Petry und Sarah Wagenknecht versuchen sie, die Möglichkeiten zur gegenseitigen Kooperation auszuloten. Als Kommunikationsbeauftragte oder als Flaschensammlerin oder als Mutter im Waldorfkindergarten ändern sie ständig den Blickwinkel für das Publikum. Komisch und vielseitig, tempo- wie geistreich nehmen sie ihr Publikum mit durch ihren Mikrokosmos. 

„Urkomisch, pointiert, reflektiert und wortgewaltig“ titelt die Presse über die Lisa und Laura. Kein Wunder also, dass sie es 2018 in die Endrunde des SWR 3 Comedy Förderpreises schafften. Die jüngste Auszeichnung, der Kabarettpreis „Bad Belziger Bachstelze“, verlängert die Liste der Preise der beiden Schwestern.

Karten sind für 15 Euro im Vorverkauf bei Foto-Jörg in Nassau, bei den Tourist-Informationen in Nassau und Bad Ems und im Bioladen Montabaur erhältlich sowie online unter www.ticket-regional.de/kulturwerknassau (beim Onlinekauf entstehen Gebühren), Restkarten gibt es an der Abendkasse für 18 Euro.

Unbekannte Täter haben zwischen Montag und Dienstag an einem in Nassau, Industriegebiet Koppelheck, abgestellten Bagger die Scheiben eingeschlagen oder eingeworfen. Der Schaden beläuft sich auf etwa 150 Euro, teilte die Polizei mit. Hinweise werden erbeten an die Polizeiinspektion Bad Ems, Tel. 02603/9700.

Bei einem Verkehrsunfall am heutigen Mittwoch gegen 14.25 Uhr auf der Landesstraße 325 im Gelbachteil bei Gackenbach ist ein Motorradfahrer schwer verletzt worden. Er musste mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus nach Koblenz geflogen werden. Zwei Pkw-Insassen wurden leicht verletzt und in örtliche Krankenhäuser gebracht.

Eine 73-jährige Autofahrerin aus der VG Wirges wollte an der Einmündung der K 172 auf die Gelbachtalstrecke nach links abzubiegen. Dabei missachtete sie die Vorfahrt eines von links aus Richtung Giershausen kommenden 47-jährigen Motorradfahrers aus der Nähe von Neuwied und kollidierte mit diesem frontal. Neben Polizeibeamten der Polizeiinspektionen Diez und Montabaur waren das DRK mit zwei Krankenwagen, einem Notarzt, der Rettungshubschrauber und die Straßenmeisterei im Einsatz. Die L325 war für knapp zwei Stunden gesperrt. Es entstand ein Sachschaden von etwa 24.000 Euro.

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